Zum Inhalt springen

Erstkommunion

Bild Erstkommunion MHK

Die Erstkommunion ist ein wichtiger Schritt im Glaubensleben eines Kindes. In der Eucharistie empfangen die Kinder zum ersten Mal den Leib und das Blut Christi und erfahren so die besondere Nähe Gottes und die Gemeinschaft mit der Kirche.

Für die Erstkommunionvorbereitung gibt es im gesamten Pastoralraum Heusenstamm–Dietzenbach ein gemeinsames Konzept mit gemeinsamen Katechet*innenstunden. Die Gruppenstunden für die Kommunionkinder werden möglichst wohnortnah in den Kirchorten angeboten, sodass die Kinder ihre Gemeinde als vertrauten Raum erleben können.

Der erste Kontakt erfolgt durch eine Einladung an alle Eltern der dritten Klassen der Grundschulen zu einem Elternabend nach den Sommerferien. Dieser Elternabend dient dazu, den Eltern das Sakrament näherzubringen und zugleich neue Katechetinnen zu gewinnen. Besonders wertvoll ist es, wenn erfahrene Katechetinnen von ihren positiven Erlebnissen berichten und den zeitlichen Umfang der Aufgabe konkret darstellen. Nach Möglichkeit werden gemischte Teams aus neuen und erfahrenen Katechet*innen gebildet, wobei sowohl Väter als auch Mütter angesprochen werden.

Die Vorbereitung umfasst etwa zwölf Gruppenstunden, die durch rund sieben Katechet*innentreffen begleitet werden. Jede Gruppenstunde beginnt mit einer kurzen Zeit in der Kirche, die von Hauptamtlichen gestaltet wird, und wird anschließend im Gruppenraum mit den Katechetinnen fortgesetzt. Dort haben die Kinder Gelegenheit, mit Materialien, Arbeitsblättern und Rollenspielen die Inhalte zu vertiefen. Die Kinder werden in Gruppen von sieben bis elf Teilnehmern eingeteilt und treffen sich wöchentlich. Meist erfolgt die Einteilung nach Kirchort, bei Bedarf können auch gemischte Gruppen gebildet werden.

Ein Entwicklungsfeld ist die Beteiligung der Eltern. Derzeit bringen sie ihre Kinder lediglich zu den Gruppenstunden und Gottesdiensten. Zukünftig sollen niederschwellige Angebote für Eltern geschaffen werden, etwa thematische Gottesdienste oder gezielte Einladungen zu Schulgottesdiensten. Jede Kommuniongruppe soll zudem mindestens einmal in der Vorbereitungszeit in den sonntäglichen Gottesdienst eingebunden werden, etwa durch Fürbitten. Nach dem Gottesdienst kann ein gemeinsames Treffen bei Kaffee und Kuchen die Verbindung zur Gemeinde stärken. Auch das Ende der Gruppenstunden könnte gemeinsam mit den Eltern gestaltet werden, um den Gemeinschaftsaspekt zu vertiefen. Eine weitere Option ist die Nutzung einer neuen „App für Erstkommunion-Familien“, die derzeit entwickelt wird.
Alle drei bis vier Wochen treffen sich die Katechet*innen, um die nächsten Stunden vorzubereiten, Erfahrungen auszutauschen und sich über die Gruppenarbeit zu beraten. Ergänzend ist ein gemeinsames Wochenende oder eine Übernachtung im Pfarrheim vorgesehen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile: Während ein Wochenende kleinere Gruppen und intensivere Betreuung ermöglicht, bietet eine Übernachtung die Chance, Kinder auch dann teilnehmen zu lassen, wenn sie abends abgeholt und morgens wiedergebracht werden.
Die Feier der Erstkommunion selbst findet traditionell um den Weißen Sonntag statt. Derzeit gibt es drei Kommuniongottesdienste: einen in Dietzenbach, St. Martin sowie zwei in Heusenstamm, in Maria Himmelskron und St. Cäcilia.

Auch nach der Erstkommunion gibt es Angebote, die den Kindern den weiteren Weg im Glauben eröffnen. Dazu gehören Schulgottesdienste, die Möglichkeit zur Mitwirkung in der Kinderschola oder der Einstieg als Ministrant. Schon während der Vorbereitung können Kinder durch ein „Mit-Dienen“ im Gottesdienst erste Erfahrungen sammeln. Wünschenswert ist zudem ein E-Mail-Verteiler, um Familien über Aktionen zu informieren, zu Gottesdiensten und Prozessionen einzuladen und die Kinder in weitere Angebote wie Sternsingeraktion, Krippenspiel oder Veranstaltungen der Katholischen Jugend Heusenstamm einzubinden. Auch Ausflüge, etwa zum Mainzer Dom oder eine Kirchenführung in St. Cäcilia, können helfen, den Kontakt mit den Familien nach der Erstkommunion lebendig zu halten.