Schmuckband Kreuzgang

Struktur der Katholischen Kirche verändert sich

Die neuen Pastoralräume im Dekanat Darmstadt (c) Kath. Dekanat Darmstadt
Die neuen Pastoralräume im Dekanat Darmstadt
Datum:
Termin: Donnerstag, 01.07.21 - 23:59

Das Katholische Dekanat Darmstadt formuliert ein Votum zur künftigen Struktur der Katholischen Kirche in der Region

Auf der Dekanatsversammlung des Katholischen Dekanates Darmstadt am Dienstag, dem 22. Juni 2021 in der Katholischen Innenstadtkirche St. Ludwig beschließt dieses oberste Gremium des Dekanates ein Votum zur künftigen Struktur der Katholischen Kirche in der Region.

Die Versammlung bittet den Bischof von Mainz Dr. Peter Kohlgraf die derzeit 18 Pfarreien und drei Gemeinden anderer Muttersprachen in drei Pfarreien zusammenzufassen. Auch weitere Dienste der Katholischen Kirche, z.B. die Frauenseelsorge, sollen nach dem Wunsch der Versammlung in diese neue Struktur eingebettet werden.

Die drei Pfarreien sind territorial gesehen folgendermaßen aufgestellt: Im Westen wollen St. Johannes der Täufer in Weiterstadt und St. Marien in Griesheim eine Pfarrei bilden; im Zentrum sind dies die Pfarreien Heilig Geist, Arheilgen, St. Jakobus (Kranichstein), St. Bonifatius (Messel) und die fünf Pfarreien des derzeitigen Pfarreienverbundes Innenstadt: St. Elisabeth, St. Fidelis, St. Ludwig, Liebfrauen und Heilig Kreuz (Heimstätte); im Südosten des derzeitigen Dekanates finden die Pfarreien St. Josef und St. Georg (beide Eberstadt), St. Antonius (Pfungstadt), St. Bonifatius (Seeheim-Jugenheim), St. Michael (Mühltal), Liebfrauen (Ober-Ramstadt), St. Pankratius (Modau) und Verklärung Christi (Roßdorf) zusammen.

Der Umstrukturierungsprozess des Pastoralen Weges wurde von Bischof Dr. Kohlgraf unter dem Leitwort: Eine Kirche die teilt im September 2018 angekündigt. Seit dem 12. März 2019 arbeiten die dafür eingesetzten Gremien des Pastoralen Weges: Steuerungsgruppe, Dekanatsprojektteam und insgesamt sieben thematisch orientierte Gruppen an Inhalt und Struktur der künftigen Katholischen Kirche in der Region. „Der jetzige mit 2/3 Mehrheit verabschiedete Strukturvorschlag ist nur ein kleinerer Teil des Arbeitsauftrages. Der weitaus größte Teil liegt noch vor uns: die Verarbeitung der bisher erarbeiteten inhaltlichen Auseinandersetzung in ein pastorales Konzept“, sagt Dekan Dr. Christoph Klock erleichtert und sichtlich erschöpft nach der vierstündigen Sitzung.

„Die nächsten Schritte im Prozess sind der für Anfang Juli anstehende Dekanatsklausurtag“ erläutert Dekanatsreferent Bernd Lülsdorf, dessen Aufgabe die operative Leitung des Prozesses ist. „Dort werden wir die Rohfassung des Pastoralen Konzeptes erstellen, das in zwei Lesungen im September und November dieses Jahres dann abgestimmt wird“. Anschließend wird das gesamte Konzept dem Bistum übermittelt. Für Ostern 2022 wird dann die Entscheidung für die Umsetzung durch Bischof Dr. Kohlgraf erwartet.