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Rheindürkheim, St. Peter

Rheindürkheim

Die Simultankirche in Rheindürkheim wurde 1776 erbaut – auffällig ist, dass sie keinen eigenen Turm besitzt; stattdessen läuten die Glocken im Turm des benachbarten barocken Rathauses.

Die katholische Gemeinde widmete sie dem heiligen Petrus, die Protestanten nennen sie schlicht „Simultankirche“.

Eine Pfarrei ist bereits 1281 durch eine Urkunde des Wormser Andreasstifts belegt. Seit der Reformation ist der Ort überwiegend protestantisch. Dank der religiösen Toleranz der Kurpfalz teilen sich beide Konfessionen seit 1648 das Gotteshaus, das – da Rheindürkheim 1705 noch zum Bistum Worms gehörte – bis heute als Simultankirche fortbesteht.

Der barocke Saalbau entstand nach dem Abriss der alten Kirche 1775.

Der Chorraum gehört zur katholischen Seite und beherbergt einen Hochaltar im Stil des süddeutschen Spätbarocks; das Kreuzigungsbild darin könnte noch aus dem Jahr 1620 stammen.

Eine Madonna aus dem frühen 15. Jahrhundert und ein spätgotisches Kruzifix zählen zu den ältesten Stücken der Ausstattung.

Steckbrief

Name:
St. Peter (Simultankirche)
Patrozinium:
29.06. - Hochfest der Apostel
Petrus und Paulus
Ort:
Worms-Rheindürkheim
Kirchstr. 7
Baujahr:
1776
Baustil:
Barocker Saalbau
Besonderheiten:
Simultannutzung seit 1648
Glocken im benachbarten
Rathaus
Hochaltar mit
Kreuzigungsbild (wohl 1620)
mittelalterliche Figuren:
Madonna & Kruzifix