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Gottes Wort zum Bibelsonntag

Wort-Gottes-Feier am 25.1.2026
„Welches Land ist auf keiner Landkarte verzeichnet?“ – damit begann die Lesepredigt von Mirjam Amthor zur Wort-Gottes-Feier in St. Johannes der Täufer, Weiterstadt, am 25. Januar.
Datum:
25. Jan. 2026
Von:
Maria Lorenz
Wort-Gottes-Feier am 25.1.2026

Wort-Gottes-Feiern sind Gottesdienste, die von ausgebildeten und dafür beauftragten Laien gefeiert werden, wenn kein Priester da ist. Es ist ein großer Segen, dass sich drei Personen aus unserer Gemeinde dieser Ausbildung unterzogen haben und im Herbst 2024 in diesen Dienst eingeführt wurden: Mirjam Amthor, Christine und Dr. Matthias Wünsch. Wort-Gottes-Feiern sind eine wertvolle liturgische Praxis, die den Glauben stärken und eine Gemeinde tragen können – und die auch gut angenommen werden, wie die gut gefüllte Kirche am vergangenen Sonntag zeigte.

Diese Art Feier wurde vom 2. Vatikanischen Konzil empfohlen, um die Bedeutung von Gottes Wort in der Liturgie hervorzuheben. Das hat für den Gottesdienst am 25. Januar gut gepasst, da er auf den Bibelsonntag als Abschluss der ökumenischen Woche für die Einheit der Christen fiel. Die große aufgeschlagene Bibel vor dem Altar verdeutlichte das.

Zurück zum Evangelium und der Lesepredigt: Nach seiner Taufe und der Verhaftung Johannes‘ des Täufers kehrt Jesus in seine Heimat zurück - allerdings nicht zu seiner Familie nach Nazareth, sondern nach Kapharnaum am See Genezareth. Der Evangelist Matthäus beschreibt die geografische Lage genauestens: „Das Land Sébulon und das Land Náftali, das Gebiet jenseits des Jordans, das heidnische Galiläa: Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen.“ - Damit erfüllt sich eine Prophezeiung aus dem Buch Jesaja. Die Menschen, denen vor Jahrhunderten so viel Leid geschah, wurde nun viel Segen zuteil. Es ist nicht nur für Jesus ein Neuanfang, sondern auch für vier Menschen, die er am See von Galiläa in seine Nachfolge ruft: für Simon, seinen Bruder Andreas und die beiden Söhne des Zebedäus, Johannes und Jakobus. Für diese Vier ist es kein langwieriger Entscheidungsprozess, sondern ein sofortiger Entschluss: Ähnlich wie Jesus richten sie ihr Leben radikal neu aus, weil sie in ihm vom ersten Augenblick an den Retter und Erlöser, den Heiland sehen. Das Wort Heiland besteht aus den zwei Wörtern Heil und Land. Somit fehlt kein Land auf der Landkarte, sondern Jesus ist auch unser Heiland. Er ist unser Herr und Erlöser Jesus Christus: eine Richtschnur, ein helles Licht, das unserem Leben Orientierung und Halt gibt.

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