CREscenDO = crescendo + credo
= wachsend + ich glaube
CRESCENDO: als durchgehendes Wort geschrieben ist „crescendo“ der musikalische Terminus für „lauter werdend", „wachsend". Teilt man dieses Wort in seine einzelnen Silben und lässt die mittlere weg, so erhält man „credo“ – lateinisch „ich glaube".
CREscenDO ist eine Gruppe aus etwa 20 (wegen ständig schwankender Teilnahme nicht genau feststellbar) Sängerinnen und Sängern, die sich der Pflege des neuen geistlichen Liedes verschrieben haben.
Unser großes Repertoire umfasst verschiedene Genre und Stilrichtungen. Es reicht von bekannten Liedern über Kanons, Spirituals, bis hin zu anspruchsvollen, auch klassischen vier- und fünfstimmigen Kompositionen a capella und mit Instrumentalbegleitung.
Dabei haben wir uns ein Ziel gesetzt, dem wir weiterhin treu bleiben sein wollen:
Wir animieren, die Gemeinde zum Mitsingen, wollen neue Lieder unters Volk bringen und hoffen, dass ein wenig von der Freude, die wir beim Musizieren haben, auf die Kirchgänger überspringt.
Wir beteiligen uns an der Mitgestaltung der Gottesdienste im Jahreskreis, musizieren an den Hochfesten Weihnachten und Ostern sowie an Firmung und Erstkommunion. Wir singen an Hochzeiten und Taufen (manchmal auch außerhalb unserer Pfarrei) und bekommen regelmäßig auswärtige Anfragen zum Singen in anderen Gemeinden und bei Jubiläumsveranstaltungen dekanatsweit.
Mittlerweile gibt es einen großen Fundus an selbst komponierten Liedern und Tonaufnahmen. Die meisten gehören zu größeren musikalischen Zyklen. Mit unseren bisher vier „Pop-Oratorien“ sind wir epochal durch verschiedene Bistümer und Bundeländer getourt und haben zahlreiche erfolgreiche Aufführungen erlebt:
„Gestatten, Johannes", eine musikalische Collage über Johannes den Täufer, ist 2006 zum Anlass des 40-jährigen Jubiläums unserer Pfarrgemeinde entstanden.
Gemeinsam mit dem Odenwälder Chor Quo Vadis sind wir ab 2011 mit „Wandlungswege – ein Hochamt“ und ab 2014 mit „Kreuzwege – eine musikalische Meditation“ in verschiedenen Städten aufgetreten.
2017 ist das aktuelle Projekt „Weckrufe – Propheten“ dazugekommen.
2024 gab es ein weiteres Projekt: "Sinnsuche(n)"
Wer nicht dabei war, kann hier nachlesen, wie das Projekt hier in Weiterstadt angekommen ist:
„Was bedeuten die rätselhaften Emojis der Osterkerze?“ - Das mögen sich viele gefragt haben. Die Erklärung dazu folgte mit der Uraufführung der Lieder und Inspirationen des Projekts „Sinnsuche(n) – mit allen Sinnen – Fragen nach Sein, Mensch und Gott“ von (und mit) Stefanie Englert am Sonntag, den 26. Mai 2024 in unserer Pfarrkirche St. Johannes der Täufer. Vorgestellt wurde die Collage durch die Chöre CREscenDO, St. Johannes der Täufer, Weiterstadt, und Quo vadis, St. Johannes der Täufer, Fürth, Maria Himmelfahrt, Krumbach und St. Elisabeth, Rimbach. Ein wahrhaft fulminantes Feuerwerk an Melodien, Rhythmen und Texten in anspruchsvollen, teils ruhigen und tiefgründig-besinnlichen, teils lebhaften, temperamentvollen, ja sogar recht frechen Varianten. Hinter all dem konnte man einen logischen roten Faden und innere Zusammenhänge erkennen Abwechslungsreich gestaltet wurde das Ganze durch instrumentale Darbietungen und Sologesangseinlagen. Nach dem Schlussakkord folgte ein Moment intensiver Stille, bevor sich die Wertschätzung der enormen Leistung in einem begeisterten und langanhaltenden Applaus des Publikums entlud.
Danach beglückwünschte auch Pfarrer Eckstein alle Mitwirkenden zu dieser sehr durchdachten, zutiefst beeindruckenden und gelungenen Präsentation:
Man spüre, dass das Werk nicht auf die Schnelle auf dem Reißbrett heruntergebrochen wurde, sondern über viele Jahre hindurch entstanden sei. So wirke es durch eine große innere Tiefe. Die ältesten Teile sind gut 15 Jahre alt und stammen vom Jahreswechsel 2008/2009.
Es sei heute nur noch wenig präsent, dass, so Martin Heidegger und Joseph Ratzinger/Papst Benedikt XVI., menschliche Vernunft auf zwei Ebenen arbeite: Zum einen gäbe es die berechnende Vernunft, die danach frage, WIE die Dinge funktionieren; und zum anderen die besinnliche Vernunft, die nach dem Sein und dem Wesen der Dinge fragen würde (also nach dem WARUM). Dieses „Oratorium“, wie Pfarrer Eckstein es nannte, bezog sich auf die zweite Ebene und beschrieb musikalisch sehr eindrucksvoll die inneren Prozesse, die man auf der Suche nach Sinn durchlebe. Die Kernbotschaft war, dass wir Sinn nicht konstruieren können, sondern Sinn vorfinden, wenn wir ihn suchen, und dass uns der letzte und höchste Sinn in der Begegnung mit Jesus Christus erwarte.
Es war ein musikalischer Abend, der nachwirkte. Die Kirche war gut besetzt, das Publikum bunt gemischt aus Alt und Jung. Die Chöre beeindruckten durch exakten und sauberen Gesang und eine gute Ausdrucksweise und Betonung – ein Werk wie geschaffen für ein größeres anspruchsvolles Publikum. Pfarrer Eckstein könnte sich gut vorstellen, es auch im Mainzer Dom aufzuführen.
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