Schmuckband Kreuzgang

Der Blog zum Pastoralen Weg

In diesem Blog soll der Pastorale Weg im Katholischen Dekanat chronologisch aufgezeichnet werden. In jeder Woche werden die Gespräche und Sitzungen und die wichtigsten Inhalte kurz wiedergegeben. Gegebenenfalls gibt es auch einen Verweis auf die nebenstehenden Dokumente, die Hintergrundinformationen oder aber auch Protokolle sind. Hier kann man also jederzeit nachlesen, auf welchem Stand sich der Pastorale Weg in Darmstadt befindet.

Der Blog ist also eine Art digitales Vademecum.

26. Juni bis 2. Juli 2020

Vieles konnten wir in der letzten Woche noch in trockene Tücher wickeln und somit winkt der verdiente Urlaub in Südverandien. Ich bin entspannt.

Vor allem haben wir einen Fahrplan entwickelt, der in verschiedener Hinsicht sehr vielversprechend ist. 

  • Der Fahrplan sieht eine Beteiligungsstruktur vor, die die Menschen in den Pfarreien mitnehmen kann und zugleich die Frage offen hält, wer sind denn "die Menschen", die etwas brauchen?
  • Der Fahrplan denkt vom Ende eines gemeinsamen Beschlusses her und ermöglicht ein miteinander Wachsen.
  • Der Fahrplan bedenkt den vielfach geäußerten Wunsch nach Entschleunigung und bringt Sicherheit für die Planung.

Allerdings ist dies nur ein Plan. Carl Philipp Gottlieb von Clausewitz schreibt dazu: "Der größte Feind eines guten Plans ist der Traum eines Perfekten". Will heißen: wir wissen nicht, welche Umstände und Kontexte uns im nächsten Jahr erwarten. Wie sehr Planungen durcheinander gewirbelt werden können, haben uns die letzten Monate gezeigt. Daher werden wir mit einer Idee voranschreiten und sie immer wieder an der Wirklichkeit überprüfen. Cést la vie :)

19. bis 25. Juni 2020

In dieser Woche haben wir in gewisser Weise die erste Phase des Pastoralen Weges für unser Dekanat abgeschlossen.

Wir hatten uns vorgenommen Orientierung, Recherche und Analyse unserer Arbeit im Dekanat, in seinen Pfarreien und Einrichtungen in den Vordergrund zu stellen um zu sehen und zu hören. Diese Phase ist - coronabedingt - zwar noch nicht ganz abgeschlossen, da zwei Lebenswelterkundungen noch ausstehen, aber doch fast. Schau hin! war unsere Hauptdevise, daraus wird jetzt in der zweiten Phase des Pastoralen Weges die Beschäftigung mit der Frage, wie geht es weiter? Wie wollen wir Kirche sein? Was brauchen wir Menschen und wie können wir diese Bedürfnisse, die auch die unsrigen sind, gut in das pastorale Konzept einbinden.

Zum Abschluss der ersten Phase war es auch wichtig, das wir uns im Dekanatsprojektteam am letzten Montag Zeit genommen haben auf die geleistete Arbeit zurück zu schauen. Es wird mir deutlich, dass viele unserer Wege notwendige Schleifen sind, die uns geholfen haben unsere Aufgabe und unsere Verantwortung besser zu verstehen. Diese Schleifen brauchen wir - auch in Zukunft!

Einen Ausblick in die Zukunft haben wir gestern in der Steuerungsgruppe getan, um dort die nächsten Schritte und ihre Abfolge festzulegen. Bis Ende nächster Woche wird dazu ein Denkpapier vorliegen. Und dann winkt uns ein wunderbarer und verheißungsvoller Ort: Die Ferien!

12. Juni bis 18. Juni 2020

Gleich zwei wichtige Termine haben uns auch in dieser Woche auf Trab gehalten. Am Dienstag tagte das Dekanatsprojektteam und gestern fand das schon im letzten Jahr terminierte Statusgespräch mit Vertretern der Bistumsleitung und der Koordinationsstelle des Pastoralen Weges statt.

Die Dekanatsversammlung hatte das Dekanatsprojektteam damit beauftragt, den zweiten Teil des Statusberichtes zu besprechen und zu beschließen. In einer sehr intensiven zweieinhalbstündigen Sitzung wurde dieser Auftrag abgearbeitet und der Statusbericht an  die Bistumsleitung beschlossen.

Eine Besonderheit des Statusgespräches sei hier nochmals erwähnt: Seit über drei Monaten war das für viele die erste Präsenzsitzung. Etwas gewöhnungsbedürftig war der Abstand zueinander und die Herausforderung ständig laut sprechen zu müssen. Aber mir hat diese Sitzung auch mal gut getan.

5. Juni bis 11. Juni 2020

Zwei wesentliche Erkenntnisse für den Pastoralen Weg entnehme ich den Ereignissen der letzen Woche.

Am Samstag, den 6. Juni 2020 ist es uns gelungen mit ca. 80 teilnehmenden Personen in einer Videokonferenz einen wesentlichen weiteren Schritt in unserem Dekanat zu tun. Wie in der letzten Woche schon angekündigt, hatten wir die Auftaktveranstaltung für die beiden strukturellen Themengruppen "Neue Strukturen" TG5 und "Finanzen und Verwaltung" (TG6). 

Es ging zunächst einmal um nichts anderes als einen ersten Austausch miteinander und ein erstes hineinriechen in die Aufgabe der Themengruppen. Aber beides ging in einer sehr verbindlichen und gleichermaßen entspannten Atmosphäre von sich. Was lerne ich daraus: auch ein kleiner Schritt kann ein ganz großer Schritt sein!

Es ist schon ein wirklich gutes Gefühl mit so viel Engagement und Kompetenz an die vor uns liegende große Aufgabe zu gehen.

Eine zweite Erkenntnis nehme ich mit aus dem "Stammtisch Pastoralen Weg", den wir am letzten Montag zum ersten Mal eingerichtet haben. Verantwortliche aus den Gemeinden, vor allem die PGR-Vorsitzenden, haben hier die Möglichkeit Ihre Fragen mitzubringen und sich in entspannter Atmosphäre anzuhören, was denn die Kollegen aus den Nachbarpfarreien so machen. Was lerne ich daraus: es braucht auch Räume ohne Agenden, damit ein guter Austausch zustande kommt.

29. Mai bis 4. Juni 2020

Ein kleines Innehalten zu Beginn dieses Blogs: seit nunmehr einem Jahr berichten wir an dieser Stelle Woche für Woche über den Pastoralen Weg. Ich habe mir die Einträge eben noch einmal angeschaut. Ich habe den Eindruck, dass uns das gemeinsame Nachdenken und das gemeinsame Handeln zum Positiven verändert: wir sind jetzt wesentlich mehr Gemeinschaft im Zeugnis.

Sichtbar wird das vor allem an den mittlerweile sechs vorliegenden Videobotschaften der Themengruppen 1 bis 4 an die Themengruppe 5 und 6 (wir werden die Videos in der nächsten Woche nach Möglichkeit für alle freigeben). Diese Testimonials sind ein wesentlicher Bestandteil der beginnenden Arbeit für die Themengruppen "Neue Strukturen" und "Finanzen und Verwaltung". Diese werden morgen Nachmittag zu einem ersten Digitalen Workshop zusammenkommen.

Heute morgen gab es seitens der Diözesanen Koordinationsstelle Pastoraler Weg eine erste würdigende Rückmeldung auf unseren Zwischenbericht. Es tut gut, eine Resonanz zu erhalten! In zwei Wochen werde ich an dieser Stelle in ausführlicher Form über das Treffen berichten können.

22. bis 28. Mai 2020

Spannend war es in dieser Woche wieder einmal. Es gab viele Gelegenheiten mit Einzelnen und Gruppen über die vergangenen Sitzungen zu sprechen. Aber es traten auch erstaunliche Haltungen zutage, die mich teils sprachlos machten.

In der Nachlese der Dekanatsversammlung, die ja auch ausführlich im Blogbeitrag von Benedikta Caspari besprochen wurde, ergab sich ein sehr gemischtes Bild auf die Dekanatsversammlung: mutig, eine wertvolle Erfahrung, wir müssen noch viel lernen, waren einige der Äußerungen. Niemand sprach - jedenfalls in meiner Anwesenheit - von einem Fehlschlag. Auch habe ich nicht gehört, dass Videokonferenzen für dieses Format vollkommen ungeeignet sind. Im Gegenteil: in einer ganzen Reihe von Zuschriften und Kommentaren lese ich konkrete und sehr konstruktive Verbesserungsvorschläge. Sollte sich eine Neuauflage als unausweichlich herausstellen, werden wir hier gute Hinweise haben, wie wir diese besser gestalten können.

Positiv waren die vielen Einlassungen zu unserem Zwischenbericht auf dem Statusgespräch. Diese konnten wir gut einarbeiten in die Folien und der Bistumsleitung jetzt schon die Fragen vorlegen, die wir am 18. Juni beantwortet haben möchten.

Wirklich ermutigend ist das erste der fünf Videos (vier aus den Themengruppen und eines von den Lebenswelten), dass den Teilnehmenden aus den Themengruppen "Neue Strukturen" und "Finanzen und Verwaltung" zur Einführung in ihre Aufgaben zur Verfügung gestellt wird. Die Themengruppe Sozialpastoral hat das Video erstellt und ich finde es wirklich sehr motivierend und pfingstlich erneuernd!

15. bis 21. Mai 2020

Am vergangenen Dienstag, dem 19. Mai 2020 fand die erste DDD (Digitale Dekanatsversammlung Darmstadt) statt. Zu behaupten es wäre ein voller Erfolg gewesen, trifft wohl nicht zu, aber ein herausforderndes Übungsfeld  war sie allemal. Deutlich wurde, dass eine streitbare Sitzung in dem Medium Videokonferenz noch einiges Lernen bedarf. Vielleicht ist es ja auch so, dass der Pastorale Weg vor allem ein Lernfeld für eine gute Streitkultur sein kann.

Die Dekanatsversammlung war als das höchste beschlussfassende Gremium im pastoralen Weg im Dekanat schon seit langem als ein Meilenstein an diesem Termin angesetzt gewesen. Sie sollte trotz Corona eine Chance bekommen, dies zu bleiben. Es galt, den Themengruppen "Neue Strukturen" und "Finanzen und Verwaltung" einen legitimierten Startpunkt zu setzen, das Schmerlenbach-Papier als Leitlinien unserer weiteren Arbeit zu verabschieden und das Statusgespräch zum Pastoralen Weg mit der Bistumsleitung vorzubereiten.

Die Architektur der Versammlung sah vor, dass sich die Delegierten aus den Pfarrgemeinden oder Pfarrgruppen jeweils vor einem Bildschirm versammelten, natürlich unter Einhalten der Abstandsregel, so dass sich nicht jede Person einzeln in die Videokonferenz einwählen musste. Dies hat mitunter zu einem netten Public-Viewing-Gefühl geführt, das auch manche technische Länge überspielte.

An ihre Grenzen kam die Versammlung aber spätestens durch die Tücken einer streitbaren Sitzungskultur. Dort, wo man im Normalfall mit Geschäftsordnungsanträgen die Tagesordnung verändern oder den Schluss einer Debatte beantragen kann, wurde bald deutlich, dass die Verständigung über komplizierte Sachverhalte, die Einhaltung von Rednerlisten mit telefonisch zugeschalteten Versammlungsteilnehmern sowie ein Chatraum, der wie ein Separee gewirkt hat, den inhaltlichen Redefluss deutlich in Mitleidenschaft zog.

Auch wenn die angesprochenen Themen und ihr Ansinnen durchaus bedenkenswert waren, so hatten sie doch in diesem Medium keine Chance, entsprechend gewürdigt zu werden.

Letztlich konnten die Themengruppen gestartet werden, die gemeldeten Mitglieder werden demnächst eine Einladung zum Online-Auftakt bekommen. Der Entwurf für das Statusgespräch hat eine Rückmeldeoption bis zum kommenden Mittwoch bekommen; alle Äußerungen, die bis dahin aus den Gremien kommen, werden nebeneinander in das Papier eingearbeitet und nach Mainz geschickt. Das Dekanatsprojektteam wird dann bei seinem Treffen die Sammlung noch vervollständigen. Die Diskussion des Schmerlenbach-Papiers wurde nochmals verschoben, bis ein Modus gefunden wird, der eine würdige Diskussion zulässt.

Drei Anträge waren im Vorfeld an die Versammlung gestellt wurden, von denen sich einer, der die Ablehnung des Statuspapiers zum Inhalte hatte, durch dessen Weiterverarbeitung erledigt hatte. Ein zweiter zur Einbindung der Pfarrgemeinderäte in den Prozess und ein dritter zur Diskussion und Entscheidungsfindung von weiteren Papieren konnten nicht mehr behandelt werden, da die Versammlung an ihre zeitliche Grenze geraten war und ein Antrag zur Verlängerung keine Mehrheit fand. Sie werden nun zunächst die Steuerungsgruppe beschäftigen.

Auch wenn das Ende „ein bisschen plötzlich“ kam und die fehlende inhaltliche Diskussion Unzufriedenheiten generierte, kann der Versammlung doch eine hohe Disziplin mit dem Medium und eine große Leidensfähigkeit mit technischen Zeitfressern bescheinigt werden. Ein gemeinsames Wachsen an der Herausforderung war es schon, und auch die gemeinsame Feststellung, dass eben doch nicht alles digital zu lösen ist; bzw. vielleicht auch umgekehrt: Dass digitale Vorgänge eben auch andere Regeln benötigen.

Und eines haben wir gemeinsam auf jeden Fall erreicht: Wir waren die Dekanatsversammlung im Dekanat, die die bisher höchste Anwesenheit der Mitglieder aufweisen kann!

Ein Kommentar von Benedikta Caspari

8. bis 14. Mai 2020

Im Dekanatsrat und im Dekanatsprojektteam in dieser Woche war das Ringen um den weiteren pastoralen Weg deutlich spürbar.

Es stellt sich die Frage, wie und ob wir den Prozess gut weiterführen können auf verschiedenen Ebenen. Da sind zum einen die Einschränkungen, denen wir durch die Kontaktbeschränkungen unterliegen. Alles geht halt eben nicht über Videokonferenzen, z.B. das klärende Gespräch danach. Zum anderen ist aber da auch die Beobachtung, dass an anderen Orten des Bistums das Weiterarbeiten eingestellt wird. Was soll und kann mit Ergebnissen geschehen, die wir hier generieren, wenn diese zum Alleinstellungsmerkmal unseres Dekanates werden.

Diese Fragen gut im Dekanat zu verankern, und dann an das Bistum zurückzugeben, das ist die Aufgabe der nächsten Zeit, insbesondere der Dekanatsversammlung am kommenden Dienstag.

1. bis 7. Mai 2020

Mit den Videokonferenzen der Steuerungsgruppe und den Moderierenden der Themengruppen 1-4  hatten wir in dieser Woche wieder zwei wichtige Ankerpunkte unseres pastoralen Weges.

Immer besser können wir dieses Medium der Videokonferenzen einsetzen und können uns gut vorstellen, dass wir hier ein Teil der Lösung auch für die Zukunft unserer Arbeit sehen: Wenn die pastoralen Einheiten größer werden und das Verhältnis zwischen Fahrt- und Konferenzzeit eher ungüngstiger wird.

Insbesondere haben wir uns der Vorbereitung der nächsten Meilensteine gewidmet: der Dekanatsversammlung am 19. Mai und dem Statusgespräch am 18. Juni. Ersteres wird eine Herausforderung: wenn wir alle Mitglieder der Dekanatsversammlung in einer Videokonferenz zusammenschalten, sind dies 112 Personen. Aber wir arbeiten an einer Lösung!

24. bis 30. April 2020

Pastoraler Weg - dies wurde mir in der letzten Woche noch einmal klarer - ist die Besinnung darauf, wie wir Kirche mit den Menschen sein wollen.

Ich mache es daran fest, wie intensiv wir auch in den Konferenzen dieser Woche nach Wegen gesucht haben, wie Menschen in dieser Zeit entlastet werden können. Insbesondere galt in dieser Woche unsere Aufmerksamkeit für die Familien. Wir werden uns in den nächsten beiden Wochen sehr darum bemühen Angebote zu schaffen, die eine Entlastung sind.

Wichtig war auch, wie wir wieder öffentliche Gottesdienste feiern können. Aber ich habe für mich festgestellt, dass dieser Aspekt in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit wesentlich mehr Aufmerksamkeit hatte, als z.B. unsere Initiativen zur Unterstützung der Familien. Warum? Vielleicht weil es noch nicht bis zu dem Menschen gedrungen ist, dass wir mit ihnen sind.

Ich glaube, da müssen wir uns noch ein wenig anstrengen.

3. April bis 23. April 2020

Inzwischen ist die Kar- und die Osterwoche vergangen und hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen: die Leere der Kirchen hat in vielen Menschen auch eine innere Leere und Ratlosigkeit zurückgelassen.

Im Pastoralen Weg ist jetzt die Frage, wie wir diese Leere tatsächlich mit Etwas füllen können, das tragfähig und zukunftsweisend ist. Also nicht mit irgendEtwas sondern mit gehaltvollem und substantiellem.

Dazu ist es gut, dass wir mittlerweile ein gut funktionierendes Netz an VKonferenzen aufgespannt haben, um uns gut miteinander in Beziehung zu bringen und weiter an dem Bild von Kirche zu arbeiten, die wir sein wollen.

In der vergangenen Woche waren das gleich zwei Sitzungen, die beide am Dienstag stattgefunden haben: die Steuerungsgruppe und das Dekanatsprojektteam. Die Ergebnisse sind im einzelnen in den Protokollen nachzulesen und werden auch über den Newsletter verteilt.

Es ist gut zu wissen, dass wir miteinander unterwegs sind!

27. März bis 2. April 2020

Schon letzte Woche habe ich angekündigt, dass die Steuerungsgruppe Pastoraler Weg per Videokonferenz tagt. Wie nicht anders zu erwarten, haben wir mit einem Doppelbeschluss auf die Coronakrise reagiert:

1. Zum einen nehmen wir (terminlichen) Druck aus dem Prozess
2. Und passen unseren Terminkalender den Gegebenheiten an (Workshoptag am 25.4. fällt aus; Delegierte für Strukturgruppen werden erst bis Mitte Mai benannt). 

Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass wir nicht wissen, ob und wie der Zeitplan Ende April nochmals überarbeitet werden muss. Dennoch halten wir es für sinnvoll zumindest einen Planungshorizont aufzuzeigen, um den bisher gut verlaufenen Prozess im Dekanat nicht zerbrechen zu lassen.

In der Zwischenzeit wollen wir gemeinsam gut überlegen, welche Aufgaben jetzt (bis Mitte Mai) gestellt und abgearbeitet werden können.

20. März bis 26. März 2020

Im Moment gibt es vom Pastoralen Weg nicht viel zu berichten. Aber: in der nächsten Woche tagt die Steuerungsgruppe per Vkonferenz. Dann gibt es mehr Infos!

13. bis 19. März 2020

Meine Assistentin hat mich gefragt, ob es in dieser Woche denn überhaupt einen Blog zum Pastoralen Weg in Darmstadt geben wird. "Natürlich gibt es den!" habe ich geantwortet. "Gute Frage!!!" habe ich gedacht!

Was soll ich schreiben über den Pastoralen Weg in Darmstadt, wenn alles soziale (und auch kirchliche Leben) zum erliegen gekommen scheint. Wenn keine Konferenzen mehr stattfinden, wenn selbst die besten Ansätze ins Leere zu laufen scheinen.

Aber ich habe Themen über die ich schreiben kann. Da sind zum Beispiel diejenigen, die dem Pastoralen Weg sehr kritisch gegenüberstehen. Manchmal auch einfach nur ablehnen. Aus dieser Ecke höre ich jetzt schon laut und deutlich: Pastoraler Weg, das wird in diesem Jahr ja wohl nichts mehr. Ehrlich gesagt finde ich es sehr grenzwertig, die Coronakrise so zu benutzen! Aber es gibt auch diejenigen, die einfach nur fragen, wann und wie es weitergehen kann.

Ich bin da eher zuversichtlich! In dieser Woche haben wir im Dekanat ein Videokonferenztool getestet, dass schon zum Einsatz gekommen ist und schon in der nächsten Woche auf dem Pastoralen Weg genutzt wird. Ich finde es gut, dass wir diesen Weg einschlagen, denn auch in Zukunft wird es so sein, dass die Wege in den Regionene zu weit sind für eine Konferenz von etwa zwei Stunden. Dafür gibt es demnächst dieses Konferenztool. Wir werden sehen, ob es sich in Zeiten von Corona bewährt und dazu in der Lage ist von Mensch zu Mensch eine Brücke zu bauen.

6. bis 12. März 2020

Der Berichtszeitraum des Blogs endet eigentlich immer am Donnerstagabend. Aber die Ereignisse haben sich überschlagen. Es ist jetzt Freitag, der 13. März 2020, 16.37 Uhr und ich kann nicht so tun als hätten die Entscheidungen der letzten beiden Stunden keinen Einfluss auf den Blog. Der Einfluss ist nämlich enorm: wir können davon ausgehen, dass durch die Coronaepidemie einiges an Geschwindigkeit aus dem Pastoralen Weg genommen wird. Aber alles ist für alles was gut: es gibt uns Zeit und Gelegenheit zum Nachdenken.

Ansonsten war es eine gute Woche, was die Weichenstellung zum Pastoralen Weg angeht. Am letzten Dienstag hat die Dekanatsversammlung in intensiver Textarbeit die Aufgabenbeschreibungen für die Themengruppen Neue Strukturen (TG 5) und Finanzen und Verwaltung (TG 6) erarbeitet. Zugleich wurde auch die Zusammensetzung der Themengruppen beraten und beschlossen. Jetzt allerdings müssen wir abwarten, wie es weitergeht.

28. Februar bis 5. März 2020

In dieser Woche gab es die zweite Runde des regionalen Austauschforums an der aus den Dekanaten Darmstadt, Dieburg, Erbach, Bergstraße West, -Ost und Mitte teilgenommen haben.

Ich konnte leider nicht teilnehmen, aber wurde sofort unterrichtet, dass unser Dekanat sehr gut vertreten war. Die anderen Dekanate aber eher weniger. Allein aus dieser Beobachtung lässt sich eine Frage formulieren: wie groß dürfen die Regionen in der Zukunft unseres Bistums werden? Wie lange Anfahrtzeiten sind denn sinnvoll und auch zumutbar? Welche Inhalte sind in Zukunft so wichtig und tragfähig, dass es gemeinsamer Sitzungen bedarf? Welche Formen der Zusammenarbeit in einem solchen Raum gibt es noch?

Ich kann es schon verstehen, denn die Wege in den o.g. Regionen sind schon lang: von Bad Wimpfen nach Darmstadt fährt man über eineinhalb Stunden.

21. bis 27. Februar 2020

Karnevalswoche - nicht viel los auf dem Pastoralen Weg! Könnte man meinen, läge aber damit recht falsch.

Von den Themengruppen Glauben leben, Lebenswelten und Sozialpastoral liegen die Protokolle der jeweils vierten Sitzung vor. Spannend finde ich hier alle Ansätze und natürlich auch lesenswert!

Jetzt gleich mache ich mich auf nach Seeheim-Jugenheim. Dort lockt die nächste Lebenswelterkundung.

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14. bis 20. Februar 2020

Ich war überrascht! Da hatten wir am letzten Dienstag Dekanatsratssitzung und einer der Tagesordnungspunkte beinhaltete die Frage, ob es bei der erhöhten Schlagzahl der Sitzungen in diesem Jahr - wir haben noch mindestens vier Dekanatsversammlungen und viele weitere Treffen auf dem Pastoralen Weg - die Anzahl der Dekanatsratssitzungen verringert oder vielleicht sogar ausgesetzt werden sollen bis 2021. Ergebnis ist, dass die Ratsmitglieder sich sogar noch öfter treffen wollen, um das zu tun, was ein Rat so tut: sich zu beraten.

Wie gesagt: ich war überrascht! Und jetzt bin ich sehr froh, denn durch diese sehr intensiv geführte Diskussion wurde eines überdeutlich: die Menschen haben ein hohes Interesse daran diesen Weg mitzugestalten.

7. bis 13. Februar 2020

Heute (am 13.02.2020) waren wir bei der Lebenswelterkundung in der Pfarrei Verklärung Christi in Roßdorf und Gundernhausen. Besucht haben wir die Evangelische Gemeinde in Gundernhausen, die Altenwohnanlage der AWO und das Baby-Kaffee im Bonifatiushaus, dem Gemeindezentrum neben der Kirche. Ich war im letzteren und bin überwältigt. Uns erwarteten 10 Mütter mit insgesamt 12 Kindern. Sie erzählten uns von Ökumene und Gemeinschaft, von der Notwendigkeit einen Raum zum Treffen zu haben und von der integrierenden Kraft der gemeinsam gelebten Verantwortung für die Kinder. Daraufhin befragt sagten sie: Ja, natürlich sind wir Gemeinde. Und mit was für einer Lebendigkeit! Sie treffen sich mit Kindern unterschiedlichen Alters und in unterschiedlicher Zusammensetzung viermal die Woche und sind Kirche!

Eine weitere Begegnung auf dem Pastoralen Weg war das Gespräch mit dem Magistrat der Stadt Darmstadt. Vor allem die Sozialdezernentin Barbara Akdeniz, aber auch Bürgermeister Reisser, Stadtkämmerer Schellenberg und Oberbürgermeister Jochen Partsch wünschen sich eine starke Katholische Kirche als verlässlichen Partner in der bürgerlichen und sozialen Gesellschaft. Pastoraler Weg ist also keine Nabelschau!

Eine gute Nachricht zum Schluss. Bald werden wir mit der Software Only Office ein gutes Instrument haben, damit unser Pastorale Weg noch transparenter wird.

31. Januar bis 6. Februar 2020

Am Dienstag wartete ein Abstimmungsmarathon auf uns. Nachdem sich alle Räte in den Pfarreien und Gemeinden konstituiert hatten, war es auch Zeit, dass die Dekanatsebene sich neu aufstellt.

Schon über ein Jahr lang denken wir darüber nach, wie sich unsere Schmerlenbacher Thesen konkret auch auf die Leitung des Dekanatsrates auswirken. Eine Folgerung aus unseren Überlegungen war es gewesen, dass die Papiere nur dann Kraft gewinnen, wenn durch die Wahl einer Doppelspitze aus Frau und Mann zu Vorsitzender und Vorsitzendem des Dekanatsrates eine konsequente Umsetzung geschieht. Manchmal ist es gut, wenn man einem guten Gedanken lange genug Zeit gibt: Die Abstimmung zu der Veränderung unserer Satzung war einstimmig.

Aber was bedeuten Papiere, wozu gibt es Abstimmungen und Voten, wenn nicht zwei konkrete Menschen ja sagen zu der Aufgabe, die da bevor steht. Patricia Buschbeck und Dr. Lutz Büttgenbach konvertieren einen Gedanken in Wirklichkeit. Dabei sind sie um Ihre Aufgabe nicht zu beneiden. Ihnen beiden wünsche ich Gottes Segen für ihr tun. Und ich persönlich freue mich auf die Zusammenarbeit!

24. bis 30. Januar 2020

Wieder neigt sich eine bewegte und gefüllte Woche auf dem Pastoralen Weg ihrem Ende zu.

Schon angekungen in meinem letzten Beitrag war die gute Atmosphäre auf dem Dekanatsklausurtag in Schmerlenbach vom Donnerstag zum Samstag der letzten Woche. Aber es war nicht nur Atmosphäre sondern insbesondere ein geschwisterliches Ringen um die wirklich guten nächsten Schritte. Hocherfreut sind wir insbesondere darüber, einstimmig ein Abschlussdokument der Tagung verabschiedet zu haben, dass uns Leitplanken für die weiteren Schritte weist.

Aber auch von anderen guten Entwicklungen kann ich berichten. Insbesondere die gestrige Sitzung im Dekanatsprojektteam hat mir große Freude gemacht durch die wertschätzende, offene und auch zielorientierte Arbeit, die wir da leisten konnten.

Letzte Station auf dem pastoralen Weg war die heute Abend stattgefundende Lebenswelterkundung in St. Elisabeth mit über 30 Teilnehmenden Personen. Überwältigend die Zahl aber auch die Eindrücke, die ich von diesem Abend mitnehme.

Abschlussdokument von Schmerlenbach

17. bis 23. Januar 2020

Aus der Mitte des Dekanatsklausurtages in Schmerlenbach schreibe ich heute den Blog. Zur Zeit sind fast fünfzig Menschen aus dem Dekanat damit beschäftigt, Thesen aus Themengruppen, Lebenswelten, Relevanten Umwelten und Kategorialen Diensten aufzuarbeiten, die seit Juli letzten Jahres auf dem Pastoralen Weg entstanden sind.

Wir sind eine frohe Gesellschaft in wirklich guter und geschwisterlicher Atmosphäre, die miteinander darum ringt, wie wir als Gemeinschaft in Zukunft Zeugnis ablegen wollen für das Evangelium.

Es ist spannend, einen solchen Prozess bin ich persönlich noch nie gegangen. Ich bin mir sehr sicher, dass wir in unserem Reden und Denken getragen sind vom Geist Gottes.

13. Dezember 2019 bis 16. Januar 2020

Lebenswelterkundung in St. Johannes der Täufer, Weiterstadt (c) Maria Lorenz
Lebenswelterkundung in St. Johannes der Täufer, Weiterstadt

Nun ist es schon wieder vorbei, das große Durchatmen auf dem Pastoralen Weg. Immerhin vier Wochen haben wir uns auf wesentlicheres konzentrieren können, verbunden mit der Botschaft, dass Veränderung oft unscheinbar und klein beginnt.

Seit zwei Wochen nun sind wir wieder mit Volldampf unterwegs. Die Themengruppen im Dekanat arbeiten und erschließen sich Stück für Stück die Weite Ihrer Aufgabe. Es ist schon ein großer Gewinn dieses Prozesses, dass sich so viele Menschen über die gesamte Fläche unseres Dekanates aufmachen, um über die Verkündigungsaufgabe von Kirche nachzudenken.

Heute Nachmittag haben wir auch wieder an den Lebenswelterkundungen angeknüpft. Wir waren in der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Weiterstadt. Vor allem die von Außen kommenden waren verblüfft über die flächenmäßige Größe der Pfarrei, die mit sechs Orten und der JVA in Weiterstadt weit über 6.000 katholischen Christen eine Heimat im Glauben sein will. Zwei Gedanken haben mich dabei bewegt: es braucht Räume und es braucht Zeit, um die Menschen zu erreichen.

6. bis 12. Dezember 2019

Dies ist der zunächst letzte Eintrag im Blog zum Pastoralen Weg für dieses Jahr. Es will Weihnachten werden.

Zu berichten gibt es grundsätzlich zwei Dinge: die zweite, bzw. dritte Runde der Themengruppen ist durch. Fast 80 Menschen aus unserem Dekanat machen sich intensiv Gedanken dazu, wie die vielen Aufgaben einer lebendigen christlichen Gemeinde in Zukunft angegangen werden sollen. Allein das Interesse an dieser sehr neuen Art des gemeinsamen Denkens stimmt mich zuversichtlich. Es macht mir aber auch deutlich, wie viel Verantwortung wir auf diesem Weg haben.

Das zweite Treffen von dem ich gerne berichten mag, fand am letzten Montag statt. Dort haben die Seelsorgenden aus den kategorialen Diensten in Krankenhäusern, Schulen, Stadt, Gefängnis, Seelsorge60+, Frauen Telefon und vielen anderen zusammen gesessen und sich mit der Frage auseinandergesetzt, welche Perspektive bringt die Kategoriale Seelsorge in den Pastoralen Weg mit ein. Das Ergebnis dieses Nachdenkens wird einfließen - wie die vielen anderen Ergebnisse auch - in das gemeinsame Reflektieren auf der Dekanatsklausur im nächsten Jahr. Aber das ist eine andere Geschichte, die in einem anderen Blogeintrag behandelt werden wird.

Lasst Gott Mensch werden und tut es ihm nach. Frohe Weihnachten!

28. November bis 5. Dezember 2019

ich finde es wird Zeit, die Spannung im Pastoralen Weg ein wenig entweichen zu lassen, um Platz für etwas anderes zu schaffen und "um wieder staunen zu lernen".

In der vergangenen Woche gab es allerdings noch unterschiedliche und wichtige Schritte, die wir gemeinsam gegangen sind. Vor allem der Dienstag hat mich dann ganztägig beschäftigt. Von Morgends bis Abends kamen in Mainz die Dekanatsreferenten der 20 Dekanate zusammen, um sich über den jeweiligen Stand der Dekanate auf dem Pastoralen Weg auszutauschen. Vieles von dem war sehr anregend. Vor allem die Frage, wie Jugendliche und Junge Erwachsene - also die Zukunft - in die Beratung über die Gestalt der Kirche einbezogen werden können. Auch für unser Dekanat ist das eine drängende Frage, der wir uns stellen müssen.

Am Dienstagabend nun kam das Dekanatsprojektteam zusammen, um über den Stand des Pastoralen Weges und die nächsten Schritte zu beraten. Mir wird sehr deutlich, wie umfangreich und komplex das Projekt ist. Es ist eine Herausforderung alle Stimmen gleichermaßen zu hören, die ganz lauten aber auch die ganz leisen. Eine Freude allerdings ist es, dass es die verschiedenen Stimmen überhaupt noch gibt.

Letzter Akt des Pastoralen Weges in der vergangenen Woche ist die letzte der Lebenswelterkundungen in diesem Jahr. Wir waren zu Gast in Heilig Kreuz in der Heimstättensiedlung. Zwei Eindrück beschäftigen mich aus diesen Begegnungen: das Bekenntnis "Zusammen sind wir Heimat" und die Frage danach, wie wir als christliche Gemeinde erkennbar sind. Das erste zielt ab auf die integrierende Kraft des Glaubens, das zweite findet sich auch schon im Evangelium, da in dem Bildwort: an den Früchten werdet ihr sie erkennen.

22. bis 27. November 2019

gestern hat mich jemand auf diesen Blog angesprochen. Ich war zunächst ein wenig verblüfft, dann aber hat es mich sehr froh gemacht. Herzlichen Dank für das schöne und unerwartete Feedback.

Es gibt Wochen da ist jeder Tag ein Endspiel. Eine solche Woche haben wir auf dem Pastoralen Weg jetzt hinter uns. Um es vorweg zu nehmen: wir haben diese Tage nicht nur überstanden, sondern viel gewonnen.

Am Dienstagabend hatten wir unter dem Titel "Mit Wandlung leben - die Zukunft gestalten. Kirche im UmAufbruch" siebzig Menschen zusammengebracht. Jeweils die Hälfte kam aus der katholischen Kirche im Dekanat Darmstadt und aus den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, die uns umgibt: Politik, Kunst, Forschung, Medien, Soziale Einrichtungen, Gesellschaft, andere Konfessionen und andere Religionen. Ein wichtiges Ergebnis war: wenn Katholische Kirche wirklich wissen will, was die Menschen brauchen, dann muss sie vor allem eines tun: zuhören und reden. Beides haben wir an diesem Abend schon einmal geübt.

Mittwoch am späten Nachmittag saßen die Südhessischen Dekanate (Bensheim Mitte, -Ost und -West, Dieburg, Darmstadt, Dreieich und Erbach zusammen mit Weihbischof und Generalvikar Dr. Udo Markus Bentz, um sich gegenseitig von den ersten Schritten auf dem Pastoralen Weg zu erzählen. Es war sehr spannend von Gelingendem und von den Hindernissen zu hören und zu reden. Was ich verstanden habe: die Herausforderung auf dem Pastoralen Weg besteht darin aus den vielen exklusiven Wir's ein inklusives Wir zu schaffen und so eine Kirche, die teilt zu werden - eben keine geteilte Kirche.

Gestern Abend waren wir dann zur siebten Lebenswelterkundung in St. Marien Griesheim. Hier nehme ich mit: wir (Katholiken) sind nicht allein - uns mit allen Menschen guten Willens zu vernetzen ist eine herausragende Aufgabe.

Eine spannende Woche, aber jetzt tut es auch gut am Beginn des Advents auch mal wieder "runterzukommen"!

15. bis 21. November 2019

diese Woche auf dem Pastoralen Weg verging irgendwie wie im Fluge.

Nicht das wir in Darmstadt abgehoben wären. Viel zu sehr sind wir dazu mit gesunder Bodenhaftung ausgestattet. Aber manches Mal wünschte ich mir schon eine ruhige Ecke, um alles noch einmal zu bedenken und zu prüfen.

Eine solche Be-Denk-Ecke habe ich mir am Mittwochmorgen geleistet. Aus meiner Perspektive war das sehr fruchtbar!

8. bis 14. November 2019

wir sind froh über die Protokolle aus der ersten Runde der Lebenswelten.

Es wird mehr und mehr deutlich, wie viele Engagierte sich für die Gestaltung der Neuorientierung in unserem Dekanat einsetzen. Auch wenn wir noch erst am Anfang der Gespräche stehen, sind wir uns sicher, dass wir die zukünftige Gestalt der Pastoral in unserem Dekanat von vielen Seiten betrachten, bevor wir dazu Entscheidungen bzw. Konzepte verabschieden.

Ein wirklich guter Ort dazu sind die Lebenswelterkundungen "Mensch, wo lebst Du?". Dies hat unser gestriger Besuch in St. Jakobus im Ökumenischen Gemeindezentrum in Darmstadt Kranichstein auch wieder gezeigt. Etwas mehr als dreißig Personen haben die Chance genutzt, um Kranichstein und die Bewohnenden dieses Stadtteils kennen zu lernen. Wieder ein Mosaikstein mehr für eine gute Entscheidung.

1. bis 7. November 2019

auch diese Woche gab es einige Schritte pastoralen Weges unter die Füße. Insbesondere stand der Donnerstag ganz im Zeichen dieses Erneuerungsprozesses.

Am Nachmittag waren wir im Rahmen der Lebenswelterkundungen zu Gast in der Pfarrei St. Georg. Vom Gemeindezentrum aus ging eine Gruppe nach Süden und begegnete dort Menschen, die sich im Werkhof, im Zirkus Waldoni und in der mobilen Praxis insbesondere für Kinder und Jugendliche einsetzen. Eine zweite Gruppe ging über die Heidelberger Landstraße in den Osten um dort die Stadtteilwerkstatt und ihr Engagement für die Menschen in der Stadt wahrzunehmen.

Ein erstes Fazit: es spricht vom Evangelium, wenn sich Menschen so für andere Menschen einsetzen. Als Kirche sind wir hier durchaus auch Lernende.

25. bis 31. Oktober 2019

diese Woche haben Sie also zum ersten Mal getagt, die vier Themengruppen Glaube leben, Lebenswelten, Lebensphasen und Sozialpastoral.

Die ersten mündlichen Berichte sind sehr vielversprechend. Vor allem beeindruckt mich, dass sich fast sechzig Menschen an den Beratungen beteiligen. Auch die fast mühelose und sehr unaufgeregte paritätische Besetzung der Gruppen ist sehr vielversprechend: Ehren- und Hauptamtliche, Frauen und Männern, Katholiken aus der Stadt und aus dem alten Landkreis halten sich zahlenmäßig die Wage.

Ich glaube, dass ist eine gute Voraussetzung für eine ausgewogene und richtungsweisende Beratung. Ich freue mich auf die ersten Ergebnisse.

18. bis 24. Oktober 2019

manchmal ist der Pastorale Weg schon anstrengend. Vor allem dann, wenn ohne Nachfragen und manchmal sogar ohne intensiveres Nachdenken nicht gerade konstruktive Kritik geäußert wird.

Ich wünschte mir sehr, dass die hier enthaltene Energie dazu genutzt wird, sich aktiv in das Prozessgeschehen einzubringen. Dafür stehen ab der kommenden Woche die Scheunentore geradezu offen: die Themengruppen Glaube leben, Lebenswelten, Lebensphasen und Sozialpastoral laden dazu ein sich zu engagieren. Konstruktiv und inhaltlich.

Die Zahl der Engagierten ist hoch. Dennoch ist hier noch viel Luft nach oben. Aber vielleicht kommt der große Run und wir beginnen uns miteinander in Bewegung zu setzen.

11. bis 17. Oktober 2019

Der Pastorale Weg dreht voll auf im Dekanat. Diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn man sich den Terminkalender des Dekanatsreferenten anschaut. Montag: Forum mit Jutta Allmendinger. Dienstag: Dekanatsrat operativ und Klausur der Dekanatsleitung. Mittwoch: Vorbereitung der Lebenswelterkundung von Donnerstag, Vorbereitung einer Gemeindeversammlung. Donnerstag: Steuerungsgruppe und Lebenswelterkundung. Und alles immer mit Hauptaugenmerk auf den oder unter Berücksichtigung von dem Pastoralen Weg.

Und dann, in der Steuerungsgruppe, das Aufploppen eines Themas, das nicht weichen will, auch wenn wir eigentlich soviel anderes besprechen wollten: Wie erreichen wir die Menschen, möglichst viele Menschen, um sie mit auf den Weg zu nehmen? Wer weiß eigentlich von all dem, was schon läuft?  Wie müssen wir (besser) kommunizieren, um nicht nur in unserem eigenen Saft hängen zu bleiben? Wie erreichen wir alle Katholiken im Dekanat, und: Wie erreichen wir die Menschen darüber hinaus, die nicht zu unserem Dunstkreis zählen?

Im Moment sind das noch ungelöste, nagende Fragen, die wir in der Steuerungsgruppe auch nicht alleine bewältigen können. Wir sind auf Hilfe angewiesen.

Benedikta Caspari

4. bis 10. Oktober 2019

Zurück aus dem Urlaub gilt es jetzt wieder zurückzukehren auf den Pastoralen Weg. Vielleicht kennen Sie das ja auch das Gefühl, wenn man sich auf einer mehrtägigen Wanderung oder Fahrradtour nach der Nachtruhe wieder in den Sattel schwingt oder auf den Weg zurückkehrt. Zunächst drückt und zieht es an allen möglichen Stellen, dann aber verschwinden die Morgenbeschwerden wieder und der Weg hat mich wieder.

Wo geht es mir in dieser Woche zurück im Büro. Dabei liegt mein Hauptaugenmerk dadrauf, wie Vermittlung von Pastoraler Weg denn gut möglich ist. Das wird uns in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten sicher sehr beschäftigen.

27. September bis 3. Oktober 2019

Alles hat seine Zeit! Auch Unterbrechungen muss es im Pastoralen Weg geben, denn Unterbrechung - so der heute 91 jährige Theologe Johann Baptist Metz - ist die kürzeste Definition von Religion.

20. bis 26. September 2019

Der Blog zum Pastoralen Weg ist heute ein Impuls von Außen mit einem Text von P. Franz Meures SJ zur Synode im Bistum Trier. Der Text ist vom 7. November 2013 und überschrieben mit: Damit die Synode Frucht bringen kann... Einige Leitsätze des respektvollen Umgangs miteinander.

Diese Leitsätze können uns auch auf unserem Pastoralen Weg gut begleiten.

  1. Öffne dich

- für den Segen und die Nöte unserer Zeit – unserer Kirche – für den Anruf Gottes, der darin liegt – für die anderen Synodalen – für unterschiedliche Meinungen – für neue Ideen – aber auch für unlösbare Fragen

  1. Bewege dich

- geh auf andere zu– geselle dich zu dir vertrauten Menschen – aber suche auch die anderen – wechsle gelegentlich den Sitzplatz – erlaube dir, auch deine Meinung zu ändern - vermeide Cliquen

  1. Höre zu

- höre aufmerksam zu, bevor du sprichst – versuche, den anderen zu verstehen, bevor du urteilst – setze alles daran, die Aussage des anderen zu retten, bevor du sie verwirfst – halte Widersprüche aus und gib ihnen Zeit

  1. Wenn du sprichst

- sage klar, was du denkst – urteile nicht über andere Personen, sondern vertritt deine Position – wenn du innerlich „kochst“, überlege gut, ob es dienlich ist, jetzt das Wort zu ergreifen – sprich zu anderen anstatt über andere

  1. Trau dich

- von dir selbst, von deinen Erfahrungen und Gefühlen zu sprechen – den anderen so zuzuhören, dass sie über sich selbst sprechen können – Vertrauliches vertraulich zu behandeln – über deinen Glauben zu sprechen – auch mal was Neues vorzuschlagen oder eine „Schnapsidee“ zu äußern

  1. Lass dir Zeit

- die Zeichen der Zeit im Lichte des Evangeliums zu verstehen - neue Erfahrungen und Anregungen reifen zu lassen - dir deine eigene Meinung zu bilden - mit der Frage, wie du abstimmen sollst - und lass den anderen die Zeit, die sie brauchen

  1. Unterscheide

- mit wem du über was sprechen kannst – was dein Amt/deine Rolle/deine Funktion von dir verlangen und was dir persönlich wichtig ist – woher die heftigen Gefühle kommen, die du gerade spürst – entwickle ein Gespür, welcher Vorschlag die Synode mehr auf der Spur Christi bringt

  1. Kämpfe

- für Positionen, die es wert sind - mit offenem Visier – mit fairen Mitteln –  mit Respekt vor dem Gegner – um klare Lösungen – aber auch für den Konsens und die Einheit in der Synode – sei ein guter Gewinner und ein guter Verlierer

  1. Sei großzügig und gelassen

- wenn nicht alles so läuft wie erhofft oder geplant – erlaube anderen und dir selbst, Fehler zu machen – trage so bei zum guten Klima eines gemeinsamen Lernprozesses – sei offen beim Klären von Zwischenfällen – weil Langmut und Nachsicht Eigenschaften Gottes sind

  1. Bleibe im Gebet

- um Gottes Stimme unter den vielen Stimmen auf der Synode zu  erkennen – um im festen Vertrauen zu bleiben, dass Gott selbst die Synode führt – um den anderen in Ehrfurcht zu begegnen, auch jenen, die dir widersprechen und dich kritisieren – damit Gott in allem verherrlicht werde

13. bis 19. September 2019

Am Dienstag dieser Woche erreichten wir einen großen Meilenstein des Pastoralen Weges in unserem Dekanat. Mit der Dekanatsversammlung am 17. September (das Protokoll finden Sie hier) konnten wir die bisherige Phase des Sichtens und Strukturierens abschließen und nun das Augenmerk darauf legen, dass so viele Menschen wie möglich an diesem Weg beteiligt werden.

Insbesondere die Gründung der Themengruppen bieten hier reichlich Gelegenheit sich einzubringen. Die vier Gruppen Glaube leben, Lebensphasen, Lebenswelten und Sozialpastoral sind mittlerweile ausgeschrieben und jede und jeder kann sich hier zur Mitarbeit eintragen.

Ein weiterer Beteiligungsschritt stellt die Auftaktveranstaltung der Lebenswelterkundung im Katholischen Dekanat Darmstadt dar. Gestern kamen 17 Personen zusammen um drei verschiedene Lebenswelten im Gebiet der Pfarrei St. Ludwig zu erkunden. Wir sind uns einig: der Anfang war gut. Bei zukünftigen Erkundungen werden wir den Ansprüchen dieses Formates noch gerechter. Wesentlich war, dass wir mit Menschen ins Gespräch gekommen sind.

6. bis 12. September 2019

Die ganze Woche war gefüllt mit Arbeiten zum Pastoralen Weg. Montag und Dienstag war ich deshalb in Mainz, um als Dekanatsreferent und als Prozessberater seitens der Bistumsleitung über den aktuellen Stand des Weges informiert zu werden und selber auch Rückmeldungen über das zu geben, was ich beobachte. Schließlich hatten wir gestern Abend ein Treffen der Steuerungsgruppe und gleich werde ich auch noch die Unterlagen zur Dekanatsversammlung am kommenden Dienstag verschicken. Diese Sitzung ist ein Meilenstein in unserem Dekanat (es wird berichtet werden), denn hier werden wir den Themengruppen im Dekanat einen Auftrag erteilen und den Startschuss zur inhaltlichen Arbeit auf dem Pastoralen Weg geben.

Zwei Dinge beschäftigen mich, die Steuerungsgruppe, das Dekanatsprojektteam und viele andere im Dekanat dabei ganz besonders: Beteiligung und Wertschätzung.

In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir die Struktur eines Beteiligungsprozesses erarbeitet, um damit so viele Menschen wie möglich im Dekanat zu erreichen: von September bis April werden wir mit der Lebenswelterkundung "Mensch, wo lebst Du?" durch die 18 Pfarreien des Dekanates reisen. Wir laden jeden und jede zum Gespräch, zur Begegnung und vor allem zum Mit-Gestalten des Pastoralen Weges ein; ab Ende Oktober starten die vier Themengruppen: Lebensphasen, Lebenswelten, Sinndeutung und Sozialpastoral; im November haben wir ein großes Event geplant, um mit Menschen aus Politik, Gesellschaft, Unternehmen, Kunst, Sozialen Einrichtung in einen lebendigen Austausch zu kommen; für August steht ein großer Dekanatstag in der Edith-Stein-Schule an. Eines wissen wir aber nicht: Werden sich die Menschen auf diese Form der Beteiligung einlassen? Werden wir hier miteinander einen Weg gehen können? Können wir uns wirklich aufeinander einlassen? Fragen, auf die nur die Zukunft eine Antwort geben kann.

Eng verknüpft damit ist der Punkt der Wertschätzung. Und ich glaube immer mehr, dass Wertschätzung immer ungeteilt und daher auch immer gegenseitig ist. Es hat viel mit Vertrauen zu tun, dass wir uns wirklich miteiander auf einen gemeinsamen Weg begeben und so zu einem "Wir" werden, dass in verschiedenen konzentrischen Kreisen immer inklusiv ist: Wir im Dekanat...Wir im Bistum...Wir in unserer pluralen Gesellschaft.

Bernd Lülsdorf, Dekanatsreferent

30. August bis 5. September 2019

Der Pastorale Weg ist ein geistlicher Prozess. Dies wird in unseren Beratungen immer wieder betont und so ist es auch der Handreichung „Eine Kirche, die teilt“ zu entnehmen (S. 7).

Diese geistliche Dimension ist so wichtig, dass wir uns im Dekanat dafür eigens die Rolle einer „Hüterin“ und eines „Hüters des Geistlichen Weges“ ausgedacht haben. Erika Ochs, Seelsorge 60+, und Johannes Löffler-Dau, Krankenhausseelsorger, übernehmen diese Aufgabe.

Ihr Dienst besteht darin, uns immer wieder zu unterbrechen, zu erinnern und einzuladen, das Geistliche in dem zu entdecken, was sich auf dem Pastoralen Weg zeigt. Dafür sind Hüterin und Hüter jedoch nicht allein verantwortlich. Diese Aufgabe kommt allen von uns auf diesem Weg zu. Jede*r ist wichtig, seine Erfahrungen und Perspektiven mit einzubringen.

Pastoralreferent Johannes Löffler-Dau, Krankenhausseelsorger

23. bis 29. August 2019

Ein Sommertag unter der Woche: ein älterer Herr sitzt allein in der Kirchenbank. Im Sonntagsgottesdienst war er mir noch nicht aufgefallen. 

Am Kirchenausgang kommen wir ins Gespräch: Schön, dass diese Kirche tagsüber geöffnet ist, sagt er. Das ist  nicht überall so. In manchen Bistümern werden Kirchen sogar aufgegeben. Ja, sage ich, auch wir werden uns im Bistum Mainz klar werden müssen, welche Gebäude wir weiter unterhalten können. Er legt die Stirn in Falten: weniger Kirchen, weniger Priester, das ist schlimm. So schafft sich die katholische Kirche ab.

Auf dem Heimweg frage ich mich: wer ist nun angesprochen? Wer ist die katholische Kirche?

Dr. Michael Augenstein, PGR St. Josef/St. Georg Darmstadt-Eberstadt

16. bis 22. August 2019

Die Woche war ziemlich geprägt von einer Fortbildung für die Prozessberatenden des Pastoralen Weges in Dialog. Man könnte meinen, dass es ein Einfaches wäre, etwas, was uns als Menschen im Umfeld der Kirche selbstverständlich auszeichnet...

Ich will es mal so sagen, Dialog verlangt und benötigt Zeit. Wolfgang Niedecken sagt das so: "verdamp lang her, dat wir jesprochen han un dat von enem och jet beim andre ankom".

Für den Pastoralen Weg lerne ich. Miteinander Reden braucht Zeit.

8. bis 15. August 2019

Es kündigen sich Veränderungen an auch im Pastoralen Weg. Der Zeitraum, der jeweils von diesem Blog bedacht wird war bis jetzt Montag bis Sonntag. Das ändert sich ab heute in Freitag bis Donnerstag, warum? Ich bekam die Idee zu hören, dass es zwar nett ist, von den Befindlichkeiten des Dekanatsreferenten zu lesen. Besser wäre es jedoch auch über die Autorenschaft des Blogs deutlich zu machen, dass der Pastorale Weg im Dekanat Darmstadt Sache aller ist. Deshalb lade ich ein, an diesem Blog mitzuschreiben. Beiträge, die veröffentlicht werden sollen, bitte ich bis Donnerstag, 12 Uhr per Email an dekanatsbuero@kath-dekanat-darmstadt.de zu schicken. Dann wird dies jeweils hier und im Newsletter vom Freitag veröffentlicht. Herzlichste Einladung!

Voller Freude sind wir darüber, dass wir vorgestern von Mainz die wohlwollende ideelle und auch finanzielle Unterstützung unserer geplanten Veranstaltungen zum Pastoralen Weg zugesagt bekommen haben. Damit können wir jetzt richtig durchstarten. Insbesondere mit der am 19. September beginnenden Lebenswelterkundungen "Mensch, wo lebst Du?". Auftakt macht die Pfarrei St. Ludwig. Näheres dazu gibt es in der nächsten Woche.

Heute haben wir uns zur Steuerungsgruppe zusammen gefunden und haben über den Stand des Prozesses und über die nächsten Schritte beraten. Unter anderem hatte die Steuerungsgruppe einen Brief erhalten, mit Fragen, die wir als sehr hilfreich empfunden haben, um in einer Klärungsschleife nochmals über unseren Weg nachzudenken. Ebenfalls waren einige Rückmeldungen aus den Arbeitsgruppen hilfreich, die derzeit die Aufgabenbeschreibung für die Themengruppen erstellen. Mir wird deutlich, dass sich der Weg erst im Gehen klärt und uns jede Frage dabei weiterbringt.

8. Juli bis 11. August 2019

Als letzte Tat vor der Sommerpause fand in dieser Woche die zweite Sitzung des Dekanatsprojektteams statt. Das Protokoll ist mittlerweile hier online. Ich stelle fest, es gibt so etwas wie einen Ruck durch das Dekanat. In zweieinhalb Stunden intensivster Sitzung diskutierten alle im Raum aktiv darüber mit, in welchen Feldern wir uns als Dekanat im Pastoralen Weg inhaltlich und thematisch aufstellen wollen. In unserem Prozess jedenfalls ist unglaublich viel positive Energie, verbunden mit hohen Erwartungen.

Jetzt arbeiten zunächst einmal kleine Arbeitsgruppen daran, die Auftragsbeschreibungen der Themengruppen zu erstellen, damit diese in der Dekanatsversammlung am 17. September 2019 verabschiedet werden können. Anschließend bilden wir die Themengruppen.

Weniger schön war dann, dass im Dekanat dann die Technik versagt hat und es eine ganze Weile (eigentlich bis Anfang August) nicht möglich war, E-Mails zu verschicken. Das hat Irritiationen ausgelöst. Ich frage mich, wie Paulus das gemacht hat.

Anschließend war für mich erst einmal Sommerpause. Und danach brauchte ich fast eine ganze Woche, um wieder in die Denke Pastoraler Weg zu kommen.

1. bis 7. Juli 2019

Die erste Juliwoche ist zugleich meine vorletzte Arbeitswoche. Dann geht es in die Ferien und darüber bin ich sehr froh.

Zugleich aber freue ich mich darüber, dass es uns in dieser Woche gelungen ist, das Konzept für die vom Bischof gewollte Erkundung des Sozialraumes zu erstellen. Lesen kann man das hier. Auch wenn die Veranstaltung sehr umfangreich werden wird, mit 18 Veranstaltungstagen und 54 Exkursionen in die Lebenswelten von Menschen in unserem Dekanat. Wir gehen davon aus, dass "Mensch, wo lebst Du?" ein guter Ansatz ist, um miteinander ins Gespräch zu kommen zu der dreifachen Frage: "Was brauchen die Menschen, bekommen Sie was sie brauchen, brauchen Sie was sie bekommen?".

24. bis 30. Juni 2019

Gleich am Montag hatte ich einen längeren Einsatz zum Pastoralen Weg in einem anderen Dekanat. Wieder einmal stelle ich fest, wie unterschiedlich unsere  Dekanate sind und wie verschieden die "Pastoralen Wege" gestalten. Ich bin dankbar dafür, dass ich so unterschiedliche Teile des Puzzles aus der Nähe anschauen kann und frage mich, wie es gelingen wird, daraus ein Großes und Ganzes zu gestalten.

Am Dienstag sind wir zusammengekommen, um an einem Konzept zu arbeiten, dass in der Fläche des Dekanates den Sozialraum in den Blick nimmt. Noch während der Sitzung habe ich bei den Beteiligten und auch bei mir einen Perspektivwechsel festgestellt: es geht uns nicht mehr um ein mehr oder minder unbeteiligtes analysieren sondern um Erkundungen der Lebensräume der Menschen. Der Titel des Konzeptes lautet daher jetzt: Mensch, wo lebst Du? Schon nächste Woche arbeiten wir daran weiter. Vielleicht kann ich dann schon mehr verraten.

Gestern Abend war ein wesentlicher Termin: die Konstituierung des Dekanatsprojektteams. Ich war sehr froh um die fast vollständige Runde von Männern und Frauen, Haupt- und Ehrenamtlichen, die aus allen Teilen des Dekanates kommen, um ihre je eigenen Charismen für die Gestaltung des gemeinsamen Weges einzubringen. Auch wenn es dabei manchmal hoch her ging, oder gerade deswegen, weiß ich, hier sind Menschen, die miteinander gestalten wollen.

Ein sehr berührender Moment in der Woche war der Gottesdienst mit anschließendem Empfang aus Anlass der Verabschiedung von Dekan Pfr. Winfried Klein. Es fühlt sich für mich und auch für viele andere, mit denen ich gesprochen habe noch sehr unwirklich an, dass er diesen Weg nicht mehr mitgehen wird.

17. bis 24. Juni 2019

Nach einigen Vorgesprächen findet heute das erste wirkliche Arbeitstreffen der Steuerungsgruppe statt. Wir tragen zunächst zusammen, was in der Zwischenzeit auf dem Pastoralen Weges geschehen ist. Vielfältige Eindrücke haben wir hier zusammen getragen. Uns wird durchaus bewußt, wie groß die Herausforderung ist, diesen Weg so miteinander zu gestalten, dass ihn alle mitgehen können. Wesentlich erscheint es uns, dass wir gut miteinander sprechen und z. B. über diesen Blog Menschen an unserer Kommunikation teilhaben zu lassen.

Spannend ist es auch, was wir mit all den Gefühlen machen, die im Pastoralen Weg entstehen. Wir entdecken für uns, dass auch unsere eigenen Gefühle gute Wegweiser sind, die uns in dem unbeschriebenen Gelände in der Zukunft orientieren.

10. bis 16. Juni 2019

Diese Woche hatte der Pastorale Weg in Darmstadt etwas Ruhe. Wir befinden uns mitten in den letzten Vorbereitungen zur Nacht der Kirchen und der Meile der Menschlichkeit, die am 14. Juni 2019 in Darmstadt stattfindet. Da bleibt scheinbar dann doch nicht so viel Raum, oder?

Falsch! Morgen um 14.30 Uhr werden Oberbürgemeister Jochen Partsch, Kirchenpräsident Dr. Volker Jung und unser Bischof Dr. Peter Kohlgraf gemeinsam die Meile der Menschlichkeit mit einer Talkrunde eröffnen. In etwas abgewandelter Form wird es dabei in zwei Talkrunden um die Frage gehen "Was brauchen die Menschen und bekommen sie was sie brauchen?".

2. bis 9. Juni 2019

Zugleich mit dem Pastoralen Weg beschäftigt mich zur Zeit intensiv die Vorbereitung der Nacht der Kirchen. Am Dienstag war das Gespräch mit der Presse. Spannend war für mich an dieser Stelle zu entdecken, dass eine Veranstaltung wie die "Nacht der Kirchen" durchaus eine Antwort auf die Frage des Bischofs auf dem Workshoptag sein kann: "Wie können wir als Christen in der Gesellschaft präsent sein". Die Meile der Menschlichkeit ist es allemal. Schön ist es, dass Bischof Dr. Peter Kohlgraf diese Verantstaltung am Freitag, 14. Juni 2019 um 14.30 Uhr auf dem Luisenplatz eröffnet.

Am Mittwoch war ich auf der Konferenz der Sekretariats- und Verwaltungskräfte. Dort habe ich den aktuellen Stand des Pastoralen Weges vorgetragen. Spannend fand ich die Atmosphäre der Gelassenheit, die ich dort vorfand. Vor allem habe ich den Wunsch wahrgenommen, das es seitens des Bischöflichen Ordinariates klarere Vorgaben und Strukturen für die Arbeit in den Sekretariaten gibt. "Da gibt es viele Synergiemöglichkeiten, wenn man die nutzen möchte!" Als Beispiel wurde genannt, dass es in einigen Diözesen zentrale Stellen gibt, die Änderungen in den gesetzlichen Grundlagen schnell und konsequent in alle Formulare umsetzen. Die Sekretariatskräfte möchten den Pastoralen Weg mitgestalten und das "Pfarrbüro der Zukunft" gerne entwickeln.

26. Mai bis 1. Juni 2019

In dieser Woche gab es gleich mehrere Veranstaltungen im Rahmen des Pastoralen Weges. Am Montag war das Treffen mit der AG Organisationsberatung in Mainz und am Samstag fand der Workshoptag in der Wagenhalle statt.

Beide Veranstaltungen haben sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Pastoralen Weg beschäftigt. Hier war die Frage, wie können wir uns als Berater gut einbringen. Dort war die Frage: "Wie können wir als Christen in der Gesellschaft präsent sein".

19. bis 25. Mai 2019

Im Dekanatsrat Operativ haben wir am 21. Mai darüber gesprochen, wie wichtig eine gelungene Kommunikation ist, damit der Pastorale Weg zu einem guten Ergebnis führt. Sicher ist, dass wir diese Form der Kommunikation miteinander einüben können. Mich treibt dabei die Frage um, was braucht es, damit die Menschen im Dekanat wirklich den Eindruck haben, dass sie den Pastoralen Weg mitgestalten können.

Am gleichen Tag stand auch die Dekanatskonferenz (Dienstgespräch des Dekans mit den Hauptamtlichen im Dekanate) unter dem Thema. Hier wurde deutlich, dass wir immer wieder gut miteinander reden müssen und die Trauer und Ängste auch der Hauptamtlichen in den Prozess einbeziehen müssen.

Einladung der Diözesancaritasverbandes zum Thema "Mischt euch ein! den pastoralen Wandel sozialräumlich zu gestalten am 22. Mai 2019.

Am Donnerstag war ich in der Leitungskonferenz der Kindertagesstätten im Katholischen Dekanat Darmstadt am 23. Mai 2019. Die Leiterinnen berichteten von der Informationsveranstaltung am vergangenen Montag im Mainzer Dom, wo die möglichen zukünftigen Trägerstrukturen katholischer Kindertagesstätten im Bistum angesprochen wurden. Das Echo der Veranstaltung war unterschiedlich, es gab durchaus sehr verschiedene Wahrnehmungen vom Stand der Beratungen und im Blick auf die Konsequenzen. Manches macht die Leiterinnen ratlos. Es war gut, dass ich mir das Impulsreferat des Weihbischofs vorher durchgelesen hatte.

12. bis 18. Mai 2019

Drei Veranstaltungen haben mich in dieser Woche im Thema Pastoraler Weg angestoßen: zum einen war das Kontraktgespräch mit dem Dekanat Wetterau-Ost, auch hier begleitet von Frau Dr. Stroth. Dann hatte ich als Organisationsberater am Freitagmorgen eine Begegnung mit den Verantwortlichen von zwei Gemeinden im Dekanat Mainz-Süd, die sich im Pastoralen Weg orientieren. Und am Freitagnachmittag war dann die Schulung zum Kirchlichen Datenschutz in nr30, die zwar ein ganz anderes Thema zum Ziel hatte, wo sich aber alle Gespräche zwischendrin immer wieder um die bevorstehenden Veränderungen und den Prozess dahin drehten.

Manches Mal frage ich mich, wie es uns gelingt in den nächsten Jahren zugleich unserem Auftrag in gewohnter guter Weise gerecht zu werden und die Veränderungen, die anstehen ebenfalls in guter Art und Weise miteinander zu beraten.

Wir sind einen Schritt weiter, was die Sozialraumanalyse angeht. Mittlerweile gibt es eine Gruppe, die im Juni sich Gedanken um ein Konzept dazu macht.

5. bis 11. Mai 2019

In der Vollversammlung der Pastoralreferenten war der Pastorale Weg einer der wichtigen Themen. Einer der Fragen, die mich am meisten bewegt ist, wie wir uns als Hauptamtliche Männer und Frauen mit unseren jeweiligen Lebensgeschichten am besten in diesen Prozess einbringen können.

Das Kontraktgespräch zwischen Steuerungsgruppe, den Prozessberatern und Frau Dr. Stroth seitens der Bistumsleitung fand am Mittwoch, den 8. Mai statt. Den Kontrakt ist hier abrufbar: Kontrakt zum Pastoralen Weg. Zusätzlich zum Kontrakt können Sie sich auch über diese erste Sitzung der Steuerungsgruppe über das Protokoll der Sitzung informieren. Im Blick auf die Steuerungsgruppe bin ich zuversichtlich. Es ist uns gelungen eine ausgewogene Zusammensetzung der Gruppe von Männern und Frauen, Haupt- und Ehrenamtlichen, Land und Stadt zu erreichen.

Spannend für mich war es, als einer der beiden Beratenden für das Dekanat Wetterau-Ost unsere dortigen Ansprechpartner kennenzulernen.

Ein Gedanke zur sozialräumlichen Erkundung des gesamten Dekanates nimmt immer klarere Formen an. Der Auftrag dazu ist klar, die Aufgabenstellung aber ist komplex. Wie gelingt es uns ein Format zu entwickeln, dass Lust darauf macht den eigenen Sozialraum einer Pfarrei zu erkunden und zugleich einlädt, die anderen 17 Pfarreien zu beteiligen.

28. April bis 4. Mai 2019

Am Dienstag haben wir uns im Sachausschuss Sozialpastoral Gedanken über den Pastoralen Weg und die Empfehlung des Bischofs, diesem Weg eine sozialräumliche Erkundung voranzustellen, gemacht.

Es erscheint uns sinnvoll die jetztige Form des Sachausschusses als kollegiale Fachberatung fortzuführen. Wir müssen uns aber Gedanken darum machen, wie sozialräumliche Erkundung geht, vor allem auf dem Hintergrund der zusammenwachsenden Strukturen.

April 2019

März 2019

PGR-Klausurtagung in Eberstadt

Auftaktveranstaltung am 12. März 2019

PGR-Klausurtagung in Griesheim

Februar 2019

Information im Ökumenischen Dienstgespräch

Sekretariatskonferenz

Wort-Gottes-Feier-Leiter

Vorbereitungen der PGR-Klausurtagungen in Griesheim und Eberstadt

Auftaktveranstaltung mit den Prozessberatern am 22. Februar

Januar 2019

Dekanatsklausurtag

 

2018

Klausur der Dekanatreferenten

AG Organisationsberatung

Information durch den Bischof am 25. September 2018