Schmuckband Kreuzgang

Rochusverehrung in Deutschland

Bingen verehrt Rochus in besonderer Weise seit 1666 in einer alljährlichen Rochus-Prozession und dem Rochusfest, das auf das Gelübde der Stadt zurückgeht, als Dank für die Errettung Bingens vor der großen Pest des 17. Jahrhunderts.

In Deutschland entstehen schon vor Ende des Dreißigjährigen Krieges eine Vielzahl von selbständigen Rochuskapellen (vor allem im Rheinland): 

1627

in Hatzenport / Mosel
1630 in Adenau / Eifel und Monschau
1666 in Bingen, Köln-Bickendorf, Düsseldorf-Pempelfort und Düsseldorf-Angermund
1667 in Heiligenhaus
1668 in Kemmerich
1669 in Loope bei Engelskirchen
1670 in Bonn-Duisdorf
1690 in Sand bei Bergisch-Gladbach
1709 in Düsseldorf-Hamm und Siegburg-Seligenthal
1721 in Mainz
1730 in Korschenbroich
1771 in Lüttenglehn bei Büttgen
1785 in Kaster / Mosel
1791 in Oberforstbach bei Kornelimünster
im 18. Jh. in Rheindahlen-Kothausen, Mennrath, Bergisch-Gladbach und Duisburg-Huckingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber auch in anderen Gegenden Deutschlands werden Rochuskapellen erbaut:

1593 in Wangen im Allgäu
1604 im oberfränkischen Trebgast
1624 in Kämmerzell bei Fulda
1670 in Weissach bei Pforzheim
1690 in Dittelbrunn
1692 in Hainhausen bei Offenbach

 

Außerdem leistet man immer wieder Gelübde, alljährlich am Rochusfest eine Prozession zu Ehren des Heiligen zu veranstalten:

1626 in Eberstal bei Ingelfingen
1635 in Recklinghausen und in Buchen im Odenwald
1637 in Steinheim / Westfalen
1666 in Bingen und Köln-Bickendorf
1702 in Weiskirchen bei Offenbach

 

Die Prozessionen in Bingen, Buchen, Steinheim und Weiskirchen sind bis heute beibehalten worden.