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Kirche B. M. V. Mater Dolorosa in Brensbach

Datum:
23. Dez. 2025
Von:
© Dr. Jutta Reisinger-Weber M.A. (Kunsthistorikerin-Historikerin), 2025

Lage

64395 Brensbach, Rosenweg 4

Datierung

Grundsteinlegung 1961, Konsekration der Kirche Juli 1963

Architekt

Konnte bislang nicht ermittelt werden.

Beschreibung

Mater Dolorosa, Brensbach

In Erinnerung an das Leid der Heimatvertriebenen wurde das Gotteshaus der Schmerzhaften Muttergottes, Mater Dolorosa, geweiht.

Die Grundform des Gebäudes erinnert an ein Dreieck, das an einer Spitze abgerundet ist. Dort befindet sich der Altarraum, der im Innenraum mittels drei Stufen sowie einer Kommunionbank vom Kirchenschiff getrennt ist.

Die breite Eingangsfront mit hochliegender breiter Fensterfront ist mittig akzentuiert durch den einfach ausgeführten Glockenturm, der vorne offene Schalllamellen aufweist und dessen leicht abgerundetes Dach mit einem Kreuz bekrönt ist.

Das Wandbild hinter dem Altar thematisiert das Patrozinium der Schmerzhaften Mutter Maria, indem es den herabblickenden Christus am Kreuz zeigt, vor dem seine Mutter steht. Ihnen zu Füßen kniet Johannes, beide Hände erhoben. Sein Blick geht zu Christus am Kreuz.

Der Kreuzweg an der Wand des Kirchenschiffs schließt sich gestalterisch dem Wandbild an.

Der rustikal wirkende Altar hat einen Fuß aus gehauenen Werksteinen mit einer großen Platte, der Tabernakel steht rechts davon an der Wand und korrespondiert wie der Ambo mit dem dunklen Fußboden.

Eine Marienstatue ist im Altarraum auf der gegenüberliegenden Seite des Tabernakels angebracht.

Orgel

Die Orgel baute die Orgelbaufirma Gebrüder Oberlinger in Windesheim mit fünf Registern.

Die Register: Manual I: Gedackt 8', Rohrflöte 4', Principal 2', Cymbel 2 fach. Pedal: Subbass 16'.

Glocken

Die Kirche hat zwei Glocken. Das Geläut wurde mit dem der evangelischen Kirche harmonisch abgestimmt.

Bemerkenswertes

Auf dem ehemaligen Schuttablagerungsplatz am Rande von Brensbach (heute Rosenweg) wurde 1949 eine gebrauchte Lazarettbaracke aufgestellt, die 13 Jahre lang als Gotteshaus diente.

Die katholische Pfarrgemeinde wuchs rasch und bot den Flüchtlingen einen Bezugspunkt. Festliche Gottesdienste und Gemeindefeste erleichterten das Heimisch-Werden im Odenwald.

Am 15. Dezember 1958 erhielt die katholische Gemeinde Brensbach den Status einer unabhängigen Pfarrkuratie und wurde somit eine selbstständige Pfarrgemeinde.

Literatur

Auf Grundlage der alten Homepage mit Ergänzungen von Gemeindegliedern.

© Dr. Jutta Reisinger-Weber M.A. (Kunsthistorikerin-Historikerin), 2025