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Unser spiritueller Impuls zum Fest „Taufe des Herrn“ - 18. Januar 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Osterlamm-Mosaik
Datum:
15. Jan. 2026
Von:
Gabriele Maurer

Liebe Leserin, lieber Leser,

am heutigen Evangelientext kann man erkennen, dass er erst nach der Erfahrung des Todes und der Auferstehung Jesu geschrieben wurde. Es ist eine kunstvolle Komposition des Evangelisten Johannes, der so den Beginn des Wirkens Jesu und dessen Auftreten beschreiben und ihn als Gottes Sohn bezeugen kann.

Evangelium (Joh 1,29-34)

In jener Zeit
   sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen
und sagte: Seht, das Lamm Gottes,
   das die Sünde der Welt hinwegnimmt!

Er ist es,
   von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann,
   der mir voraus ist, weil er vor mir war.

Auch ich kannte ihn nicht;
aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser,
   damit er Israel offenbart wird.

Und Johannes bezeugte:
Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube
   und auf ihm blieb.

Auch ich kannte ihn nicht;
aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen,
   er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen
   und auf ihm bleiben siehst,
   der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.

Und ich habe es gesehen
und bezeugt:
   Dieser ist der Sohn Gottes.

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!

Johannes weiß, nach was sich die Menschen damals gesehnt haben. Sie sehnten sich danach, dass einer kommt, der sie erlöst, der sie befreit von ihren Sünden. Da kein Mensch dies vermag, musste Gott selbst Mensch werden. Johannes erkennt den, der dies vermag, den Sohn Gottes und er weist die andren auf ihn hin. Seht her, sagt er zu den Leuten, er ist es, den ihr ersehnt, er allein kann euch Rettung und Heil schenken!

Bei Katholisch.de finde ich dazu: „Dieses Gebet kommt in jeder Heiligen Messe vor und enthält eine zentrale Botschaft des christlichen Glaubens. In seiner heutigen Form ist es seit dem siebten Jahrhundert Teil der Messe. Papst Sergius I. nahm den Ruf "Lamm Gottes" in die Messliturgie auf. Das war damals ein bedeutender Schritt. Ein Teil der Bischöfe kritisierte nämlich die Bezeichnung "Lamm Gottes", weil sie den Vergleich Jesu mit einem Tier für unwürdig hielten. Mit der Veränderung des Messritus etablierte sich das Lamm Gottes als festes Symbol in der Kirche.

Das Agnus Dei ist ein fester Teil jeder Messe und gehört zur Eucharistiefeier. Nach dem Vaterunser und dem Friedensgruß bricht der Priester das Brot. In diesem Moment betet die Gemeinde das Agnus Dei. 

"Agnus Dei" heißt übersetzt "Lamm Gottes". Es steht als Symbol für Jesus Christus. Mit seinem Tod hat er all die Schuld und Sünde der Menschen auf sich genommen. Das Lamm als Opfertier kannten schon die frühen Christen aus jüdischer Tradition – beispielsweise vom Pessachfest. Weil das letzte Abendmahl an einem Pessachfest war, wurde das Bild eng mit der Eucharistie verbunden und auf Jesus übertragen.  

Die Formulierung "Erbarme dich unser" kennt man heute hauptsächlich aus dem Gottesdienst. Anders ausgedrückt meint sie so etwas wie "Schenk uns dein Erbarmen". Man will damit um Gottes Gnade bitten. "Gib uns deinen Frieden" bezieht sich nicht nur auf die Abwesenheit von Krieg. Die Betenden bitten um den Frieden zwischen den Menschen, aber auch um den Frieden zwischen ihnen und Gott.  

Das Lamm ist ein zentrales Symbol für Jesus und somit auch ein häufiger Bestandteil von christlicher Kunst. Man findet es häufig auf Wappen oder in Kirchenfenstern. Auch viele kirchliche Lieder greifen das "Lamm Gottes" auf.“

Rühren uns diese Worte auch an und wecken in uns diese Sehnsucht nach Rettung und Heil? Achten wir im kommenden Gottesdienst bewusst darauf.
Mit dem Text eines modernen geistlichen Liedes können wir beten:

Lamm Gottes, für uns gegeben, sei Ausweg, der von Schuld befreit.
Lamm Gottes, schenk wahres Leben, erbarm dich unsrer Zeit.
Lamm Gottes, zu oft zerschlagen, stets Opfer von Unmenschlichkeit.
Lamm Gottes, hör unser Klagen, erbarm dich unsrer Zeit.
Lamm Gottes, dein Kreuz, dein Leiden bringt Frieden, den die Welt nicht gibt.
Lamm Gottes, hilf uns zu meiden, was Gott verletzt, der liebt.

Text: Eugen Eckert Musik Horst Christill

Eine frohe neue Woche wünscht

Gabriele Maurer, Pfarreikoordinatorin