Schmuckband Kreuzgang

Impuls für das Fest Christi Himmelfahrt von Diakon Matthias Görtz, St. Andreas Altenstadt

Corona Beschränkungen: Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem Dekanat schreiben ihre Gedanken

Mi 20. Mai 2020
Norbert Albert
  • Geistliche Texte aus unserem Dekanat finden Sie jetzt wöchentlich neu
  • Halten Sie den notwendigen Abständen von anderen Menschen in diesen Tagen und bleiben Sie dennoch verbunden in der christlichen Gemeinschaft
  • Impulse zum Mitdenken und Zeit nehmen
  • Gedanken um sie auch an andere Menschen zu verschenken

sursum corda

IMG-20200520-WA0001 (c) Matthias Görtz
IMG-20200520-WA0001

Christen feiern Christi Himmelfahrt

Christi Himmelfahrt ist Christi Himmelserfahrung.

Fahrt in den Himmel ist Erfahrung des Himmels.

Perspektivwechsel.

Von hier unten nach da oben,

von niedergedrückt hin zu aufgerichtet.

von festgelegt hin zu losgelöst,

von abhängig hin zu frei.

Himmel eben, himmlisch, leicht, luftig, schwerelos.

Ist manchem zu abgehoben, nicht bodenständig genug. Hingespinste. Was soll das?

Lieber mit beiden Beinen auf der Erde, fest im Leben. Das trägt. Das ist konkret. Da weiß man, woran man ist und was man hat.

Standpunkt.

Er wird zum Stand.

Punkt.

Schwerkraftgesetz, gesetzt. Führt zur gesetzten Lebensform.

Bloß nicht die Bodenhaftung verlieren. Der Boden ist wichtig, ist konkret. Ich hafte am Boden. Ich will nicht, dass er mich loslässt. Er hätte kein Problem, mich zu lassen. Aber ich? Ich will lieber an ihm kleben bleiben.

So wird der Boden mein Grab, meine Grube. Begraben in meinem heimatlichen Boden. Deckel drauf und Schluss. Kein Wunder, dass ich zu Himmelfahrt untauglich bin.

Schluss?

Nicht anderes möglich? Nichts anderes vorgesehen in meinem Leben?

Warum nicht mal eine Himmelfahrt?

Weg von mir und meiner Bodenhaftung, meiner Haft?

Raus! Hoch hinaus! Sich tragen lassen, nicht vom Boden, sondern vom Himmel, vom Bodenlosen und vom Unbegrenzten. Es trägt besser als meine Begrenzung. Nicht erst am Ende.