"entfalten"

von Rita Heckwolf-Traub

21.07.16_rita (c) rh-t
21.07.16_rita
Datum:
Do. 15. Juli 2021
Von:
Angelika Schofer

Es gibt ein paar gute Gründe, an Gott zu glauben und das nicht alleine zu tun. In unserer Reihe engagierter Christ*innen schreibt heute Rita Heckwolf-Traub aus der Pfarrgemeinde Sankt Michael in Münster über ihre Hoffnung auf neue Wege.

„Glaube braucht Freiräume, Räume der Entfaltung, des Ausprobierens. In solchen Räumen habe ich in jungen Jahren wichtige Erfahrungen gemacht, die mich „dranbleiben ließen“. Begegnungen auf Katholikentagen, Gemeinschaftserlebnisse, Bibelteilen mit Menschen unterschiedlicher Generationen, Frühschichten, Jugendgottesdienste u.a.. Ergänzend wurden Begegnungen mit Menschen, die von ihrem Glauben erzählten wichtig. Sie wecken Neugierde und Hoffnung.

Vieles davon geht in die Frühschichten ein. Das ist eine Oase in der mein Glaube Gestaltung erfährt, ich Gemeinschaft erlebe, die für mich auch Kirche ist. Hier kommen auch ältere Menschen, die einfach offen sind – also Alter ist nicht ein Kriterium für „da ist alles wie immer!“

Zunehmend wichtig sind mir Autoren geworden, die sich mit persönlicher Entwicklung, auch im Glauben beschäftigen. Von Ulrich Schaffer gibt es den Ausspruch: „Ich weiß, dass mein Glaube da stirbt, wo er sich nicht mehr verwandelt.“ Max Feigenwinter, Anselm Grün, Andrea Schwarz u.v.m. sind mir solche Begleiter.

Ich stelle mir vor, dass es anderen Menschen ähnlich ergeht wie mir – ich fühle öfters mal „Chaos“/Zwiespalt mit eigenen Glaubenssehnsüchten und der Kirche als Institution. Sie glauben, suchen Wege, dies auszudrücken und finden in der Kirche vor Ort nicht das, was sie darin unterstützt, begleitet, begeistert,…. Vielleicht tun sich hier neue Wege auf…..Es wäre sicher mal einen Versuch wert, sich zu interessieren, Kontakt zu knüpfen… Und wer weiß, ggf. sind da neue Begegnungen und Erlebnisse möglich.