Schmuckband Kreuzgang

Pastoraler Weg: Dekanatsversammlung zum Pastoralkonzept der Zukunft

Kirchorte und Gemeinden erarbeiten Konzept für Seelsorge der Zukunft

panorama-3629120_1920 (c) pixabay
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Datum:
Mo. 3. Mai 2021
Von:
Norbert Albert

In der Zoom Konferenz am 26. April wurde die konkrete Zusammenarbeit zur Erstellung des pastoralen Konzepts verhandelt. Hier die wichtigsten Überlegungen in Kürze:

Der Pastorale Weg wurde 2018 von Bischof Kohlgraf initiiert. Im Sommer/Herbst 2019 bildeten sich in unserem Dekanat sowohl das DekanatsProjektTeam (DPT) als auch fünf Themengruppen. Trotz Corona-Pandemie ar-beiteten diese Gruppen 2020 mit gutem Erfolg.
Zur Zeit laufen die Gesprächsforen in den verschiedenen Gemeinden.
Es kommt, zunächst in kleinen Gesprächsgruppen zum Austausch darüber, was wir bisher erreicht haben, wo es gute Erfahrungen, aber auch Probleme gibt. Gleichzeitig soll ein erster Blick getan werden, wie es weiterge-hen kann.
- mehr Meinungen aus den Gemeinden sind wünschenswert;
- die Gesprächsforen, auch zukünftige ‚Stammtischtreffen‘ ohne feste Tagesordnung sind zum Austausch hilf-reich;
- Begegnungsmöglichkeiten zum Gespräch mit Gemeindemitgliedern sind corona-bedingt zur Zeit kaum möglich
- wichtig ist, nach Möglichkeiten zu suchen, mit denen mehr als ‚nur‘ der Kern der Gemeinde (Gottesdienstmit-feiernde) angesprochen werden können;
- vielfältige Chancen zum Gespräch auch in alltäglichen Begegnungen sind zu suchen und zu nutzen;
- viele Menschen in unseren Gemeinden haben keine Informationen, auch keine Motivation - diejenigen, die da sind, sind vielfältig motiviert;
- viele Menschen haben zur Zeit vielfältige persönliche und private Problematiken im Blick;
- auch Hauptamtliche sind von Unsicherheiten geprägt;
- fehlende Begegnungsmöglichkeiten lassen uns mehr im Jetzt verharren;
- Die Fragen des Bischofs („Brauchen die Menschen das, was sie bekommen - bekommen sie das, was sie brauchen?“) sind auch bei uns beantwortbar;
- die Gesprächsforen laufen;
- im Raum steht das Votum des PGR Wickstadt/Dorn-Assenheim;
- unsere Gemeinden sind zum Teil ungleichzeitig unterwegs (da gibt es Menschen, die noch gar nichts vom Pastoralen Weg gehört haben - andere haben sich schon intensiv mit dem Weg auseinandergesetzt);
- in den Gesprächsforen gibt es zum Teil wenig Äußerungen aus der Gemeinde, auch sonst ist wenig aus den Gemeinden zu hören;
- die Resonanz auf die Gesprächsforen könnte größer sein;
- es gibt immer noch große Unsicherheiten bezüglich der Begrifflichkeiten (vergangene Bedeutungen - zukünf-tige Bedeutungen) - sie sollten noch klarer benannt werden;
- Gespräche sollten so geführt werden, dass die Gesprächspartner nicht gleich mit der Thematik überrollt wer-den;
- vielleicht helfen Umfragen (u.a. bei Eltern von Kommunionkindern, Firmbewerber*innen, Ministrant*innen) - mit wenigen, gut ausgewählten Fragen - um zu hören, wie sieht es bei Euch aus, allgemein, mit Kirche, mit Ge-meinde;
- die noch offene Strukturfrage macht unsicher - vielleicht wird es konkreter und aktiver, wenn die Struktur geklärt ist;
- es ist gemeinsam zu schauen, wie wir eine Form von Kirche/Gemeinde finden können, in der wir alle gut leben können;
- wir müssen Abschied nehmen von der alten Vorstellung, es müssten so viele Menschen wie möglich mitwirken, damit das Ganze gelingt - nicht nur corona-bedingt, auch sonst sind nur wenige Menschen aus den Gemeinden präsent;
- schon jetzt sollte so viel Kooperation miteinander geschehen, um so zu zeigen, was möglich ist, wie es in Zukunft in der Netzwerkpfarrei funktionieren kann;
- bisher wurde schon von vielen fleißig und gut gearbeitet - Dank an alle, die sich so sehr engagiert haben;
- binden wir über die Gemeinden möglichst viele in die Aufgaben ein, die jetzt anstehen;
N. Albert präsentiert die anstehenden Aufgaben:
- Wie soll das Pastoralkonzept aussehen, das wir als Dekanat im Herbst 2021 dem Bischof übergeben? Wann? Umfang? Verantwortliche?
- Unsere Sicht auf die Schwerpunkte in den Gemeinden (wofür stehen wir, wo sind wir stark?)
- Wo sehen wir bestehende und neue Kirchorte (Schulen, Altenheime, Arbeitsplätze, Tourismus - und wie sind wir damit in Zukunft vernetzt?)
- Wo arbeiten wir mit Kooperationspartnern zusammen oder nehmen sie in den Blick (Kommunen, evangelische Gemeinden, andere Religionen)?
- Die Vernetzung zwischen Projektleitung und Projektteam sowie den Gemeinden soll geschehen durch wenigs-tens je eine*r Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen aus jeder Gemeinde (es können auch mehr Personen sein)
- In welchem pastoralen Raum wollen wir uns vernetzen (Vor- und Nachteile, Chancen auf Veränderungen, wo liegt ein Zugewinn durch Vernetzung)?
- Impulsfragen an die Gemeinden und Kirchorte
- Zeitrahmen:
- Dauer etwa 9 Wochen (bis zu den Sommerferien), dazwischen regelmäßige Dekanatsversammlungen
- 1. Lesung des Konzeptes nach der Sommerpause (September 2021)
- 2. Lesung im Oktober
- Abgabe des Konzeptes im November 2021
- Evaluation des Konzeptes mit Bischof und Bistum bis Ostern 2022
In etwa vier Wochen wird die nächste Dekanatsversammlung stattfinden.
Das nächste Statusgespräch mit der Bistumsleitung ist am 10.5.2021.
Die Kontaktpersonen sollten möglichst schnell gefunden und benannt sein.
für das Protokoll
Wolfram Schmidt