Talente gesucht

Bildung von Arbeitsgruppen im Bachgau

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Datum:
Do. 19. Mai 2022
Von:
Claudia Schöning

Ein Weg entsteht im Gehen, heißt es. Und so ist es. Wir erleben es auf dem Pastoralen Weg, dessen zweite Phase jetzt beginnt. 

„Pastoralraum“ ist die Bezeichnung für das Gebilde, aus dem in den nächsten etwa fünf Jahren die neuen Pfarreien entstehen werden. Der Pastoralraum Bachgau wächst aus den sechs Pfarrgemeinden in Mosbach, Radheim, Babenhausen, Eppertshausen, Münster und Dieburg zusammen.

Das große Parlament, in dem die Entscheidungen fallen, nennt die "Ordnung", die Sie im Anhang finden, Pastoralraumkonferenz. Sie wird am 12. Juli formal konstituiert und trifft sich zur Vorbereitung am Donnerstag, den 23.06.22 um 19.30h im Gemeindezentrum von Sankt Josef, Bruchweg 11 in Babenhausen. Transparenz und Beteiligung sind uns wichtig, darum sind unsere Zusammenkünfte öffentlich.

Welche anderen Gremien und Projektgruppen die denkerische und planerische Arbeit für die Phase II leisten, wird am 23.06. beraten. Grundlage unserer Überlegungen sind das Schema für die Gremien aus dem „Überblick Phase II“, die „Ordnung für die Pastoralräume“ und die umfangreiche „Handreichung für Phase II“, die sich unter www.kath-dekanat-dieburg.de/pastoralerweg finden.

Diese Dokumente sind eine gute Richtlinie, in manchen Punkten gibt es Handlungsspielraum“. Zudem greifen wir natürlich auf die Überlegungen zurück, die wir in Phase I auf der ersten Wegstrecke über das Teilen von Verantwortung zwischen Frauen und Männer, freiwilligen und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen erarbeitet haben.

Im Folgenden lesen Sie, was eine Arbeitsgruppe für die Bildung der Gremien in Phase II vorschlägt.

„Wir bitten Sie,
...im Pfarrgemeinderat über unsere Vorschläge zu sprechen und uns bis zum 13.06. eine Rückmeldung zu geben.
...für die Mitarbeit in den Projektgruppen, in der Pastoralraumkonferenz und auch in der Steuerungsgruppe zu werben und gezielt Menschen auf ihre Charismen anzusprechen. Sowohl bei der Kirchenmusik als auch bei der Öffentlichkeitsarbeit klappt das schon gut.
....zu schauen, ob in der Auflistung der Pastoralraumkonferenz ein Kirchort vergessen wurde, und in Ihrer Pfarrgemeinde alle zu informieren, die als Mitglieder für die Pastoralraumkonferenz in Frage kommen wie z.B. KiTa oder KÖB.

Wir befinden uns in einem Veränderungsprozess. Wir erleiden ihn nicht, wir gestalten ihn. Wir suchen dafür Menschen, die sich mit uns für eine Kirche engagieren, in der wir gerne leben. Das wird eine andere Kirche sein als die, die wir jetzt haben. Wir brauchen die Veränderung. Und wir brauchen Menschen, die anders sind und andere Talente mitbringen als die, die wir selber haben: die vielleicht mutiger, kritischer, jünger, moderner sind als wir. Ob wir uns die Mühe machen, sie zu suchen und anzusprechen, ist ein Schlüssel für Phase II und für die Veränderungen, die möglich sein werden.

„Wenn Jesus nach seinem Wort „Ich bin es“ sagt „Ihr seid Zeugen dafür“, so richtet er sich damit an uns alle, die heute seine Jüngerinnen und Jünger sind. In den verschiedenen Diensten der örtlichen Gemeinde braucht Christus uns alle und er wendet sich immer wieder an jede und jeden: „Genau dort, wo du bist, da brauche ich dich. In der Gemeinde, in der du wohnst, da wartet auf dich ein Dienst, der deine Kräfte nicht übersteigt.“ (Synode von Poitiers, 1992)

Pastoralraumkonferenz
Die vorgesehene Zusammensetzung der Pastoralraumkonferenz findet sich in der „Ordnung für die Pastoralräume“ ab S.2.

  • Wir schlagen vor, dass jeder Pfarrgemeinderat und jeder Verwaltungsrat je eine Person und eine verbindliche Stellvertretung in die Pastoralraumkonferenz delegiert. Diese vier Delegierten müssen nicht Mitglied des Pfarrgemeinderates oder des Verwaltungsrates sein, sie alle bekommen alle Einladungen, Protokolle und Informationen.
  • Um eine möglichst große Beteiligung zu erreichen, schlagen wir vor, dass die Pastoralraumkonferenz stets öffentlich tagt und dass es ein Mal im Jahr einen Workshop-Tag gibt, zu dem alle Pfarrgemeinderatsmitglieder und Interessierte eingeladen werden, um das, was bis dahin erarbeitet wurde, zu diskutieren und voranzubringen.
  • Die Pastoralraumkonferenz soll zu möglichst gleichen Teilen aus ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden bestehen.
  • Die Moderation der Pastoralraumkonferenz soll wie vorgesehen die stellvertretende Leitung der Steuerungsgruppe übernehmen. Wir schlagen vor, dass eine Frau diese Aufgabe übernimmt. Leitung und Koordination sind bereits durch Männer besetzt.
  • Um die Pastoralraumkonferenz nicht zu groß werden zu lassen, soll jeweils nur eine Person die KiTas, die Caritas, die KÖB, die Pfarrsekretär*innen, die Verbände etc. vertreten.

Steuerungsgruppe
Die Steuerungsgruppe wird von der Pastoralraumkonferenz eingesetzt. Die vorgesehenen Mitglieder finden sich ebenfalls in der „Ordnung für die Pastoralräume“ auf S.5.

  • Wir schlagen vor, dass die Steuerungsgruppe etwa acht Personen umfasst. Der leitende Pfarrer und der Koordinator sind gesetzt. Aus dem Pastoralteam wird eine weitere hauptamtliche Person delegiert. Die in die Pastoralraumkonferenz Delegierten aus den Pfarrgemeinderäten wählen eine*n von ihnen in die Steuerungsgruppe. Die Verwaltungsleitung kommt in Phase IIb hinzu. Darum schlagen wir vor, dass vier weitere Personen von der Pastoralraumkonferenz in die Steuerungsgruppe gewählt werden, sie sollten unterschiedliche Kirchorte repräsentieren.
  • Sinnvoll ist es, dass alle Projektgruppen direkt in der Steuerungsgruppe vertreten sind.
  • Die Steuerungsgruppe wählt eine stellvertretende Leitung, die nicht unbedingt schon der Steuerungsgruppe angehören muss.

Pastoralteam
Dem Pastoralteam gehören alle hauptamtlichen Mitarbeitenden in den Gemeinden und in den anderen Kirchorten an.
Das Pastoralteam erweitert sich bei Bedarf, indem es auch die Kolleg*innen, die nur mit einem geringen Stellenumfang für den Pastoralraum Bachgau tätig sind, zum Dienstgespräch einlädt.

Projektgruppen
In der Handreichung auf S.35 werden die zu bildenden Projektgruppen skizziert. Manche sind verpflichtend zu bilden, weitere Projektgruppen sind möglich.
Uns in der „Denkstube“ war wichtig, dass wir nicht zu viele Projektgruppen bilden, dass aber alle Anliegen, die wir im Pastoralkonzept beschrieben haben, in Phase II aufgenommen werden.
Wir sind offen für Eigeninitiativen. Nicht für jede Idee, die in unseren Pfarrgemeinden auftaucht, muss eine Projektgruppe gebildet werden. Menschen mit gemeinsamen Anliegen können sich selbst organisieren und ihre Idee in die Pfarrgemeinde oder in den Pastoralraum tragen.
Wir schlagen vor, fünf Projektgruppen zu bilden.
Die Projektgruppen Gottesdienst, Katechese und Sozialpastoral greifen jeweils aus ihrer Perspektive die Themen „Familien: das Pfund der Kirche“, „Ältere Menschen“ und „Gemeinschaft erleben“ auf. Wir schlagen vor, dass für diese Aufgaben aus dem Pastoralkonzept keine eigenen Projektgruppen gebildet werden.
Den Projektgruppen zu den Schwerpunkten Kirchenmusik, Sozialpastoral und Jugend sollten jeweils eine*e hauptamtliche*r Mitarbeiter*in aus den beiden Pastoralräumen angehören.
Sobald die Pastoralraumkonferenz konstituiert ist, wird sie festlegen, welche Gremien gebildet werden und wie sie zustande kommen. Im Moment geht es um die gedankliche Vorarbeit und um die Suche nach Menschen, die ihre Charismen einbringen möchten.

Projektgruppe 1: Vermögen, Verwaltung und Gebäude
Diese drei Projektgruppen betreffen die Materie der Verwaltungsräte.
Wir schlagen vor, dass zu diesen drei Bereichen eine gemeinsame Projektgruppe gebildet wird. Sie beginnt unmittelbar mit ihrer Arbeit und teilt sich die Zeit und Themen nach Bedarf ein. Für jeden der drei Bereiche werden unterschiedliche Obleute gefunden und ggfs Untergruppen gebildet.
Auch diese Projektgruppe orientiert sich an den pastoralen Anliegen, die im Pastoralkonzept beschrieben sind. Sie stimmt sich dafür eng mit der Pastoralraumkonferenz ab.
Die Anliegen aus der Aufgabe „nachhaltig und fair“ sind hier angesiedelt.

Projektgruppe 2: Gottesdienst
Diese Projektgruppe greift die Aufgab „Gottesdienst und Gebet“ in seiner ganzen Vielfältigkeit auf.

Projektgruppe 3: Katechese
In dieser Projektgruppe finden sich die Aufgaben „Den Glauben anbieten: frisch, kreativ und alltagstauglich“ sowie die Vorbereitung auf alle Sakramente wieder.

Projektgruppe 4: Sozialpastoral
Die Sozialpastoral haben wir im Pastoralkonzept als Schwerpunkt beschrieben, den wir zusammen mit dem Pastoralraum Otzberger Land und dem Caritasverband in einer gemeinsamen Projektgruppe bearbeiten möchten.

Projektgruppe 5: Kirchenmusik
Hier gilt Dasselbe wie bei der Sozialpastoral: Kirchenmusik soll ein Schwerpunkt werden, der von beiden Pastoralräumen getragen wird. Als Vorläufer besteht bereits eine AG Kirchenmusik.

Jugendrat
Die Anliegen der Jugend tragen wir über die Jugendkirche gemeinsam. Wir schlagen auch hier dem Pastoralraum Otzberger Land die Bildung eines gemeinsamen Jugendrates vor, in dem alle Themen der Jugend behandelt werden.

Team Öffentlichkeitsarbeit
Eine AG Öffentlichkeitsarbeit wurde am 27.04. beschlossen. Sie nimmt am 23.05. ihre Arbeit auf, damit wir für den Beginn von Phase II nach den Sommerferien ein Konzept für eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit haben.

Geistliches Team
Wir suchen Menschen, die sich über den spirituellen Charakter unserer Zusammenkünfte und unseres gemeinsamen Weges durch Phase II Gedanken machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ordnung für die Pastoralräume