Orgel & Bike im Weschnitztal:Fünf Kirchen, fünf Orgeln, eine Radtour – „Orgel & Bike“ geht in die achte Runde.

In jeder Kirche erwartet die Gäste ein 20-minütiges Konzert, das die Organistinnen und Organisten frei gestalten, teils begleitet von Solistinnen und Solisten. Genau das macht den Reiz von „Orgel & Bike“ aus: Die Organisten bekommen die Bühne, um zu zeigen, was jenseits von Gotteslob und evangelischem Gesangbuch in ihnen steckt – und was in ihren Orgeln. Denn die Königin der Instrumente kann weit mehr als Kirchenmusik: Von klassischer Orgelliteratur über kirchenmusikalische Schätze bis hin zu Folk und Bluegrass reicht in diesem Jahr das Programm. Wer alle fünf Stationen mitnimmt, erlebt einen Streifzug durch die ganze klangliche Bandbreite dieses faszinierenden Instruments – mit Rückenwind und gut gefüllten Ohren.
Den Auftakt macht um 14.30 Uhr Ekkehard Blomeyer an der Orgel der evangelischen Kirche Mörlenbach. Begleitet von Eva Braunstein (Mezzosopran) und Ingelore Bonfert (Violine) wird er klassische Stücke und Schweizer Volksmusik zu Gehör bringen. Weiter geht‘s nach Birkenau: Um 15.30 Uhr lässt Andreas Roth die Orgel der katholischen Kirche Maria Himmelfahrt erklingen, unterstützt von Stephan Heckmann (Bariton) und Anette Wissel (Sopran und Flöte). In der Ev. Kirche Birkenau bietet Kirchenmusiker Till Otto um 16 Uhr ein reines Orgelprogramm aus festlicher Barockmusik und musikalisch-tierischen Miniaturen an, außerdem ist das Publikum eingeladen, selbst mitzuwirken.
Um 17 Uhr begrüßt Helmut Kadel das Publikum in der evangelischen Kirche Reisen zu schottischem Folk und amerikanischem Bluegrass, gesanglich begleitet von Sonja Stein. Das Abschlusskonzert spielt um 18 Uhr Regionalkantor Gregor Knop aus Bensheim in der katholischen Kirche St. Bartholomäus in Mörlenbach mit Werken von Buxtehude, Bach und Mendelssohn.
Wer danach noch nicht direkt wieder die Heimfahrt antreten möchte, ist herzlich in den katholischen Pfarrgarten zu „Weck, Worschd unn Woi“ zum Ausklang in geselliger Runde eingeladen. Übrigens: Auch ohne Drahtesel sind alle willkommen, die Tour lässt sich genauso gut mit dem Auto begleiten.
Aus einer Idee ist längst eine liebgewonnene Tradition geworden – und ein hörbares Zeichen dafür, wie eng die Kirchengemeinden im Weschnitztal zusammenwachsen, innerhalb der eigenen Konfession ebenso wie ökumenisch. Der Eintritt ist frei; um Spenden für einen guten Zweck wird gebeten. 2025 kamen so 1.600 Euro zusammen, die an „Imasgo – Christen für Afrika“ gingen.