Die katholische Pfarrkirche St. Peter steht im historischen Ortskern und vereint Bauelemente vom 13. bis ins frühe 20. Jahrhundert.
Der romanische Turm sowie Teile des Mittelschiffs stammen aus dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts. Ab 1470 erfolgte unter den Kämmerern von Worms ein spätgotischer Umbau mit polygonalem Chor, Netzgewölbe und Achteckpfeilern.
Eine Kapelle für die Familie von Dalberg, geweiht der hl. Ursula, diente als Grablege.
1713–1718 erhielt die Kirche barocke Ausstattungen: u. a. einen Altar mit Figuren des hl. Petrus und der hl. Magdalena. 1903/04 wurde der Chor im neugotischen Stil neu errichtet und der Turm um ein Geschoss mit Spitzhelm erhöht.
Seit 1971 erinnert eine Vorhalle an die Gefallenen beider Weltkriege.
Insgesamt zeigt die Kirche ein Zusammenspiel romanischer, gotischer, barocker und neugotischer Elemente – ein Spiegel der wechselvollen
Geschichte Herrnsheims.
