Einweihung des Spirituellen Zentrums Taunusblick:Ein Ort der Besinnung
Für die Pfarrei und darüber hinaus
Der Kern des neuen Zentrums in Ober-Eschbach ist der Meditationsraum sowie die flexibel nutzbare Kirche. Die Räume sollen sowohl für die Gläubigen der Pfarrei ein Ort sein, der besonders zum Gebet und zur Meditation einlädt und an dem vielfältige Gottesdienstformen möglich sind. Darüber hinaus möchte das Zentrum Menschen ansprechen, die spirituell interessiert sind und neue Wege suchen. Nicht zuletzt bietet es Gruppen unterschiedlichster Art einen Raum, der zur inneren Sammlung anregt.
Nach längerer Vorbereitung wurde das Spirituelle Zentrum im vergangenen Jahr in St. Elisabeth, Ober-Eschbach, eingerichtet. Der Kleine Saal wurde zum Meditationsraum umgestaltet, und durch die Reduzierung der Bankreihen entstand in der Kirche mehr Flexibilität für verschiedene Nutzungsformen.

Am 22. Februar 2026, dem 1. Fastensonntag, wurde das Zentrum in einer nahezu vollständig gefüllten Kirche feierlich eingeweiht. Der Gottesdienst wurde von Pfr. Dieter Bockholt, Pater George Jeganathan und Kaplan Thomas Kettel als Mitglieder des Projektteams sowie von Pfr. Sebastian Golder, dem Pfarrer der Pfarrei Hl. Maria Magdalena, Taunusblick, geleitet. Fünf Messdienerinnen und Messdiener aus Ober-Erlenbach sowie die Band „Rock my Church“ aus Nieder-Erlenbach trugen wesentlich zu einem würdevollen und zugleich lebendigen Rahmen bei.
Gott an erster Stelle

In seiner Predigt griff Kaplan Kettel das Tagesevangelium von der Versuchung Jesu in der Wüste auf. Geschickt übertrug er die damaligen Versuchungen auf die Situation der Kirche in der heutigen Zeit. Den Bezug zum neuen Spirituellen Zentrum stellte er her, indem er betonte, dass es helfen wolle, Gott wieder an die erste Stelle zu setzen – zugleich aber davor warnte, der Versuchung zu erliegen, darin nun die Lösung für alle Herausforderungen zu sehen.
Der Gottesdienst endete mit der Segnung des Meditationsraums und der eigens angefertigten Christus-Ikone.
Gute Wünsche in den Grußworten
In den anschließenden Grußworten wurden weitere Anstöße gegeben. Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes gratulierte der Pfarrei herzlich. Er betonte, dass das Zentrum eine Bereicherung für die Stadt sei und auf einen gesellschaftlichen Bedarf an Spiritualität antworte. Zugleich Er erinnerte daran, dass die Stadt Bad Homburg das Zentrum bisher unterstützt hat und sicherte zur Freude der Engagierten bei Bedarf auch weitere Unterstützung zu.
Daraufhin dankte Andreas Münster für die großzügige finanzielle Beteiligung der Stadt an der Umgestaltung des Kleinen Saals zum Meditationsraum.
Für das Bistum Mainz sprach Dr. Bernhard Deister, Leiter des Instituts für Spiritualität. Er führte in die Bedeutung der Ikone ein: In der orthodoxen Tradition seien Ikonen Fenster, durch die Menschen auf die dargestellten Personen schauen – und zugleich von ihnen angeschaut werden. So dürften sich die Besuchenden des Zentrums von Christus angesehen und begleitet wissen. Mit dem Patronat „Heilige Maria Magdalena Taunusblick“ wäre das „Darüberhinausschauen“ in ja Prinzip – und kann ermutigen, dass es im Spirituellen Zentrum viele Begegnungen auch über die Pfarreigrenzen hinaus gibt.
Karin Menger, bisherige Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Ober-Eschbach, brachte die Freude der Gemeinde St. Elisabeth zum Ausdruck, dass das Spirituelle Zentrum hier seine Heimat gefunden hat. Sie wünschte dem Projekt gutes Gelingen und den Menschen viele persönliche wie spirituelle Erfahrungen.
Viele Möglichkeiten

Am Schluss lud Andreas Münster, Koordinator der Pfarrei und Mitglied des Projektteams, dazu ein, die kommenden Angebote offen anzunehmen. Man könne „dem Heiligen Geist eine Chance geben“ und Neues ausprobieren – unabhängig davon, ob es kontemplative, biblisch-theologische oder kreative Impulse seien.
Zudem verwies er auf weitere Nutzungsmöglichkeiten der Kirche und des Meditationsraums. Als Beispiele nannte er künstlerische Installationen mit farbigem Licht und Musik oder die Möglichkeit, durch Aufsichten eine regelmäßige Kirchenöffnung zu ermöglichen.
Der Dank an das Projektteam darf nicht fehlen: Zu ihm gehören aus dem Team der Hauptamtlichen Pfr. Bockholt, Pater George, seit ca. einem halben Jahr auch Kaplan Kettel sowie Pastoralreferent Münster. Dazu ist besonders das ehrenamtliche Engagemament von Karin Menger und Verena van Husen zu würdigen, die durch Organisation und eigene Angebote viel zum Gelingen beitragen.
Zum Abschluss lud Münster zur Begegnung im Pfarrzentrum ein. Viele nutzten die Gelegenheit, den neuen Meditationsraum in Ruhe zu betrachten und bei Kaffee, Kuchen und Sekt miteinander ins Gespräch zu kommen – ein gelungener Auftakt für das, was sich im Spirituellen Zentrum weiter entwickeln darf.

