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Pfarrei Heilige Katherina von Siena, Heusenstamm-Dietzenbach und Ihre Kirchen

LOGO Hl. Katharina von Siena

Mit dem Gründungsgottesdienst am 25. Januar 2026 werden aus der Pfarrgruppe Heusenstamm mit Maria Himmelskron, St. Cäcilia sowie
Mariä Opferung und der Pfarrgemeinde St. Martin in Dietzenbach zwei Gemeinden: Heusenstamm und Dietzenbach. Und diese bilden unsere Pfarrei Heilige Katharina von Siena Heusenstamm-Dietzenbach. Das hört sich vielleicht noch sperrig und kompliziert an, wichtiger als die Struktur unsrer neuen Pfarrei ist aber, dass das Glaubensleben vor Ort weitergehen wird. Und das haben wir vielen engagierten Menschen zu verdanken, Menschen, die bereit waren und sind, über den eigenen Kirchturm hinauszublicken, die sich in zahllosen Beratungen vom ersten Kennenlernen der beiden Gemeinden bis hin zu einer Fusion bereichernd eingebracht haben. Es war eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Nun ist es an uns allen, an unsrer neuen Pfarrei weiterzuarbeiten, in dem Sinne, wie es der 1. Petrusbrief sagt:

„Lasst euch selbst als lebendige Steine zu einem geistigen Haus erbauen“ (1 Petr 2,5).

 

St. Cäcilia

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Die älteste der vier Kirchen der neuen Pfarrei ist die 1756 geweihte Barockkirche St. Cäcilia.

Auf Wunsch der Gräfin Maria Theresia von Schönborn und nach vehementer Überzeugungsarbeit bei ihrer vermögenden Verwandtschaft in Würzburg wurde der Architekt Balthasar Neumann mit der Planung eines Gotteshauses in Heusenstamm als standesgemäße Begräbnisstätte für die Grafen von Schönborn beauftragt. Eine an dieser Stelle stehende alte Dorfkirche konnte mit Hilfe der Dorfbewohner im April 1739 abgerissenwerden.
Die junge Gräfin überwachte die Baumaßnahmen und übernahm auch später die Auswahl der Motive der drei großen Deckengemälde.
Zweihundert Jahre war St. Cäcilia die einzige Kirche für alle katholischen Christinnen und Christen in Heusenstamm.
Nach Gründung des Fördervereins Balthasar-Neumann-Heusenstamm e. V. konnte die denkmalgeschützte Kirche 1998 saniert und alle Deckengemälde des Barockmalers Christoph Thomas Scheffler restauriert werden.


Kirchenführungen buchbar unter: Aktuelles - Förderverein Balthasar-Neumann-Heusenstamm e.V. 
Dort können Sie auch Mitglied werden in unserem Föderverein. 

Sankt Cäcilia wurde am 19.09.1756 durch Weihbischof Christoph Nebel geweiht.

Mariä Opferung

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Zum ersten Mal in der Geschichte von Rembrücken wurde 1756 eine Kirche gebaut. Dieses Gotteshaus wurde „Alte Kapelle“ genannt, vermutlich weil die Steine dafür aus der alten Wallfahrtskapelle von der Liebfrauenheide stammten. (Vorher besuchten die Menschen jahrhundertelang die Gottesdienste in der Kirche „St. Petrus in Ketten“ im Nachbardorf Weiskirchen, dessen Filialgemeinde Rembrücken damals war.)
Mit Blick auf die wachsende Einwohnerzahl des Dorfes wurde ab Beginn des 20. Jahrhunderts die Diskussion um die Notwendigkeit eines größeren Kirchenbaus immer lauter. Der Erste Weltkrieg, dessen Nachkriegszeit und die Inflation in den 1920er Jahren verzögerten viel. Zum Bau einer neuen Kirche kam es erst im Jahr 1925. Unmittelbar nach dem letzten Gottesdienst am Pfingstmontag erfolgte der Abriss der Alten Kapelle und unter Mitverwendung der alten Steine wurde die neue Kirche unter der Leitung des Architekten Carl Sommer in wenigen Monaten errichtet und am 18. Oktober 1925 geweiht. Als Patrozinium wählte man – so wie bei der Alten Kapelle – „Mariä Opferung“. 

 

Mariä Opferung wurde am 18.10.1925  durch Bischof Ludwig Maria Hugo geweiht.

Maria Himmelskron

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Um allen Gläubigen nach dem Zweiten Weltkrieg den Gottesdienstbesuch in Heusenstamm zu ermöglichen, reichten die ca. 240 Sitzplätze in der damals einzigen Kirche St. Cäcilia nicht mehr aus. Man beschloss daher den Bau einer zweiten Kirche. Kaplan Richard Hofmeister wurde vom damaligen Bischof Dr. Albert Stohr beauftragt, diese Aufgabe zu übernehmen. Die Planung von Kirche, Sakristei und Pfarrhaus legte man in die Hände von Architekt Carl Müller aus Offenbach.

Auf dem Grundstein, der hinter dem Hochaltar vermauert wurde, befindet sich noch der ursprünglich für die Kirche vorgesehene Name „Regina Mundi“ – dieser Name wurde auf Wunsch des Bischofs in „Maria Himmelskron“ geändert. (Erst viele Jahre später stellte sich heraus, dass das ehemalige Zisterzienserkloster Patershausen 1267 den ähnlichen Namen „Corona Virginum“ – über­setzt „Krone der Jungfrauen“ – hatte.)

Die große Kreuzigungsgruppe im Chorraum von Maria Himmelskron ist ein Geschenk der Pfarrei St. Cäcilia. Dieses Kunstwerk ist eines der ältesten Glaubenszeugnisse in Heusenstamm – gefertigt 1709 – und stellt eine schöne Verbindung zur Mutterpfarrei her.

 

Maria Himmelskron wurde am 04.08.1956 durch Bischof Dr. Albert Stohr geweiht. 

St. Martin

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Nach der Reformation war Dietzen­bach ein evangelischer Ort.

Ende des 19. Jahrhunderts lebten in der Gemeinde nur neun katholische Einwohner. Sie gingen bis Mitte der 1930er-Jahre nach St. Cäcilia in Heusenstamm zur Kirche.

Ab 1932 wurde im Obergeschoss des Bahnhofs bei Familie Weygand der katholische Gottesdienst ge­feiert. Das bischöfliche Ordinariat hatte dem Heusenstammer Pfarrer gestattet, einmal im Monat die Filialgemeinde aufzusuchen, um dort Gottesdienst zu feiern. Durch die Aufnahme vieler mehrheitlich katho­lischer Flüchtlinge und Vertriebener gab es ab 1946 großen Platzbedarf im Gottesdienst. Daher nutzte die sich neugegründende Gemeinde übergangsweise die evangelische Christuskirche zur Feier der heiligen Messe.

Ab 1956 errichteten die Dietzenbacher Katholiken die Pfarrkirche St. Martin weitestgehend in Selbsthilfe. Am 1. Mai 1957 weihte der Mainzer Bischof Albert Stohr die Kirche dem heiligen Martin von Tours, da bereits vor der Reformation eine Martinskirche in Dietzenbach existiert hatte und der heilige Martin Schutzpatron von Dietzenbach gewesen war.

 

St. Martin wurde am 01.05.1957 durch Bischof Dr. Albert Stohr geweiht.