Nach der Reformation war die katholische Pfarrei in Westhofen jahrzehntelang verwaist. Erst 1699 begann mit Pfarrer Heinrich Barck der Wiederaufbau.
Auf den Resten der zerstörten Michaelskapelle ließ er ein neues Gotteshaus errichten, das mehrfach von Bauschäden betroffen war, jedoch stetig erweitert wurde.
Eine bedeutende Vergrößerung erfolgte 1892 mit dem Anbau des neugotischen Chorraums; die feierliche Weihe nahm Bischof Haffner 1894 vor.
Besonders eindrucksvoll ist der reich verzierte neugotische Flügelaltar mit den Figuren der Kirchenpatrone Petrus und Paulus, ergänzt durch Szenen aus Altem und Neuem Testament.
Unter dem Langhaus befindet sich ein wiederentdecktes mittelalterliches Beinhaus mit einem spätgotischen Fresko aus dem frühen
15. Jahrhundert, das heute in der Kirche zu sehen ist.
Die historische Stumm-Orgel, das kunstvoll geschnitzte Taufbecken (1909) und zahlreiche neugotische Elemente zeugen vom katholischen Wiederaufbau in Rheinhessen.
