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Predigt vom Fastnachtssonntag 2026, dem 15. Februar - 6. So. i.J. (A)

Fastnachtspredigt 2026 von Pfarrer Eckstein
Ihr Christenleut, es ist so weit, wir haben wieder Fastnachtszeit.
Datum:
17. Feb. 2026
Von:
Dr. Peter Eckstein

Evangelium nach Lukas, 5, 17-37

Und es schadet uns mitnichten,

in einer Predigt auch zu dichten.

Noch niemand hat sich da beschwert

und es wird auch zugehört.

 

Heute im Evangelium

hör'n wir von Christi Publikum,

die von Jesus wissen wollten,

wie sie im Alltag leben sollten,

um Glück und Segen zu erfahren

und Wertvolles sich zu bewahren.

 

Will man sein Leben gut gestalten,

da muss man sich an Regeln halten.

Wer meint, das gelte für ihn nicht,

gerät bald aus dem Gleichgewicht.

 

Wo Rücksicht, Wahrheit nicht mehr gilt,

da wird das Umfeld sehr schnell wild.

Was Freiheit sein sollt, wird Verrohung,

was Glück sein sollt, wird zur Bedrohung.

Es wird gemobbt, es wird betrogen

und dann regiert der Ellenbogen.

 

Ob im Moment nicht unsere Welt,

g'rad deshalb auseinanderfällt?

Denn vieles wird nicht mehr geschützt

wenn gut nur sein soll, was mir nützt.

 

Ein Mensch, der orientierungslos,

wird seine Menschlichkeit bald los.

Weil sich an seine Ferse heften,

Ideen von radikalen Kräften.

 

Die schlicht und einfach davon leben,

simple Antworten zu geben,

auch für vielschichtiges Geschehen,

von dem sie halt nicht viel verstehen.

Und unbegrenzt ist nur ihr Können

Sündenböcke zu benennen.

 

Doch mit Parolen, gerad' von Bösen,

kann man keine Probleme lösen.

 

Wer rechts und links geht an die Ränder,

dem fehlt sehr schnell bald das Geländer

Wo jede Mäßigung abprallt,

da findet man auch keinen Halt

 

Extremisten wollen Macht,

allein darauf sind sie bedacht,

von ihr wollen sie nicht mehr weichen

und gehen dabei auch über Leichen.

Und wenn die Lage sich verschlimmert

das Wohl des Volkes sie nicht kümmert,

 

Hass und Gewalt, man sieht es klar,

durchziehen g'rad die USA,

wo man verbal die Messer wetzt

und lautstark gegen andre hetzt,

nur weil die, deshalb das Gekläff',

anders denken als der „Chef“,

der gerade, aller Welt zum Graus

residiert im Weißen Haus.

Der wird g'rad, zum Entsetzen vieler,

zum weltweit allergrößten Dealer.

 

Doch wäre es ziemlich vermessen,

wollten wir Putin hier vergessen.

Den interessiert schon gar nicht mehr,

was gerecht und menschlich wär'.

Der bombardiert mit seinen Drohnen,

alles, wo nur Menschen wohnen.

Ob Kinder, Alte oder Kranke,

Gewalt kennt bei ihm keine Schranke.

Den Schwachen ist er ein Verächter

und lügen tut er immer schlechter.

Wer da noch ist „Putinversteher“,

ist einfach nur ein Rechtsverdreher.

 

Europa wird von ihm gemobbt,

es hat ihn halt auch spät gestoppt.

Wenn' s jetzt nicht Einigkeit beweist,

die Welt auf ganz Europa … - keine Rücksicht mehr nimmt.

Es muss nun doppelt schnell agieren,

und darf den Kopf jetzt nicht verlieren.

 

Doch, jenseits von der großen Welt,

wie ist es denn um uns bestellt?

Wie viele miteinander sprechen,

bereitet mir schon Kopfzerbrechen,

denn mächtig wuchert die Gewalt,

in Wort, in Tat, und das eiskalt.

 

Ihr fragt mich: Was ist los? -

Der Zuhörwille ist klein,

die Empörungsbereitschaft groß.

 

Wir lebten viel mehr unbeschwert,

wäre es doch umgekehrt!

Deshalb, so sagt ein Wort des Herren,

soll man den Anfängen schon wehren.

Das Böse, ja man weiß schon wie,

das startet in der Phantasie.

Denn die Art, in der wir denken,

tut dann auch unsere Schritte lenken.

Zunächst ganz unscheinbar und klein,

doch nach und nach gräbt es sich ein.

Und stoppt man's nicht, wird der Charakter

leider immer abgewrackter.

Schlussendlich mündet das Geschehen

in das, was wir im Fernseh'n sehen.

 

Das, was uns der Herr verkündet,

schenkt Glück, wie man es sonst nicht findet.

Ein Friede, der nicht innerlich,

der ist in Wahrheit kümmerlich.

Nirgendwo kann man ihn kaufen,

auch die nicht, die im Geld ersaufen.

Und man würde ziemlich spinnen,

wollt man ihn durch Gewalt gewinnen.

 

Nur allein die inn're Haltung, -

die bringt das Beste zur Entfaltung.

 

Vielleicht bringt uns das Fastnachtslachen

dazu, es einfach mal zu machen,

so wie es der Herr Jesus lehrt -

das wäre wirklich nicht verkehrt.

Und es könnte gar gelingen,

mehr Himmel auf die Welt zu bringen.

Denn das Reich Gottes wirkt bereits

schon hier  - und nicht erst im Jenseits

So manches könnten wir bewegen -

Amen, Helau und Gottes Segen.