Die Kirche St. Martinus in Offstein wurde 1782 an Stelle einer bereits vor 1212 belegten Vorgängerkirche errichtet, über deren Aussehen nichts überliefert ist.
Gemeinsam mit dem barocken Pfarrhaus bildet sie ein harmonisches Ensemble. Der Zugang zum Kirchhof erfolgt durch einen Sandsteinbogen; ein älterer Schlussstein mit Totenkopf und der Inschrift „Memento mori“ erinnert an den einstigen Friedhof.
In den 1960er Jahren wurde der Innenraum umfassend umgestaltet: Das alte Gewölbe wurde durch eine Flachdecke ersetzt, der Chor barock geschwungen neu gefasst.
Einige barocke Figuren wie Maria Immaculata, die Heiligen Thekla und Aloysius sowie die Kreuzigungsgruppe blieben erhalten.
Besonders bemerkenswert ist eine Reliquie des hl. Martin, die gut sichtbar im Altar eingelassen ist.
Heute nutzt auch die rumänisch-orthodoxe Gemeinde die Kirche für ihre Gottesdienste.
