Drei Wörter: Ernte – Dank – Fest

Patrick Strosche (c) P. Strosche
Patrick Strosche
Sa 5. Okt 2019
Patrick Strosche, Pastoralassistent, kath.Pfarrgruppe Wöllstadt/Rodheim und Dekanatsarbeit

Heute feiern wir in der Kirche das Erntedankfest. Ein ganz schön langes Wort – 13 Buchstaben. Wenn wir dieses lange Wort auseinander nehmen, erhalten wir drei Wörter: Ernte – Dank – Fest.

Heute feiern wir in der Kirche das Erntedankfest. Ein ganz schön langes Wort – 13 Buchstaben. Wenn wir dieses lange Wort auseinander nehmen, erhalten wir drei Wörter: Ernte – Dank – Fest.

Für ein Fest fallen uns sehr schnell viele Beispiele ein: der Geburtstag, das Weihnachtsfest und vieles mehr. Ebenso schnell wird es beim Dank sein. Viele Situationen, in denen wir uns bedankt haben oder uns gedankt wurde, schießen da in den Kopf.

Und heute bedanken wir uns bei Gott. Aber für was? Da sind wir beim ersten Wort: Ernte. Wir feiern ein Fest, in dem wir Gott danke sagen für alles, was wir ernten konnten. Die Erntegaben wie Äpfel, Birnen, Kürbisse, Kartoffeln und vieles mehr, die an diesem Sonntag die Altäre schmücken, wurden jedoch in den wenigsten Fällen noch von den Gottesdienstbesuchern selbst geerntet. Warum feiern wir also dieses Fest, wenn es doch immer weniger mit unserer Lebenswirklichkeit zu tun hat?

Ich glaube, dieses Fest ist aktueller denn je, auch wenn wir selbst immer weniger in der Rolle derjenigen sind, die auf dem Feld oder im Garten Früchte, Obst und Gemüse anbauen und ernten.

Gesundheit, Demokratie, Freunde, Familie, ein Dach über dem Kopf, Bildung und Frieden in unserem Land sind nur einige Schlagworte für die wir sehr dankbar sein können.

Neben den klassischen Erntegaben gibt also noch ganz viele andere Dinge, für die wir Gott danken können an so einem Erntedankfest. Die uns in unserem Alltag wie selbstverständlich begleiten.

Ich lade Sie ein, heute einmal bewusst zu schauen, wo Sie Danke sagen können. Und das auch zu tun. Und so den Tag zu Ihrem ErnteDANKfest machen.