... persönlich: Christa Knoke-Wilhelm

Knoke-Wilhelm, Christa (c) Knoke-Wilhelm
Knoke-Wilhelm, Christa
Mo 13. Jul 2020
Christa Knoke-Wilhelm, Pastoralreferentin, Schulseelsorgerin an der Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim

Mich fasziniert an Jesus Christus seine Menschenfreundlichkeit.

Seit fast unvordenklichen Zeiten (zumindest kann sich keiner an die Anfänge erinnern) gab es in Bad Nauheim die Religionspädagogische Arbeitsstelle, in der man für Religionsunterricht und Gemeindekatechese seinen Horizont erweitern und Bücher und Materialien ausleihen konnte. Diese Arbeitsstelle wurde zum Ende des Schuljahrs geschlossen. Grund genug um Pastoralreferentin Christa Knoke Wilhelm, die die Arbeitsstelle in den letzten Jahren betreut hat, unseren Fragebogen zu schicken.

Persönlich: Name, Alter, Einsatzgebiet, geboren/aufgewachsen in....

Christa Knoke-Wilhelm, geboren und aufgewachsen im münsteraner Teil des Ruhrgebietes. Religionslehrerin und Schulseelsorgerin an der Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim mit einigen kleineren "Nebenjobs".

Wenn Sie nicht Seelsorger geworden wären, was wären Sie sonst?

Wenn ich nicht Seelsorgerin geworden wäre, wäre ich Sozialpädagogin.

Was ist für Sie persönliche Ihre Berufung?

Die finde ich in einem Gedicht von Dorothee Sölle ausgedrückt

Vom Hunger nach Sinn

Ich werde manchmal gefragt,

warum ich denn „immer noch“ für Gerechtigkeit,

Friede und die gute Schöpfung eintrete.

„Immer noch?“ frage ich zurück,

wir fangen doch gerade erst an,

aus der Verbundenheit mit dem Leben heraus,

zu kämpfen, zu lachen, zu weinen.

Wir können uns doch nicht auf das geistige Niveau

Des Kapitalismus zurückschrauben

Und ständig „Sinn“ mit „Erfolg“ verwechseln.

 

Das ist eine lebensgefährliche Verwechslung,

wenn wir das Leben zurückstutzen

auf das Machbare und das,

was sich konsumieren lässt.

Meine Tradition hat uns wirklich mehr versprochen!

Ein Leben vor dem Tod, gerechtes Handeln

und die Verbundenheit mit allem, was lebt,

die Wölfe neben den Lämmern und Gott nicht oben

und nicht später, sondern jetzt und hier.

Bei uns, in uns.

 

Was hat sich in den letzten 7 Jahren in der Kirche geändert?

Nach deprimierenden Jahrzehnten gibt es seit Franziskus wieder Fünkchen von Hoffnung, dass der Geist Gottes, dem Johannes XXIII mit dem Vaticanum II die Fenster geöffnet hatte, nicht mehr draußen bleiben muss.

Was haben Sie gemacht, bevor Sie ins Dekanat kamen?

Ich habe 5 Jahre in einer damals noch ganz jungen Gemeinde im Markwald in Mühlheim am Main gearbeitet, was mir große Freude gemacht hat.

Was macht Ihnen die größte Mühe?

Geduldig zu sein.

Was macht Ihnen die größte Freude?

Zu sehen, dass Kinder und Jugendliche sich für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung immer noch einsetzen.

Was fasziniert Sie an Jesus Christus?

Seine Menschenfreundlichtkeit.