Zum Inhalt springen

Freiensteinau:Nachlese - Weltgebetstag 2026

Weltgebetstag 2026 in Freiensteinau Bild 3
Den diesjährigen ökumenischen Weltgebetstag haben wir am ersten Freitag im März in der Evangelischen Kirche in Freiensteinau gefeiert. So viele Frauen wie schon lange nicht mehr sind unserer Einladung gefolgt.
Datum:
19. Mai 2026
Von:
Sylvia Puchert, Pfarrerin i. R.

Kommt! Bringt eure Last.

Weltgebetstag 2026: Nachlese zum ökumenischen Gottesdienst in Freiensteinau

 

Den diesjährigen ökumenischen Weltgebetstag haben wir am ersten Freitag im März in der Evangelischen Kirche in Freiensteinau gefeiert. So viele Frauen wie schon lange nicht mehr sind unserer Einladung gefolgt.

Gemeinsam mit Menschen in über 150 Ländern der Erde konnten wir den Weltgebetstag der Frauen aus Nigeria feiern. „Kommt! Bringt eure Last.“ lautete ihr hoffnungsvolles Motto, angelehnt an das Matthäusevangelium.

Deshalb begann auch unser Gottesdienst mit dem symbolischen Ablegen von Lasten.

In vielen Liedern, unterstützt von Heike Lang und Günther Plefka, einem kurzen Film über Nigeria und dem Teilhaben am Schicksal einiger nigerianischer Frauen entfaltete sich ein berührender und hoffnungsvoller Gottesdienst.

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas – vielfältig, dynamisch und voller Kontraste. Mit über 230 Millionen Menschen vereint der „afrikanische Riese“ über 250 Ethnien mit mehr als 500 gesprochenen Sprachen. Die drei größten Ethnien sind Yoruba, Igbo und Hausa, aufgeteilt in den muslimisch geprägten Norden und den christlichen Süden. Außerdem hat Nigeria eine der jüngsten Bevölkerungen weltweit, nur 3% sind über 65 Jahre alt. Dank der Öl-Industrie ist das Land wirtschaftlich stark, mit boomender Film- und Musikindustrie. Reichtum und Macht sind jedoch sehr ungleich verteilt.

Hoffnung schenkt vielen Menschen in dieser Situation ihr Glaube. Diese Hoffnung teilen uns christliche Frauen aus Nigeria mit – in Gebeten, Liedern und berührenden Lebensgeschichten. Sie berichten vom Mut alleinerziehender Mütter, von Stärke durch Gemeinschaft, vom Glauben inmitten der Angst und von der Kraft, selbst unter schwersten Bedingungen durchzuhalten und weiterzumachen.

Auch in unserem Gottesdienst haben wir die Stimmen aus Nigeria gehört. Wir konnten uns von ihrer Stärke inspirieren lassen und unsere eigenen Lasten vor Gott bringen. Es ist eine Einladung zur Solidarität, zum Gebet und zur Hoffnung. Seid willkommen, wie ihr seid.

So klang der Abend im Gemeindehaus bei leckeren nigerianischen Gerichten in fröhlichem Beisammensein und guter Gemeinschaft aus.

Weltgebetstag in Bildern

4 Bilder