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Visitation:Abschlussgottesdienst der bischöflichen Visitation

Bischof Kohlgraf
„Jesus ist der gute Hirte, der Eingang zum neuen Leben.“ Jesus kennt jeden Einzelnen, ruft beim Namen und führt in ein Leben, das von Hoffnung und Zuversicht getragen ist.
Datum:
16. Mai 2026
Von:
Giuseppe Marcario

Abschlussgottesdienst der bischöflichen Visitation

Mit einem feierlichen Gottesdienst fand die bischöfliche Visitation ihren würdigen Abschluss. Gemeinsam mit unserem Bischof versammelte sich die Gemeinde, um auf eine intensive Zeit der Begegnung, des Austauschs und der geistlichen Impulse zurückzublicken.

 Unter dem Leitthema „Jesus ist der gute Hirte, der Eingang zum neuen Leben.“ wurde deutlich, wie sehr der Glaube von Vertrauen und Beziehung lebt. In der Predigt wurde das Bild vom guten Hirten eindrücklich entfaltet: Jesus kennt jeden Einzelnen, ruft beim Namen und führt in ein Leben, das von Hoffnung und Zuversicht getragen ist.

Der Bischof griff dieses Bild eindrücklich auf und betonte in einem persönlichen Moment: „Auch ich bin ein Schaf.“ Damit machte er deutlich, dass alle Gläubigen – unabhängig von ihrer Aufgabe in der Kirche – gleichermaßen auf die Führung Christi angewiesen sind und aus dieser Beziehung ihre Kraft schöpfen. 

Zugleich wurde die Rolle der Gläubigen als Teil der Herde neu in den Blick genommen – eingeladen, sich führen zu lassen, Gemeinschaft zu leben und sich immer wieder neu auf Gottes Weg einzulassen.

Der Gottesdienst war geprägt von einer dichten, getragenen Atmosphäre, von Dankbarkeit für die vergangenen Wochen und von Ermutigung für die Zukunft unseres Pastoralraumes. Die Visitation hat Spuren hinterlassen – im persönlichen Glauben ebenso wie im gemeinsamen Miteinander.

Ein besonderer Moment des Gottesdienstes war die Ehrung und Einführung von Messdienerinnen und Messdienern aus Herbstein und Lauterbach. Durch das Umhängen eines Kreuzes wurden sie sichtbar in ihren Dienst aufgenommen und für ihre Bereitschaft gewürdigt. Auch die Messdiener aus Grebenhain erfuhren den ausdrücklichen Dank des Bischofs: Mit dem Überreichen des Kreuzes dankte er ihnen für ihren bereits geleisteten Dienst und ermutigte sie, diesen wertvollen Einsatz weiterhin mit Freude auszuüben – ein Dienst, den auch er selbst einst innehatte.

Wir danken allen, die diese Zeit mitgestaltet haben, und nehmen die Impulse gestärkt mit in unseren Alltag.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Beisammensein in das Bruder-Konrad-Haus eingeladen. Die Gemeindemitglieder des Pastoralraums hießen den Bischof und die Gäste herzlich willkommen. Die Gastgeber aus Herbstein sorgten mit Canapés, Horsd’œuvre und Getränken für einen gelungenen Ausklang in freundlicher und offener Atmosphäre.

Die Bürgermeisterin von Herbstein begrüßt den Bischof herzlich und richtet ihre Worte zugleich stellvertretend für ihre ebenfalls eingeladenen Amtskollegen aus Lautertal und Ulrichstein an ihn. Sie bringt ihre Freude über den Besuch und die damit verbundene Wertschätzung für die Region zum Ausdruck.

In ihren Ausführungen betont sie, dass im Pastoralraum – unabhängig davon, ob katholisch oder evangelisch – vor allem die Gemeinschaft der Christen im Mittelpunkt stehen sollte. Entscheidend sei ein von Respekt und Offenheit getragenes Zusammenleben, das durch gegenseitiges Verständnis sowie ein gelebtes Miteinander und Füreinander geprägt ist. 

Als anschauliches Beispiel für ein gelingendes interkonfessionelles Miteinander verweist sie auf die vielen konfessionsverbindenden Ehen. Gerade im familiären Umfeld zeige sich, wie unterschiedliche konfessionelle Prägungen harmonisch zusammengeführt werden können und wie bereichernd dieser Austausch für alle Beteiligten sei. Diese Form des respektvollen und verbindenden Zusammenlebens wünsche sie sich in gleicher Weise auch für die Zusammenarbeit der christlichen Kirchen im gesamten Pastoralraum.

 Zugleich hebt sie hervor, dass dieser Gedanke bereits an vielen Stellen gelebt werde. Dennoch gebe es weiterhin Potenzial, das gemeinsame Wirken zu intensivieren und die bestehenden Verbindungen weiter zu stärken.

 Abschließend spricht die Bürgermeisterin dem Bischof ihren herzlichen Dank für den feierlichen Gottesdienst sowie für die Zeit und die persönliche Zuwendung aus, die er an diesem Sonntag der Stadt Herbstein und ihren Bürgerinnen und Bürgern schenkt.

Die Visitation bleibt als Zeit der Begegnung, des Austauschs und der geistlichen Stärkung in guter Erinnerung.

Abschlussgottesdienst der bischöflichen Visitation

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