Schmuckband Kreuzgang

Um Himmels Willen: "Erste Hilfe für die Seele"

Notfallseelsorge ist seit zwanzig Jahren im Dienst

Guntram König, Dekanatsreferent (c) Dekanat
Guntram König, Dekanatsreferent
Datum:
Sa 11. Jan 2020
Von:
Guntram König, Dekanatsreferent

Am 16. Januar 2000 wurden 12 Männer und sechs Frauen für die Notfallseelsorge beauftragt. Seit 20 Jahren also gibt es in nördlichen Teil des Landkreises Alzey-Worms die ökumenische Notfallseelsorge. Das ist ein Dienst der Kirchen für die Bevölkerung. Polizei, Feuerwehr, Notärzte und Rettungsdienste fordern die Notfallseelsorge an, wenn Menschen nach einem belastenden Ereignis Erste Hilfe für die Seele brauchen.

lm Notfall sind wir da. Wir begleiten die Polizei, wenn sie eine Todesnachricht überbringen muss und bieten den Angehörigen an, bei ihnen zu bleiben. Wir kommen hinzu, wenn der Notarzt oder Rettungsdienst die Wiederbelebungsmaßnahmen abbrechen muss, weil das Leben nicht mehr zu retten ist. Wir fahren an Unfallorte, um Angehörige zu betreuen, die miterleben mussten, wie Freunde oder Verwandte starben.

Wir gehen dorthin, wo der Tod das Leben der Hinterbliebenen ins Chaos gestürzt hat und versuchen das Unfassbare auszuhalten. Wir bringen Zeit und Zuwendung mit und helfen bei den ersten Schritten. Wir bieten diesen Dienst an, weil jeder Mensch, der den Tod unmittelbar gesehen hat, Hilfe bekommen darf, wenn er es will. Weil wir an Jesus Christus glauben, der den Tod besiegt hat, können wir uns dem Tod entgegenstellen.

Heute sind neun Frauen und fünf Männer in der Notfallseelsorge aktiv. Aber Gott sei Dank bereiten sich 12 weitere Menschen auf den Dienst vor, so dass wir auch weiterhin Erste Hilfe für die Seele für alle Menschen anbieten können, die Hilfe brauchen.

 

Guntram König, Beauftragter für die Notfallseelsorge, katholische Kirche