Schmuckband Kreuzgang

Augen auf – Kinder schützen!

Mit der „Rahmenordnung Prävention" hat die Bischofskonferenz Ende 2010 bundesweit den Schritt gemacht, das Thema „Sexueller Missbrauch" offensiv und vor allem auch präventiv anzugehen. Alle Bistümer in Deutschland haben diese Ordnung seitdem jeweils für sich umgesetzt. Das Bistum Mainz hat in Folge Anfang 2011 die sog. „Verordnung zur Prävention von sexuellem Missbrauch im Bistum Mainz" in Kraft gesetzt.

In unmittelbarer zeitlicher Nähe wurde 2012 das Bundeskinderschutzgesetz novelliert. Gemeinsam ist der Präventionsverordnung und dem Bundeskinderschutzgesetz das Ziel, den Schutz von Kindern und Jugendlichen auf allen Ebenen gesellschaftlichen Lebens zu verbessern: In Vereinen, Kirchen, Verbänden, Einrichtungen, Familien, etc.

Mit Maßnahmen der Prävention sollen alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, gestärkt und für das Thema sensibilisiert werden. Es geht um Aufklärung, Information und Bewusstseinsbildung zu diesem sensiblen Thema.

Was ist das Ziel?

Das Bundeskinderschutzgesetz und die Präventionsverordnung im Bistum Mainz verfolgen im Kern drei Ziele:

  1. Ausbilden von engagierten und informierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Haupt-, Neben und Ehrenamt.
  2. Aufbau eines Unterstützungs- und Beratungssystems durch sog. „Fachkräfte für Prävention"
  3. Schaffen von transparenten Kommunikations- und Beschwerdewegen

Wie soll das erreicht werden?

In einem ersten Schritt wurden seit 2011 mehr als 1500 verantwortliche hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bistum geschult. Danach wurden alle Pfarreien, Pfarrgruppen, Pfarreienverbünde oder Dekanate aufgefordert, sog. „Fachkräfte für Prävention" aus dem Kreis dieser Hauptamtlichen zu benennen, die dem Thema vor Ort ein Gesicht geben und die Gemeindeleitung bei der Umsetzung der Präventionsverordnung unterstützen.

Darüber hinaus werden alle vor Ort einbezogen, die mit Kindern und Jugendlichen ehrenamtlich, haupt- oder nebenberuflich vor Ort arbeiten. In den Blick genommen werden aber auch die, die aufgrund ihrer Funktion und Verantwortung in der Pfarrei um die Präventionsverordnung wissen sollten.

Was heißt das konkret?

Die Präventionsverordnung sieht verschiedene verpflichtende Maßnahmen und Instrumente vor. Zentral sind die Schulungen, die bistumsweit an verschiedenen regionalen Standorten angeboten werden. Die Teilnahme an Präventionsschulungen ist zukünftig verbindliche Voraussetzung zur ehrenamtlichen und nebenberuflichen Mitarbeit in der Pfarrei, im Verband, Verein oder anderen Einrichtungen.

Je nach Intensität und Kontinuität der Tätigkeit ist die Teilnahme an unterschiedlichen Schulungen vorgesehen:

a) Informationsschulung Prävention (2 Zeitstunden)

Zielgruppe: Alle angestellten MitarbeiterInnen mit direktem oder indirektem Kontakt zu Kindern und Jugendlichen (PfarrsekretärInnen, KüsterInnen, HausmeisterInnen und andere Festangestellte in den Pfarreien) und alle Honorarkräfte (Kirchenmusik, in KiTas ...)

b) Intensiv-Schulung Prävention (4-5 Zeitstunden)

Zielgruppe: Alle Angestellten, Nebenberufliche und ehrenamtlich Tätige mit kontinuierlichem Kontakt zu - oder in Einzelarbeit mit Kindern und Jugendlichen und in Tätigkeitsbereichen, die Übernachtungssituationen beinhalten.

c) Schulung für KatechetInnen

Die Informationsveranstaltungen für KatechetInnen in Erstkommunion- und Firmvorbereitung erfolgen im Rahmen der begleitenden Treffen, i.d.R. durch den Hauptverantwortlichen. 

Weitere Informationen und Materialien zum Thema Prävention gegen sexuelle Gewalt finden Sie auf der Bistumshomepage .

Die aktuellen Schulungsangebote finden Sie hier.

Die Anmeldung erfolgt online über das Internet. Wer nicht über einen Internetzugang verfügt, kann sich während der Öffnungszeiten im Pfarrbüro melden, dort können die Anmeldungen dann für Sie an Ort und Stelle durchgeführt werden. Die Teilnahme ist kostenlos. Sie erhalten in der Veranstaltung weitere Unterlagen, Materialien und Hinweise zur Präventionsverordnung.