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Unser spiritueller Impuls zum 6. Sonntag im Jahreskreis am 15. Februar 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Die Gesetzestafeln
Datum:
11. Feb. 2026
Von:
Gabriele Maurer

Liebe Leserin, lieber Leser,

warum hat Gott uns Menschen die Gebote gegeben? Warum gibt Gott uns das Gebot, ihn zu lieben? Warum macht Gott die Liebe zu Gott, zu unseren Nächsten und zu uns selbst zum Hauptgebot? Bringen wir diese Fragen mit dem heutigen Evangelium zusammen!

Evangelium (Mt 5,20-22a.27-28.33-34a.37)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Ich sage euch:
Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist
   als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer,
   werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Ihr habt gehört,
   dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten;
wer aber jemanden tötet,
   soll dem Gericht verfallen sein.

Ihr habt gehört,
   dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.

Ich aber sage euch:
   Jeder, der eine Frau ansieht, um sie zu begehren,
   hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.

Ihr habt gehört,
   dass zu den Alten gesagt worden ist:
   Du sollst keinen Meineid schwören,
und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast.

Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht.

Eure Rede sei: Ja ja, nein nein;
was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen.

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

Der heilige Franz von Sales fragte noch weiter: „Warum erlaubt uns Gott nicht nur, ihn zu lieben, warum gebietet er es uns?“ Und er fand folgende Antwort: „Nicht, um uns zu unterdrücken oder uns einzuschränken, natürlich auch nicht, um allen Menschen deutlich zu machen, wer hier das Sagen hat, sondern allein darum, weil Gott will, dass wir Menschen glücklich werden – biblisch gesagt: dass wir das Leben haben und es in Fülle haben.“

Glücklich wird nur, wer an Gott als den glaubt, der es gut mit uns meint und der weiß, was wir brauchen.  Dann kann er/sie vertrauensvoll beten: „Herr, mach du mit mir, was DU willst.“ oder „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“.

In diesem Sinn, meine ich, sollten wir auch das heutige Evangelium lesen:

Ich aber sage euch: wenn ihr wirklich glücklich sein wollt, dann hört auf damit, die anderen zu beschimpfen, ihnen böse zu sein oder sie sogar zu verfluchen. Diese Methode macht euch nicht glücklich.

Oder: Ich aber sage euch: Hört auf damit, ständig Männern oder Frauen nachzuschauen. Das macht nicht glücklich. Ihr werdet nur ständig frustriert, weil ihr glaubt, dass das, was ihr nicht habt, besser, schöner, wertvoller ist. Das ist Unfug – Zufriedenheit und Dankbarkeit machen glücklich, nicht der ständige Blick auf das andere, was wir nicht haben.

Und als drittes: Ich aber sage euch: Hört endlich auf damit, euch die Wahrheit so zurechtzubiegen, wie sie euch gerade passt. Meineid, Verleumdung, Vorurteile … all das gehört mittlerweile zum politischen und gesellschaftlichen Alltag – aber das macht nicht glücklich. Glücklich macht Ehrlichkeit, Authentizität und Geradlinigkeit.

Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein – alles andere stammt vom Bösen.

Wenn Gott uns Menschen etwas vorschreibt, dann deshalb, damit wir glücklich werden.

Zur Umsetzung meint der heilige Franz von Sales: Es geht nicht darum, dass wir morgen perfekt und vollkommen sind, sondern dass wir jeden Tag neu beginnen, glücklich zu werden. Oder wie er wörtlich sagte: „Denken wir nur daran, das Heute gut zu machen“.
Das ist doch ein guter Plan für die kommende Woche!

Herzliche Grüße
Gabriele Maurer, Pfarreikoordinatorin