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St. Remigius Ober-Mörlen:Usatalmusikanten mit Blasmusik zum Jahresbeginn

Musikantengruppe beim musizieren
Datum:
Fr. 30. Jan. 2026
Von:
Herbert König und Kai Schraub

Musikvortrag im „Goldenen Hirschen“ im Januar 2026

Zum Jahresschluss treffen sich seit 2015 die Usatalmusikanten aus Ober-Mörlen zum traditionellen Eierpfannenessen im ortsansässigen Gasthaus "Goldener Hirsch".

Dies geschah zuletzt erst in 2026, denn der volle Terminkalender ließ keinen früheren Zeitpunkt im alten Jahr mehr zu. Nach harmonischen Melodien aus Böhmen und einem "Prosit der Gemütlichkeit" an das Publikum und die Wirtsleute, wurde den Musikantinnen und Musikannten Schmackhaftes serviert.

 

Nach einem gelungenen Abschluss des alten Jahres und sogleich munteren Einstieg ins Neue, gaben die Bläserinnen und Bläser ein schwungvolles Schlagermedley zm Besten, erfüllten auch Liedwünsche von Gästen der Lokalität und spielten sich in die Herzen ihrer Zuhörer. Grund genug auch einmal kurz auf die Geschichte der Bläsermusik in Ober-Mörlen zurückzuschauen.

 

Die Geschichte der Blasmusik in Ober-Mörlen reicht weit zurück. Zwar ist nicht genau bekannt, wann sich erstmals eine Gruppe begeisterter Musiker zum gemeinsamen Musizieren mit Instrumenten zusammenschloss, doch lassen alte Fotos aus den 1920er und 1930er Jahren Rückschlüsse zu. Traditionelle und kirchliche Melodien zu Hochfesten gehörten damals ebenso zum Standardprogramm wie unterhalstame Musik zu Theateraufführungen, Bällen und dem Faschingstreiben im Dorf.

 

(Die Veröffentlichung des Fotos erfolgt mit Einverständnis der abgebildeten Personen).

Die Usatalmusikanten entstehen früh

Eine muntere Truppe die sich die „Lustigen Musikanten“ nannten, fand sich in den 1930er Jahren zusammen. Sie waren die Vorläufer der späteren Usatalmusikanten. Ernst König gehörte zu den ersten Männern, die 1939 die Kapelle der Kirchbläser mitbegründeten. Diese gestalteten fortan die musikalische Umrahmung kirchlicher Hochfeste, wirkten aber auch bei vielen anderen Veranstaltungen mit.  Bläsermusik prägte Ober-Mörlen und bescherte den Zuhörern unvergessliche Momente.

Ab den 1990er Jahren entwickelten sich die Adventskonzerte in „St. Remigius“ zu glanzvollen Anlässen, bei denen gemeinsam mit Chören musiziert wurde. Hier wirkten weltliche und kirchliche Chöre der Gemeinde mit den Bläsern zusammen und bewirkten Großartiges.

Flurkreuzerneuerung durch die Musikanten

Das Bläserensemble machte es sich in den Jahren von 2006 bis 2010 zur Aufgabe, mit viel Eigeninitiative mehrere teils historische Feldkreuze in und um Ober-Mörlen neu zu errichten bzw. instand zu setzen.

Begonnen wurde dies im Oktober 2006 mit der Errichtung eines Feldkreuzes am Kehlweg. Im Mai 2007 wurde das morsche Kreuz an der verlängerten Jahnstraße erneuert, bevor man im September 2008 das alte Kreuz in der Usinger Straße frisch herrichtete. Zuletzt folgte noch im August 2010 das Flurkreuz in der verlängerten Borngasse. Alle vier Kreuze wurden feierlich durch die Ortspfarrer geweiht und unter großer Bürgerbeteiligung mit festlicher Blasmusik begleitet.

 

Auch hinterher eine muntere Truppe

Nach Auftritten, Ständchen oder Instrumentalproben traf man sich gerne zum gemütlichen Beisammensein. Dies geschah bei gemeinsamen Grillfesten, Ausflügen und Wanderungen oder bei einem geselligen Gasthausbesuch. Zum Jahresabschluss kehrte man mit Vorliebe zum großen „Eieressen“ in den „Goldenen Hirschen“ ein und spielte dort den ein oder anderen Beitrag.

 

Ein Mensch, der die Musik sehr liebt und ihr viel Zeit des Lebens gibt,
die Blasmusik sein Alles nennt, kein schöneres Hobby für sich kennt,
dem Ehrenamt viel Stunden schenkt, und dabei nie an Reichtum denkt - 
dem Menschen gilt hier dies Gedicht als Dankeschön für seine Pflicht.
Er ist ein Mensch von großem Glück für unsere Heimat - Blasmusik.“
(Georg Ried)