Aschermittwoch


Die Asche, die für das Ritual verwendet wird, stammt von verbrannten Palmzweigen des Vorjahres und wird mit Weihwasser besprengt. Während der Zeremonie zeichnet der Priester oder Diakon den Gläubigen ein Kreuz aus Asche auf die Stirn und spricht dabei Worte wie: „Bedenke Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“ oder „Bekehrt Euch und glaubt an das Evangelium“. Das Aschekreuz ist ein Zeichen für die eigene Vergänglichkeit und dafür, dass Altes vergehen muss, damit Neues entstehen kann.
Mit dem Empfang des Aschekreuzes zeigen wir Christen unsere Bereitschaft zur Umkehr und Buße. Gleichzeitig bekennen wir unseren Glauben daran, dass Kreuz und Tod nicht das Ende bedeuten, sondern vielmehr der Beginn eines neuen, ewigen Lebens bei Gott.
Die Tradition des Aschermittwochs hat auch Eingang in verschiedene Redewendungen des Alltags gefunden, wie zum Beispiel „In Sack und Asche gehen“ oder „Asche auf mein Haupt“.
Impuls zum Aschermittwoch
Asche aufs Haupt
Jetzt mal Asche aufs Haupt
und Klartext reden:
Der leeren Worte sind genug.
Jetzt mal Asche aufs Haupt
und Ruhe finden:
Der lauten Tage sind genug.
Jetzt mal Asche aufs Haupt
und Friede sein:
Der Kriege weltweit sind genug.
Jetzt mal Asche aufs Haupt
und Veränderung wagen:
Der alten Zöpfe sind genug.
Jetzt mal Asche aufs Haupt
und Segen leben:
Der göttlichen Kräfte sind genug.
Jetzt mal Asche aufs Haupt
und Hand aufs Herz:
Umkehren geht.
Jörg Nottebaum, Misereor, In: Pfarrbriefservice.de