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Unser spiritueller Impuls zum 4. Fastensonntag am 15. März 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Zwei Kinder
Datum:
12. März 2026
Von:
Volkmar Raabe

Liebe Leserin, lieber Leser,

Wer sich zu Christus bekehrt, wacht zu einem neuen Leben auf. Es ist, wie wenn nach einer verworrenen Nacht der helle Tag anbricht. Christus ist die Sonne dieses Tages. Was im Innern eines Menschen lebt und leuchtet, will nach außen wirken – leise, aber spürbar.

Die Lesung spricht davon: „Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn.“ Licht wird man nicht für sich allein. Es entsteht auf dem Weg, im Unterwegssein miteinander. So wie auf dem Bild: zwei Kinder, Hand in Hand, unterwegs ins Licht – noch umgeben von Kälte und Dunkelheit, und doch schon vom warmen Schein erfasst.

Der 4. Fastensonntag lädt uns ein, genau hinzusehen: Wo bin ich unterwegs? Wo lasse ich mich führen? Und wo darf das Licht Christi meinen nächsten Schritt erhellen?

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Éphesus.

Schwestern und Brüder!
Einst wart ihr Finsternis,
jetzt aber seid ihr Licht im Herrn.
Lebt als Kinder des Lichts!
Denn das Licht
bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor.
Prüft, was dem Herrn gefällt,
und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis,
die keine Frucht bringen,
deckt sie vielmehr auf!
Denn von dem, was sie heimlich tun,
auch nur zu reden, ist schändlich.
Alles, was aufgedeckt ist,
wird vom Licht erleuchtet.
Denn alles Erleuchtete ist Licht.
Deshalb heißt es:
Wach auf, du Schläfer,
und steh auf von den Toten
und Christus wird dein Licht sein.

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

Hoffnung auf Ostern

Mitten in der Fastenzeit erklingt ein überraschender Ruf: Freuet euch! Der vierte Fastensonntag setzt bewusst einen hellen Akzent. Er unterbricht den Weg der Umkehr nicht, sondern schenkt ihm Richtung. Denn wer fastet, tut dies nicht aus Traurigkeit, sondern aus Hoffnung. Ostern rückt näher – und sein Licht wirft bereits seine Strahlen voraus.

Paulus erinnert uns daran, was durch Christus geschehen ist: „Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn.“ Nicht: ihr wart im Dunkeln, sondern ihr wart Finsternis. Und ebenso radikal die Verwandlung: ihr seid Licht. Christlicher Glaube meint eine neue Wirklichkeit. Dieses Licht ist kein Besitz, den man festhält, sondern ein Geschenk, das wirkt. Es bringt Frucht hervor: Güte im Umgang miteinander, Gerechtigkeit im Handeln, Wahrheit im Herzen.

Das Bild der zwei Kinder auf dem Weg ins Licht macht diese Hoffnung greifbar. Noch liegt Kälte in der Luft, der Boden ist nass, die Umgebung dunkel. Aber sie gehen gemeinsam, Hand in Hand, dem Licht entgegen. Genau so sind auch wir unterwegs: noch nicht am Ziel, aber nicht mehr verloren. Das Licht Christi erreicht uns oft leise, fast unmerklich – und doch verändert es unseren Blick und unsere Schritte.

Gedankenanstöße

Laetare lädt uns ein, mitten im Unvollendeten Hoffnung zu wagen.
Wo bin ich noch im Zwielicht unterwegs?
Wo gehe ich nicht allein, sondern lasse mich begleiten?
Wo darf Hoffnung meinen nächsten Schritt bestimmen?
Wo darf Christus mein Dunkel erhellen?
„Wach auf“, heißt es, „und Christus wird dein Licht sein.“ Dieses Licht trägt uns durch die Fastenzeit – und führt uns hinein in die Freude von Ostern.

Segenswünsche

Der Gott des Lichtes
lasse in deinem Leben aufleuchten,
was Hoffnung schenkt
mitten in den Schatten des Alltags.

Er begleite dich auf deinem Weg,
wenn du noch nicht alles klar siehst,
und halte deine Hand,
wie ein Licht, das den nächsten Schritt zeigt.

Er schenke dir Menschen an die Seite,
die mit dir unterwegs sind,
damit ihr einander tragt
und gemeinsam dem Leben entgegengeht.

Er öffne deine Augen für das Gute,
stärke dein Herz für Gerechtigkeit
und lasse aus kleinen Zeichen der Liebe
schon jetzt österliche Freude wachsen.

So segne dich der Gott,
der unser Dunkel kennt
und uns dennoch ins Licht ruft,
der uns verwandelt
und uns Zukunft schenkt.

 

Mit herzlichen Segenswünschen und eine gute Woche,
Diakon Volkmar Raabe