Die erste nachweisbare Amanduskirche wurde bereits im Jahr 1007 als Pfarrkirche erwähnt und gehörte zur Dompropstei. Im 13. Jahrhundert wurde sie mehrfach bestätigt und war bis 1324 eng mit Kloster und Stift verwoben.
Im Dreißigjährigen Krieg 1632 nutzten schwedische Truppen das Dachholz, woraufhin die Kirche zerstört und ihre Rechte auf Liebfrauen übertragen wurden.
Ein Wiederaufbau oder Erhalt der Ruine scheiterte, und 1956 wurden die letzten Reste abgetragen.
Heute existiert kein historisches Kirchengebäude mehr an der Stelle, doch das Patrozinium des 7.‑Jahrhundert‑Bischofs von Worms lebt fort: In Worms‑Neuhausen trägt eine moderne Kirche seinen Namen und bildet eine geistliche Heimat für die Pfarrgruppe Worms‑Nordstadt.
Der heilige Amandus ist nach wie vor Schutzpatron der Stadt und erinnert an die mittelalterliche Kirchenstruktur von Worms.
