Unsere Osterkerze 2026 – und was sie sagt

Sie ist das Symbol schlechthin für dieses hohe Fest.

Schon die Größe dieser Kerze drückt etwas aus. In der alttestamentlichen Lesung vom Durchzug durch das Schilfmeer hören wir, dass Gott seinem Volk in einer Feuer- und Wolkensäule voranzog und es vor der Vernichtung rettete. Dafür steht die Kerze und das muss sich deshalb auch in ihrer Größe abbilden. Für uns Christen ist sie darüber hinaus ein Sinnbild für den auferstandenen Christus. Er ist derselbe, den man zwei Tage zuvor gekreuzigt hat und den seine Jünger noch immer an seinen Wundmalen erkennen können. Beide Zeichen finden wir auf der Kerze. Sie sind nicht zu übersehen.
Zusätzlich hat die Osterkerze dieses Jahres noch ein paar Besonderheiten. Kennern dürfte schon aufgefallen sein: Alpha (Α) und Omega (Ώ), die beiden griechischen Buchstaben für Anfang und Ende, sind vertauscht. Das Ende - Omega - ist diesmal oben. Damit bekommt die Kerze etwas Umstürzlerisches. Aber ist nicht auch Ostern ein Umsturz? Aus einem Ende wird ein neuer Anfang. Aus dem Tod am Kreuz wird ewiges Leben.
Auch in unserem Pastoralraum geht in diesem Jahr etwas zu Ende

Die beiden Pfarreien St. Marien (Griesheim) und St. Johannes der Täufer (Weiterstadt) geben ihre juristische Selbständigkeit zugunsten einer neuen gemeinsamen Pfarrei auf.
So sehen wir unter dem Omega noch einmal die beiden Altpatrone: Johannes den Täufer....

... und Maria.

Über Johannes ist dessen Vater Zacharias beim Rauchopferaltar zu sehen, wo ihm die Geburt seines Sohnes angekündigt wurde. Auch Maria wurde die Geburt ihres Sohnes angekündigt – zuhause in Nazaret. Beide Botschaften wurden, so weiß es die Bibel, vom Erzengel Gabriel überbracht.

Jesus selbst sehen wir direkt unter dem Querbalken. Wenn wir uns die Kerze als Person vorstellen, wäre er auf der linken Seite der Kerze – der Herzensseite – abgebildet. Jesus wird das Herz auch der neuen Pfarrei bleiben!
Neuer Pfarrpatron

Fast ganz unten sehen wir übergroß den neuen Pfarrpatron schon auf dem Weg zur Mittelachse, der neuen Verbindungslinie beider Gemeinden. Als Bote Gottes, der im Lebenshintergrund der beiden ehemaligen Pfarrpatrone eine bedeutende Rolle spielte, verbindet dieser Erzengel beide Gemeinden auf eine besondere Weise. Der Weg, den er begleitet, mündet in ein Alpha, in einen neuen Anfang. Daneben finden wir zwei Jahresangaben: 2026, das Jahr, in dem wir stehen, und – kleiner - das Jahr 2027, das Jahr der gemeinsamen Pfarreiwerdung.

Über allem steht ein Licht. Dieses Licht ist nicht unseres. Es kommt von Christus, der unseren gemeinsamen Weg auch weiter erleuchtet. In dieses Licht wollen wir uns immer mehr hineinbegeben. Dann finden wir immer mehr zur Mitte - und zueinander.