Hl. Bardo Wetterau Nord:Ökumene im Kloster erlebt
Besinnungswochenende der Frauen aus St. Bardo führte auf den Schwanberg
Ins Kloster Schwanberg in Unterfranken fuhren am Wochenende 20 Frauen aus der Pfarrei Heiliger Bardo. Das Besinnungswochenende war diesmal stark ökumenisch geprägt. Erstmals waren die Katholikinnen in einem evangelischen Kloster. Ungewöhnlich war dabei, dass die evangelische Schwesterngemeinschaft nach den Regeln des heiligen Benedikt lebt.
Organisiert wurde die Fahrt von der früheren Gemeindereferentin Monika Schuck-Purpus. Schwester Dorothea Krauß von der Communität Casteller Ring erzählte den Frauen über die Entstehung des Klosters in der Nachkriegszeit, von jungen evangelischen Pfadfinderinnen, die damals klösterlich leben wollten und von Benediktinern aus dem nahen Münsterschwarzach, die sie dabei unterstützten. Bei einer kleinen Führung zum Schloss Schwanberg erfuhren die Frauen viel über die Geschichte des Berges.
Unter dem Titel „Ein-Klang – Lieder der Bibel schweigen in mein Leben“ machte Schwester Dorothea die Teilnehmerinnen mit den Liedern von Maria, Mirjam, Debora und Hanna vertraut. Sie erzählte auch von den Psalmen und vom gregorianischen Stundengebet der Gemeinschaft, bei dem diese Gebete aus dem Alten Testament eine zentrale Rolle spielen. An den drei Tagen wurde viel gesungen – Psalmen, aber auch traditionelle evangelische und katholische Kirchenlieder sowie Neues Geistliches Liedgut. Außerdem wurde getanzt, gedichtet und die Frauen konnten mehr als bei früheren Klosterfahrten am Stundengebet teilnehmen. Beeindruckend fanden viele auch die moderne, 1987 geweihte Klosterkirche St. Michael und die gelebte Ökumene bei den Gottesdiensten.
Die Frauen fuhren mit vielen geistlichen Anregungen, Eindrücken aber auch vielen Melodien im Kopf zurück nach Butzbach.
