Die Kirche St. Remigius in Osthofen steht auf geschichtsträchtigem Boden: Schon im frühen Mittelalter befand sich hier ein Benediktinerkloster mit einer Kapelle, die der Gottesmutter geweiht war.
Um 1100 übernahm der Templerorden die Seelsorge im Ort – später folgten die Johanniter, die die Kirche dem heiligen Johannes dem
Täufer weihten.
Nach der Reformation wurde Osthofen protestantisch. Um 1700 lebten nur noch zwei katholische Familien im Ort.
Mit dem Zuzug weiterer katholischer Familien zu Beginn des 18. Jahrhunderts erwarb die Gemeinde die alte Marienkapelle und errichtete an ihrer Stelle ein neues Gotteshaus, 1792 geweiht.
Als Patron wurde der heilige Remigius gewählt – in Erinnerung an das ursprüngliche Patrozinium der heute evangelischen Bergkirche.
Besonders hervorzuheben ist der barocke Hochaltar als Kreuzigungsgruppe aus dem Jahr 1760.
Die Kanzel stammt aus dem aufgelösten Karmeliterkloster in Worms und wurde vom damaligen Pfarrer Chrysostomus Gensert nach Osthofen gebracht.
