Wichtige Meilensteine in der Dekanatsentwicklung

Dekanatsversammlung trifft wichtige Beschlüsse für das Dekanats Wetterau-West

Schon vorher: Lebhafter Austausch
Schon vorher: Lebhafter Austausch
Datum:
Do 30. Jan 2020
Von:
Andreas Münster

Es war ein gehaltvolles Programm, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Dekanatsversammlung am 29. Januar in Bad Vilbel zu bewältigen hatten. Und man hat es konzentriert und konstruktiv bewältigt, hier ein Überblick:

Nach der Pfarrgemeinderatswahl (November 2019) sind auf den unterschiedlichen Ebenen die Gremien und Räte zu konstituieren. Auf Pfarreiebene ist es Pfarrgemeinderat, Verwaltungsrat und Seelsorgerat; auf Dekanatsebene die Dekanatsversammlung und der Dekanatsrat und danach auf Bistumsebene der Katholikenrat mit dem Diözesanpastoralrat und der Diözesankirchensteuerrat. Was von manchen als „Gremien-Katholizismus“ abgetan wird, ist aber andererseits – und das ist das Entscheidende – ein Zeichen gelebter Demokratie. Am 29. Januar trafen sich die Mitglieder der Dekanatsversammlung, das sind die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte (oder deren Vertreter), die stellvertretenden Vorsitzenden der Verwaltungsräte, die Mitglieder des Dekanatsrats sowie alle Hauptamtlichen im seelsorglichen Dienst.

Die Wahl der Vertreterinnen und Vertreter in den Katholikenrat

Frau Dr. Kerbel, Dekan Wanske und Herr Wilmers beim anschließenden Beglückwünschen
Frau Dr. Kerbel, Dekan Wanske und Herr Wilmers beim anschließenden Beglückwünschen

Das Dekanat Wetterau-West entsendet in den Katholikenrat des Bistums (Link) zwei Vertreter/innen, die von der Dekanatsversammlung gewählt werden. Erfreulicherweise fanden sich dafür 4 Kandidaten und eine Kandidatin. Nach der Vorstellung wählte die Dekanatsversammlung in geheimer Wahl Frau Dr. Sylvia Kerbel (Bad Vilbel – Heilsberg) und Herrn Andreas Wilmers (Friedberg) zu ihren Vertretern. Einen Eindruck vom Glauben und der Persönlichkeit der beiden bekommen Sie in diesem Artikel.

Zusammensetzung des Dekanatsrats

Die Dekanatsversammlung entscheidet außerdem über die Zusammensetzung des Dekanatsrats. Dieser „wirkt … beratend an der Leitung des Dekanats mit“ (Statut der Dekanate § 13). Zum Dekanatsrat gehören laut Statut z. B. die (leitenden) Pfarrer und ehrenamtliche Vertreter der Pfarrgruppen, die gewählten Mitglieder in den Katholikenrat, aber auch Vertreter z. B. der Verbände und der kategorialen Dienste und Einrichtungen wie z. B. der Klinikseelsorge oder der Religionslehrer/innen. Dazu hat die Dekanatsversammlung beschlossen, dass weiterhin eine Vertreterin der Pfarrsekretärinnen und eine der Kita-Leitungen Sitz und Stimme im Dekanatsrat haben. Der Dekanatsrat ist somit eine wichtige Schnittstelle zum Informationsaustauch und zur Beratung in der künftigen Entwicklung der katholischen Kirche in der Wetterau.

Votum zur zukünftigen Pfarreistruktur

Skizze Modell 3
Skizze Modell 3

Der spannendste Tagesordnungspunkt war zweifellos das Votum über die zukünftige Pfarreistruktur im Prozess des Pastoralen Wegs. Das Dekanatsprojektteam hat dazu in mehreren Formaten seit September gearbeitet, für sich in seiner Januarsitzung eine klare Meinung gebildet und diesen den Teilnehmer der Dekanatsversammlung schon vorab zur Verfügung gestellt. Für die Dekanatsversammlung hatte man sich gut vorbereitet, auf anschaulichen Pinnwänden konnten schon beim Reinkommen die drei denkbaren Modelle mitsamt der Vor- und Nachteile betrachtet werden. Die Einzelheiten wurden in einer Präsentation dann dem Plenum ausführlicher erläutert. Nach einer angemessenen und konstruktiven Frage- und Diskussionsrunde kam es zur Abstimmung. Und die Überraschung war groß: Das vorgeschlagene Modell wurde einstimmig ohne Gegenstimmung und ohne Enthaltung angenommen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Bistumsleitung kann damit die weitere Entwicklung des Pastoralen Wegs auf Basis dieses Modells erfolgen. Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zu den Modellen und der Vorgeschichte: "Drei Pfarreien in Wetterau-West"