Advent – Warten und Wartung

Abwarten können

Münster Andreas 2019
Münster Andreas 2019
Fr 29. Nov 2019
Andreas Münster

Der Advent beginnt. Die Zeit der Vorbereitung und des Wartens auf Weihnachten. Als Kind war es schwer, die scheinbar lange Zeit des Advents auszuhalten. Heute scheint es auch vielen Erwachsenen schwer zu fallen, auf etwas zu warten. Man möchte alles sofort haben, und wenn man dann doch auf etwas warten muss, schlägt man die Zeit mit dem Smartphone tot.

Warten und Wartung

Früher hatte das Wort Warten noch stärker die Bedeutung von Ausschau halten, genau beobachten − deswegen gibt es in Frankfurt z. B. die Friedberger Warte, die mit einem Wärter besetzt war. Eine andere Bedeutung von Warten war das Pflegen. Wir kennen es heute noch als Wartung, allerdings verwenden wir den Begriff nicht mehr für Menschen, sondern nur noch für Maschinen. Gemeint ist die Instandhaltung von etwas durch entsprechende Pflege, regelmäßige Überprüfung und Ausführung notwendiger Reparaturen.

Gottesbeziehung

In diesem Sinn schlage ich Ihnen vor: Nutzen Sie die Zeit des Advents doch zur Wartung.  Halten Sie Ihre Persönlichkeit instand, überprüfen Sie Ihre Gottesbeziehung und reparieren Sie ggf. Ihre Freundschaften. Und wer meint, dass zur persönlichen Wartung die Pflege mit Stollen und Glühwein gehört, der soll es genießen. Wichtig ist, dass der Sinn nicht verloren geht. Die Wartung einer Maschine hilft, dass diese weiter gut läuft. Die adventliche Wartung soll dabei helfen, nach Gott in der Welt Ausschau zu halten, so Weihnachten wirklich zu feiern und das darauf folgende Jahr im Einklang mit sich, den Mitmenschen und Gott zu leben. Ich wünsche Ihnen einen er-Wartungs-reichen Advent.

Von Andreas Münster