St. Paulus wurde um 1002 von Bischof Burchard auf der einstigen salischen Burganlage errichtet.
Die ursprüngliche dreischiffige Basilika mit drei Apsiden wurde im Westen von den markanten „Heidentürmen“ abgeschlossen, deren Bekrönung vermutlich vom Orient inspiriert war.
Im 12. Jahrhundert erhielt die Kirche den romanischen Ostchor mit fünf Konchen und die achteckige Westkuppel.
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 wurde das Langhaus zerstört und 1717 durch einen barocken Saalbau ersetzt. Damit erhielt St. Paulus sein
heutiges Erscheinungsbild.
Mit der Säkularisation wurde das Stift aufgehoben und die Kirche profaniert; zeitweise diente sie als Stadtmuseum.
Ab 1929 nutzte der zurückgekehrte Dominikanerorden die Stiftsgebäude wieder als Kloster und entfaltete ein lebendiges geistliches Zentrum.
Mit dem Weggang der letzten Brüder zu Ostern 2024 endete die 100-jährige Klostertradition. Die Pauluskirche ist bis heute
Gemeindekirche.
