Schmuckband Kreuzgang

Impuls zum 1. Fastensonntag von Gemeindereferentin Edith Wanka

Datum:
So. 21. Feb. 2021
Von:
Norbert Albert

Wenn Sie an die „Wüste“ denken, was fällt Ihnen dazu als Erstes ein?

Rose von Jericho (c) Wanka
Rose von Jericho

Impuls zum 1. Fastensonntag

 

Liebe Leser/innen!

 

Wenn Sie an die „Wüste“ denken, was fällt Ihnen dazu als Erstes ein?

Denken Sie an endlose, unüberschaubare Sanddünen? Große Hitze und dadurch

ein lebensfeindliches Umfeld?

 

Am 1. Fastensonntag lesen/hören wir einen kurzen Abschnitt aus dem Markus-Evangelium, Markus 1,12-15. Und auch hier begegnet uns die „Wüste“.

„12 Danach trieb der Geist Jesus in die Wüste. 13 Dort blieb Jesus vierzig Tage lang und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.

14 Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes 15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt,

das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“

 

Dieser Abschnitt schließt sich an die Taufe Jesu durch Johannes an. Bevor Jesus sein öffentliches Wirken beginnt, zieht er sich in die Wüste zurück.

In dieser Welt von Hitze und Kälte, Tod und Leben erlebt er eine besondere Vorbereitungszeit. Dort, in der Ödnis, macht er Grenzerfahrungen: Macht, Besitz und Ruhm „fordern ihn heraus“. Jesus entscheidet sich für Gott, in dessen Auftrag er das Evangelium der Liebe und des Lebens verkündet. Er betont, dass die aktuelle Zeit, die Zeit ist, in der das Reich Gottes nahe ist. Jesus ruft die Menschen dazu auf, umzukehren und das Leben stärker durch die Frohe Botschaft prägen zu lassen,

 

Dieser Aufruf gilt auch uns ganz besonders während der 40 - tägigen Fastenzeit.

Indem wir uns fragen, was der Aufruf „Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“ für uns ganz persönlich bedeutet, können wir uns neu auf Wesentliches in unserem Leben und Glauben konzentrieren.

Vielleicht entdecken wir dann am Ende der Fastenzeit das Geheimnis der „Rose von Jericho“. Diese scheinbar vertrocknete Wüstenpflanze kann jahrelang ohne Wasser überleben. Wenn es dann aber regnet, öffnet sie sich zu neuem Leben.

 

Ich wünsche Ihnen immer wieder solche österliche Erfahrungen!

Eine gesegnete Fastenzeit!

Edith Wanka, Gemeindereferentin in St. Bonifatius Büdingen