Schmuckband Kreuzgang

Ergebnisse der Dekanatsversammlung am 15. Juni

Online-Versammlung zur Beratung des pastoralen Konzepts

Eine Kirche die teilt (c) birgl/cco-gemeinfrei pixabay.com
Eine Kirche die teilt
Datum:
Di. 29. Juni 2021
Von:
Guntram König

In der Dekanatsversammlung am 15. Juni 2021, an der mehr als 50 Personen teilnahmen, wurden viele Rückmeldungen zum ersten Entwurf eines Konzepts für die Seelsorge gegeben. Bischof Kohlgraf hatte an Pfingsten 2019 das Dekanat beauftragt ein solches Pastoralkonzept zu schreiben. Das Dekanatsprojektteam hat nun ein Konzept zu Beratung der Dekanatsversammlung vorgelegt.

Allgemein wurde die Arbeit des Dekanatsprojektteams gelobt. Allerdings fehlten noch eine Gliederung des Konzepts und einige erklärende Worte zu den vielen Aufzählungen von Aktivitäten und Maßnahmen in den Gemeinden. Die Dekanatsversammlung wünschte sich eine einfachere Sprache für das Konzept, das den Menschen in den Gemeinden dabei helfen soll, in Zukunft noch bewusster als Christen zu leben. Denn in einer Zeit, in der viele Menschen das Handeln der Kirche nicht mehr verstehen, ist das alles andere als leicht. Hinzu kommt, dass es bis 2030 statt der 21 jetzigen Pfarreien nur noch zwei geben wird. In Zukunft müssen die Gemeinden mit weniger hauptamtlichem Personal und weniger Geld auskommen.

Man kann sagen, dass das Konzept für die Seelsorge aber viele Ansätze bietet, wie Christen in den Gemeinden den Glauben leben können. So wird zum Beispiel deutlich, dass ein wichtiger Auftrag der christlichen Gemeinde die Unterstützung von Menschen in Not ist. Außerdem wird in unserer Gesellschaft ein großes Bedürfnis wahrgenommen, sich über Sinnfragen auszutauschen. Der christliche Glaube bietet trotz aller Skandale der katholischen Kirche immer noch brauchbare und belastbare Antworten auf die Fragen nach Sinn und Orientierung.

Der vorgelegte Konzeptentwurf folgt dem von Bischof Kohlgraf vorgeschlagenen Dreischritt: Wahrnehmung schärfen, Standort bestimmen und Strukturen klären. Zunächst wird im Konzept beschrieben, wie Menschen in Rheinhessen leben. Dann folgt eine beachtliche Auflistung der Aktivtäten der Kirchengemeinden. Im letzten Teil werden Schlussfolgerungen gezogen, wo in Zukunft Schwerpunkte des Gemeindelebens liegen sollen und welche bisherigen Pfarreien zusammen die zwei neuen Pfarreien bilden sollen.

Jetzt werden die Rückmeldungen der Dekanatsversammlung eingearbeitet. Am 8. September wird eine weitere Dekanatsversammlung über das überarbeitete Konzept abstimmen. Bis dahin können also noch Änderungsvorschläge eingebracht werden. Ob dann noch eine weitere Sitzung benötigt wird, ist noch offen. Auf jeden Fall muss das Konzept im November 2021 zum Bischof geschickt werden.

Dann folgt die zweite Phase des Pastoralen Wegs, wie dieser Erneuerungsprozess im Bistum Mainz heißt. Dann gilt es mit Hilfe des von Bischof Kohlgraf in Kraft gesetzten Konzepts in den neuen Pastoralräumen die Zusammenarbeit zu fördern und konkrete Schritte auf dem Weg zu einer neuen Pfarrei zu gehen.