Schmuckband Kreuzgang

"Fragt uns, wir sind die letzten ..."

Gespräch mit der Zeitzeugin Maria Stroińska

Dienstag, 20.03.2018 um 19:30 Uhr
Kloster Höchst, Kirchberg 3, 64739 Höchst im Odenwald

Maria Stroińska wurde am 31. Dezember 1932 in Warschau geboren.

Der Tag des Kriegsausbruchs 1939 war für Maria Stroińska der erste Schultag. Sie ging auf eine Schule, die von Ordenschwestern geführte wurde. Hier blieb sie bis zum Juni 1944. Im August 1944 brach der Warschauer Aufstand aus. Sie wurde verhaftet und im Durchgangslager Pruszków interniert.

Von dort aus deportierte man sie am 12. August 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz, wo sie bis zum 17.01.1945 inhaftiert blieb. Als die SS den Großteil der Häftlinge aus Auschwitz evakuierte, wurde sie nach Blankenburg gebracht, wo sie bis Kriegsende als Zwangsarbeiterin zur Enttrümmerung einer Süßwarenfabrik eingesetzt
wurde.

Im Mai 1945 kehrte sie in Güterwagen nach Warschau zurück. Sie fand ihre Mutter wieder, die damals schwer krank war. In Warschau arbeitete sie bei der Enttrümmerung der Stadt und ging weiter zur Schule. Sie beendete die Schule, studierte Pädagogik und wurde Lehrerin.

Maria Stroińska kommt seit vielen Jahren nach Deutschland und erzählt deutschen SchülerInnen von ihrem schweren Schicksal als Kinderhäftling in Auschwitz.


Veranstalter:
Odenwald gegen Rechts, DGB Büro, Bahnhofstraße 39, 64732 Bad König,
info@odenwald-gegen-rechts.de , Tel. 06063 5899826

in Kooperation mit dem Bistum Mainz und dem Maximilian-Kolbe-Werk e.V.

Gespräch mit der Zeitzeugin Maria Stroińska