Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag. Sie sind eingeladen, Buchsbaum oder ähnliche Zweige mitzubringen, die wir vor dem Gottesdienst segnen werden. Beide Gottesdienste beginnen draußen. Bei der Hl.-Kreuz-Kirche im Pfarrgarten, bei der St.-Stephans-Kirche vor dem Pfarrhaus. Anschließend ziehen wir mit den geweihten Zweigen singend und betend in die jeweilige Kirche. Im Gottesdienst selbst wird die Passion vorgelesen und wir werden damit auf diese für unser Heil so entscheidenden Tage eingestimmt. Traditionell nehmen wir die gesegneten Zweige mit nach Hause und hängen diese hinter das Kreuz als Zeichen des Lebens und der Hoffnung.
Am Gründonnerstag endet mit dem Abendgottesdienst die Fastenzeit. Jetzt beginnen die drei heiligen Tage des Leidens, des Todes und der Auferstehung Jesu, die für unsere Erlösung entscheidend sind. Wir erinnern uns sozusagen an die Quelle, das Fundament unseres Glaubens und Lebens. In der Liturgie werden die drei Tage zu einer Feier zusammengefasst; aus diesem Grund entfallen der Segen und Entlassungsruf im Gründonnerstags-Gottesdienst sowie am Karfreitag.
Erst in der Osternacht endet dieses heilige Spiel, wenn es im Gedenken der Auferstehung Jesu und der damit verbundenen Erlösung von uns Menschen seinen Höhepunkt erreicht.
Der Gründonnerstag selbst ist gekennzeichnet durch das „letzte Abendmahl mit Jesus“ und beginnt mit einer Eucharistiefeier in der Hl.-Kreuz-Kirche. Nach dem Gottesdienst findet eine stille Gebetsstunde vor dem ausgesetzten Allerheiligsten statt. Die Liturgie endet mit der sogenannten Ölbergstunde, die von 22:00 Uhr bis 23:00 Uhr dauert.
Die Ölbergstunde erinnert an die Worte Jesu, die er seinen Jüngern im Garten Gethsemane gesagt hat: „Könnt ihr nicht wenigstens eine Stunde mit mir wachen und beten“?