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Grebenhain | Rückblick:Fronleichnam 2026

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“ (1 Kor 13,13)
Datum:
Mo. 8. Juni 2026
Von:
Giuseppe Marcario

„Glaube, Liebe und Hoffnung“ – ein Weg, den wir gemeinsam gehen

Auch in diesem Jahr durften wir mit großer Freude, tiefer Dankbarkeit und viel Liebe zum Detail die Blumenteppiche für das Hochfest Fronleichnam vorbereiten. Aus unzähligen Blüten, aus vielen fleißigen Händen und aus einer lebendigen Gemeinschaft heraus entstanden Bilder, die weit mehr sind als vergängliche Kunstwerke. Sie sind Ausdruck unseres Glaubens, unserer Hoffnung und unserer Liebe zu Christus, der uns auf unserem Lebensweg begleitet und uns in der Eucharistie ganz nahe ist.

Ein ganz besonderer Herzensgruß gilt dabei unseren Kindern und Jugendlichen. Der Wunsch der Jugend lautete „Glaube, Liebe und Hoffnung“ – diese drei Worte, die unser christliches Leben tragen und die gerade in unserer Zeit nichts von ihrer Bedeutung verloren haben, bei der Gestaltung mit aufzunehmen. Mit Freude haben alle diesen Wunsch umgesetzt und daraus ein Zeichen entstehen lassen, das von Zuversicht und Vertrauen erzählt. Den Teppich mit dem Herz vor dem Jugendheim – ihrem „Haus“ – haben die Kinder mit viel Freude und großer Begeisterung eigenständig gestaltet. Es war schön zu erleben, mit wie viel Ernsthaftigkeit, Kreativität und Liebe sie an dieses Werk herangegangen sind. Sie wollten bewusst auf Fotos während des Legens verzichten und ihr Bild in aller Ruhe und ganz für sich entstehen lassen. Diesen Wunsch haben wir selbstverständlich respektiert, denn manchmal entstehen die schönsten Dinge gerade in der Stille und in der Freude des gemeinsamen Tuns. Umso mehr erfüllt es uns mit Dankbarkeit, dass unsere jungen Menschen diese schöne Tradition mittragen und ihr auf ganz eigene Weise Leben schenken.

Ein weiterer Blumenteppich entstand in der Kirche. Gestaltet von Familie Scholtes. Für sie waren diese Stunden etwas ganz Besonderes. Inmitten aller Vorbereitungen durfte sie dort einen Ort der Ruhe, des Innehaltens und der Erholung finden. Es waren kostbare Momente, die Kraft schenkten und Raum gaben, die Gedanken auf das Wesentliche zu richten.

Ein dritter Blumenteppich entstand auf der Pfarrwiese durch engagierte Gemeindemitglieder. Mit großer Sorgfalt und viel Liebe gestalteten die Helferinnen und Helfer ein weiteres Zeichen des Glaubens und der Gemeinschaft. Dort, unter freiem Himmel, wurde nach dem Festgottesdienst in der Kirche und der anschließenden Prozession auch der Abschlusssegen gespendet.

Gerade zu diesem Anlass wird sichtbar, wie lebendig unsere Pfarrgemeinde ist: Menschen unterschiedlichen Alters kamen zusammen, brachten ihre Talente ein und schufen gemeinsam einen würdigen Rahmen für die Feier der Heiligen Eucharistie. Der kunstvoll gelegte Teppich auf der Pfarrwiese wurde so zu einem sichtbaren Ausdruck dessen, was Fronleichnam ausmacht – die Gegenwart Christi mitten unter den Menschen

 

Wenn wir an Fronleichnam in feierlicher Prozession durch unsere Straßen ziehen und unseren Herrn im Allerheiligsten begleiten, dann bekennen wir nicht nur unseren Glauben, sondern bringen ihn hinaus in die Welt. Die Blumenteppiche werden dabei zu einem stillen Lobpreis, zu einem sichtbaren Zeichen unserer Verehrung und zu einem Ausdruck jener tiefen Freude, mit der wir Christus begegnen dürfen. Es ist ein bewegendes Bild, wenn die Monstranz über die liebevoll geschmückten Wege getragen wird und sich Gebet, Gesang und Gemeinschaft zu einem großen Fest des Glaubens verbinden.

Gerade in einer Zeit, in der vieles von Unruhe und Unsicherheit geprägt ist, sind solche Momente von unschätzbarem Wert. Sie erinnern uns daran, dass wir nicht alleine unterwegs sind, sondern als Gemeinde und Gemeinschaft miteinander und füreinander auf dem Weg sind. Die vergängliche Schönheit der Blumen verweist dabei auf die bleibende Schönheit des Glaubens und auf die Hoffnung, die Gott uns schenkt.

Von Herzen sagen wir allen, die zum Gelingen unseres Fronleichnamsfestes beigetragen haben, ein aufrichtiges und herzliches Vergelt's Gott. Unser Dank gilt Pfarrer Kleespies für seine Begleitung und die feierliche Gestaltung dieses Festtages. Ebenso danken wir besonders allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen beigetragen haben: Ottmar Scholtes und Klaus Gabriel bereiteten die Prozessionsstrecke vor und stellten die Fahnen auf, Margaretha Gabriel gestaltete mit viel Liebe die Blumensträuße, und Leni und Melanie Scholtes sammelten gemeinsam die Blumen für die Teppiche. Dabei durften wir auf die großzügige Unterstützung zahlreicher Gemeindemitglieder sowie der Gärtnerei Weis in Herbstein zählen, die uns mit Blumenspenden unterstützt haben. Danke für jede helfende Hand, jede Spende, die aufgewendete Zeit und das große Engagement, durch das unsere Fronleichnamsfeier zu einem sichtbaren Zeichen lebendiger Gemeinschaft, gelebten Glaubens und herzlicher Verbundenheit werden konnte. Vergelt's Gott!

Glaube, Liebe und Hoffnung.

 

Bilderserie

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