Schmuckband Rad

Mensch, wo lebst Du?

Erkundung von Lebenswelten im Kontext des Pastoralen Weges

Sa 23. Nov 2019
Judith Weiler

Erkundung von Lebenswelten im Kontext des Pastoralen Weges

Zwischen September 2019 und Mai 2020 sind wir in den aktuell 18 Pfarreien unseres Dekanates unterwegs, um Eindrücke von Einrichtungen und Wohngebieten zu erhalten sowie mit Mitarbeitenden und Bewohnern ins Gespräch zukommen. Die Fragen, die uns auf unserer Erkundung begleiten, finden Sie als Link (Handreichung). Alle Erkundungsergebnisse stellen wir in diesem Blog dar.

Unterwegs auf dem Gebiet der Pfarrei St. Johannes, Weiterstadt

Kirchorte - Johannes 3 (c) Bernd Lülsdorf

Kommunale Jugenarbeit / Pfadfinder

Wahrnehmungen/Gespräch: ●Plätze und Orte sind oft nicht jugendfreundlich ●Offene Jugendarbeit / Schulsozialarbeit ●Anna-Freud-Schule: soziales Lernen – fachliches Lernen – Berufsorientierung ●fünf Jugendzentren (wegen d. vielen Stadtteile) ●Räume werden gebraucht! ●Trend: Klientel wird jünger ●Kinder brauchen Zeit und Muße ●Kinder brauchen Plätze, wo sie willkommen sind ●Begegnungsorte ●Praktische Arbeit ist wichtig ●Wölflinge, Jungpfadfinder; Pfadfinder; Rover mit Verbindung zur Kirche ●Jugend ist stärker mobil (Mobiticket) ●Vernetzung ●Jugendarbeit gemeinsam gestalten ●Ressourcen teilen (Synergie) ●Gleichberechtigung von Frauen und Männern ●Frauen Zugang zu allen Ämtern

Gemeinde / Ökumene+ Asyl

Wahrnehmungen/Gespräch: ●25.000 Einwohner (wachsende Stadt / hohe Fluktuation) ●Dörfer, Felder, Golfplatz ●Sightseeing durch Weiterstadt ●heterogenes Bild (6+1 Ortsteile) ●kindereicher Ort ●kath. Gemeinde: 1 Pfarrer ;2 Kapläne; 1 Pastoralreferent; 1 Diakon, 1 Gemeindereferentin ● eine Kita ●St. Johannes ca. 6600 (Katholiken) <-> 5 ev. Gemeinden ●ev. Gemeinden schrumpfen (z.Z. 4 Pfarrer) ●ev. Pfr. Stiller seit 1986 vor Ort -> starker ökum. Asylkreis (seit 1991) ●Gesicht zeigen im Leben der Gesellschaft ●rechtspopulistische Kritik ●Integrationsangebote für Frauen ●aktive Ökumene: Neujahrsempfang; Begegnungen; Gemeindefest; Weltgebetstag; Taize; Schulgottesdienste; Fronleichnamsprozession; ökum. Spieleabende ●Räte sollen sich stärker austauschen

Trauerarbeit

Wahrnehmungen/Gespräch (mit Bestatter und ev. Trauerseelsorgerin): ●Immer weniger Menschen wissen um die Abläufe und Vorgänge im Kontext des Todes ●Bestattungen werden anonymer und individueller ●wenn der Kontakt zur Kirche nicht mehr da ist, dann wird auch der Trauerredner gebucht ● immer mehr Feuerbestattungen verändern das Bild der Friedhöfe und die Kosten für die Städte ●Abschied wird vom Lebenden und nicht vom Verstorbenen genommen ●Wert des Abschiednehmens wird oft verkannt ●Discountbestattungen im Internet buchbar (für 699 Euro wird die Oma abgeholt und irgendwo anonym beigesetzt) Bestatter übergibt an die Trauerseelsorge ●Teil des ev. Pfarrhauses ist ein ev. Trauerhaus ●Trauerseelsorge zuerst Einzelgespräch ●Trauercafé (ist manchmal schwierig, da sehr unterschiedliche Leute teilnehmen) ●Begleitung, wenn es ruhig wird (Trauer nach 1,2, 3 Jahren) ●in Kontakt bleiben (mit Karten zu besonderen Anlässen: Geburtstag des Verstorbenen; Todestag des Verstorbenen; Weihnachten…) ●netzwer-trauer.de

Fazit

Seelsorge braucht Zeit ●pastorale Schwerpunkte ●Räume des Willkommens ●Glauben weitergeben ●Netzwerke mit Profil ●Evangelisierung ●Orte der Begegnung schaffen und gestalten ●Jugendarbeit ●ökumenisch ●Transparenz ●Gesicht zeigen ●Zusammenarbeit

 

Zusammenfassung der Lebenswelterkundung auf dem Gebiet der Pfarrei St. Johannes, Weiterstadt