... persönlich: Stephanie Veith

Stephanie Veith (c) Stephanie Veith
Stephanie Veith
Datum:
Mo. 14. Dez. 2020
Von:
Stephanie Veith

An besonderen Wendepunkten habe ich immer Halt im Glauben gefunden. Dieses Grundvertrauen auf Gott würde ich gern weitergeben.

Stephanie Veith ist seit 2003 Gemeindereferentin in Bad Nauheim; nun hat sie sich unseren Fragen gestellt.

Persönlich: Name, Alter, geboren/aufgewachsen in....

Stephanie Veith, 43 Jahre, Gemeindereferentin von St. Bonifatius in Bad Nauheim, geboren und aufgewachsen in Mainz

 

Wenn Sie nicht Seelsorgerin geworden wären, was wären Sie sonst?

Eigentlich wollte ich Sonderschullehrerin werden, merkte aber während meines FSJ, dass ich das nicht bis zur Rente schaffe. Ansonsten reizt mich immer noch die Idee vom eigenen Buchladen…

Charakterisieren Sie Ihr Aufgabengebiet in höchstens 5 Stichworten.

Sakramentenkatechese (Taufe, Erstkommunion und Firmung), 8 Stunden / Woche Religionsunterricht in Grundschulen, Mitarbeit in den Gremien, gelegentliche Wortgottesdienste, Sternsingeraktion… Ich bin Ansprechpartnerin.

Was ist für Sie persönlich Ihre Berufung?

An besonderen Wendepunkten in meinem Leben, in Krisenzeiten und in Hochphasen, habe ich immer Halt im Glauben gefunden. Dieses Grundvertrauen auf Gott würde ich gern weitergeben.

Wo sehen Sie Ihr persönlichen Stärken?

Offenheit, Zugewandtheit, Gründlichkeit

Was mögen Sie nicht? An sich / an anderen?

Alles auf sich zu beziehen und sich selbst zu sehr in den Mittelpunkt stellen.

Was haben Sie gemacht, bevor Sie ins Dekanat kamen?

Nach dem Abitur absolvierte ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer stationären
Fördereinrichtung für schwerstmehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche, danach studierte ich Praktische Theologie in Mainz. Die zweite Ausbildungsphase verlebte ich in Rheinhessen, danach wurde ich 2003 nach Bad Nauheim gesendet.

Wie erleben Sie die Wetterau?

Ich hätte damals nicht gedacht, dass es mir außerhalb von Mainz so gut gefallen könnte. Die Menschen in der Wetterau begegnen mir in der Mehrzahl freundlich und aufgeschlossen und ich mag die Landschaft.

Was macht Ihnen die größte Mühe?

Mir fällt es schwer, mich zurückzunehmen, geduldig zu sein und zu taktieren.

Was macht ihnen die größte Freude?

Erfolgserlebnisse in der Arbeit, sei es eine gelungene Reli-Stunde oder ein Kommunionkurs, bei dem sich alle wohlfühlen.

Und Bücher!

Wer oder was hat sie geprägt?

Ich erlebte die klassische Kirchenkarriere als Pfadfinderin, Messdienerin usw. Mitarbeit in der pfarrlichen Jugendarbeit und meine Schulzeit in einer kirchlichen Schule. Darüber hinaus die Begegnung mit authentischen Personen, die aus ihrem Glauben heraus handel(te)n.

Zwei Sätze sind mir schon früh  immer wieder begegnet und haben mich getragen: 1. Gott liebt uns vor aller Leistung und trotz aller Schuld. 2. Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand.

Was fasziniert Sie an Jesus Christus?

Seine Bescheidenheit und die Bereitschaft, immer und immer wieder zu vergeben.

Im Mittelalter soll es üblich gewesen sein, dass den Sündern für große Verfehlungen eine wochenlange Fußwallfahrt als Buße aufgetragen wurde. Wohin würden Sie wallfahren?

Das hängt davon ab, wieviel Zeit ich habe und wie groß die Buße ausfällt: fürs Erste nach Fulda, danach vielleicht nach GB und Irland.

Für was müssten Sie Buße tun? Das kläre ich in der Beichte 😉

 

Haben Sie eine große Leidenschaft, z.B. für eine bestimmte Musik, eine Kunstrichtung, Sport, ein Hobby?

Ich könnte in jeder freien Minute lesen. Zudem bin ich gern draußen, beim Laufen oder im Garten. Vor allem gotische Bauten faszinieren mich.

 

Was soll man Ihnen beim Abschied sagen?

Schön, dass du da warst - und für uns da warst.