Schmuckband Kreuzgang

Dekanatsprojektteam schlägt Pfarreizuordnung vor

Pastoraler Weg im Dekanat Alzey/Gau-Bickelheim

Eine Kirche die teilt
Eine Kirche die teilt
Datum:
Do. 15. Okt. 2020
Von:
Guntram König

Im Rahmen des Pastoralen Wegs (Erneuerungsprozess im Bistum Mainz) hat jedes Dekanat von Bischof Kohlgraf die Aufgabe bekommen, bis 2021 ein Konzept für die Pastoral im Dekanat zu schreiben. Aufgrund der personellen und finanziellen Situation sollen bis 2030 im Kath. Dekanat Alzey / Gau-Bickelheim maximal zwei Pfarreien gebildet werden.

Bei der Sitzung des Dekanatsprojekteams wurde beschlossen, dass bei der nächsten Dekanatsversammlung Argumente und Kriterien für die Pfarreizuordnung gesammelt und bewertet werden sollen. Außerdem soll über folgenden Vorschlag zur Pfarreizuordnung, den Dekan Bretz gemacht hat, beraten werden:

Pfarrei 1 (Norden):                         PG Saulheim/Gabsheim

                                                          PG Wißberg

                                                          PG Wörrstadt

Pfarrei 2 (Süden):                           PG Alzeyer Hügelland

                                                          PG Alzey Land St.Hildegard

                                                          PG Petersberg
                                                          (Gesamt-PGR hat für eine solche Zuordnung votiert.)

                                                          PG Rheinhessische Schweiz
                                                          (Gesamt-PGR hat für eine solche Zuordnung votiert.)

Über diese Pfarreizuordnung soll eine Vorabstimmung in der Dekanatsversammlung durchgeführt werden. Prodekan Hock gab im Dekanatsprojektteam zu bedenken, dass die Fahrtzeiten in der Pfarrei 2 ungleich größer seien und ein ungleiches Verhältnis der Katholikenzahlen (ca. 9000 Katholiken in Pfarrei 1 und ca. 12000 Katholiken in Pfarrei 2) bestehe.

 

Sozialpastoral im Dekanatskonzept

Außerdem hat das Dekanatsprojektteam beschlossen, das folgende Ergebnis des Teilprojektteams Sozialpatoral in der Dekanatsversammlung zu beraten und zur Abstimmung zu geben:

  1. Caritatives und Sozialpastorales Handeln

Gelebte Nächstenliebe ist Caritas im sozialpastoralen Raum. Deshalb gehört das caritative, sozialpastorale Handeln zum Grundauftrag jedes einzelnen Christen, jedes Teams aus Caritas, Verbänden und Pastoral, jeder kath. Gemeinde und jeder neuen Pfarrei. Die Verantwortlichen in den Gemeinden und im Bistum tragen Sorge dafür,

  • dass die Wichtigkeit und Bedeutung des caritativen, sozialpastoralen Handelns der Kirche vom einzelnen Christen bis zur Pfarrei und darüber hinaus gesehen wird,
  • das Engagement des Einzelnen zu caritativem Handeln zu fördern und
  • Initiativen, die Menschen in Not[1] vor Ort unterstützen, zu fördern;

                                                                                               

  1. Auftrag und Stärkung der Verantwortlichen (Haupt- und Ehrenamtliche)

Christen, die in einer Gemeinde besondere caritative Dienste ausüben, sollen dafür vorbereitet, beauftragt, gestärkt und begleitet werden. Dazu soll von den Verantwortlichen in den Gemeinden, mit Unterstützung des Bistums, ein Konzept entwickelt werden, das jeweils sowohl die Qualifizierung als auch die Begleitung beschreibt. Für das Team aus Caritas, Verbänden und Pastoral, einschließlich der Ehrenamtlichen, müssen verbindliche Schulungen zum Thema Sozialpastoral und Sozialraumanalyse angeboten werden. Weiterhin sollen die Pfarreien verschiedene Verantwortliche beauftragen, die als Ansprechpartner für Sozialpastoral zur Verfügung stehen.

  

  1. Zusammenarbeit und Vernetzung

Dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Caritas, Verbänden und Pastoral künftig in einem Team zusammenarbeiten, ist in der neuen Pfarrei eine Selbstverständlichkeit. Für die Pastoral der Zukunft ist darüber hinaus eine Verzahnung von professioneller/hauptamtlicher und ehrenamtlicher Arbeit unerlässlich. Dies gilt besonders für das caritative Handeln. Außerdem sind Netzwerke im kirchlichen, gesellschaftlichen und politischen Bereich in den Gemeinden von großer Bedeutung, sowohl für ehrenamtlich als auch für hauptamtlich Tätige. Diese Vernetzung mit sozialpastoraler Sicht ist eine Grundlage für das caritative Miteinander und Handeln.

 

 

[1] Hier gilt es die vier Optionen zu beachten, die Bischof Kohlgraf für den Pastoralen Weg formuliert hat:

OPTION FÜR DIE ARMEN – sowie Bedürftige und Benachteiligte (TPT Sozialpastoral Dekanat AZ-GB)

OPTION FÜR DIE JUGEND

OPTION FÜR DIE FAMILIEN

OPTION FÜR ÄLTERE MENSCHEN

Weitere Infos zum Pastoralen Weg