Schmuckband Kreuzgang

Abschlusspapier des TPT Ressourcen liegt vor

Modell 3+ und 4+ (c) Dekanat Mainz-Stadt
Modell 3+ und 4+
Datum:
Di. 25. Mai 2021
Von:
Eva Reuter

Das Teilprojektteam (TPT) Ressourcen hat aufgrund verschiedener Kriterien und unter besonderer Berücksichtigung der Rückmeldungen aus den Pfarreien und Einrichtungen ein Abschlusspapier erarbeitet. Es enthält zwei Modell-Vorschläge für die mögliche zukünftige Struktur des heutigen Dekanats Mainz-Stadt.

Die Kriterien

In den Überlegungen und Gesprächen wurden folgende Kriterien für die Entscheidung herangezogen:

  1. Das Voting der Gemeinden und Kirchorte. Diese entscheiden sich mehrheitlich für eine kleinteilige Lösung. Kurz zusammengefasst: „Wenn schon Zusammenlegung von Pfarreien, dann in einer möglichst kleinteiligen Form“. Diesem Votum gilt es für die weiteren Überlegungen Rechnung zu tragen!
  2. Bereits bestehende Pfarreienverbünde und Pfarrgruppen sollen nicht getrennt werden. Das, was sich an Zusammenarbeit in den letzten Jahren entwickelt hat, soll erhalten werden. Gewachsene Strukturen gilt es zu bewahren.
  3. Die kulturelle Prägung und der Charakter der bisherigen Gemeinden sollen mitbedacht werden. Ländliche und städtische Strukturen gilt es zu berücksichtigen.
  4. Zusammenarbeit bedingt räumliche Nähe.
  5. Die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln soll gewährleistet sein.
  6. Die Größe bzw. Mitgliederzahl der zukünftigen Gemeinden soll möglichst ausgewogen sein.

Die Überlegungen im Teilprojektteam

Die Überlegungen zur Neuordnung der Pfarreien im bestehenden Dekanat Mainz-Stadt bewegen sich in einem doppelten Spannungsfeld: Auf der einen Seite stehen die Bedürfnisse der bestehenden Pfarreien: der Wunsch nach möglichst großer Eigenständigkeit und Kontinuität und die Schaffung von überschaubaren Einheiten, die Heimat bieten. Auf diesem Hintergrund ist nachzuvollziehen, dass die Voten eindeutig eine kleinteilige Lösung bevorzugen, und damit das Modell 4+ eine breite Mehrheit findet. „Wenn schon Zusammenlegung von Pfarreien, dann in einer möglichst kleinteiligen Form“.

Auf der anderen Seite ist offenkundig, dass die neuen Strukturen zukunftsfähig aufgestellt werden müssen. Keiner weiß, wie sich die Situation in Kirche und Welt (die Covid-19-Pandemie macht das auf eine ganz neue Art und Weise deutlich) entwickeln wird. Die Zahl der Hauptamtlichen und die Zahl der Gemeindemitglieder werden in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach weiter zurückgehen. Insofern spricht manches dafür, das Modell 3+ in die Überlegungen aufzunehmen, weil es tendenziell zukunftsfähiger erscheint und vielleicht verhindert, dass in den nächsten Jahren die Struktur erneut angepasst werden muss.

Oberstes Ziel muss es sein, Kirche und Gemeindeleben positiv erfahrbar zu machen durch ehrliche und offene Kommunikation, Akzeptanz der Menschen auf Augenhöhe, begeisternde Angebote vor Ort, die den Menschen eine (Glaubens-) Heimat bieten und Fortschritte auf dem Synodalen Weg, wie z.B. gleichberechtigte Teilhabe von Frauen…, zu ermöglichen.

Bei alledem gilt: Diese Fragen lassen sich nicht nur am "grünen Tisch" entscheiden. Was alle betrifft, muss mit allen besprochen werden. Das gilt auch für das pastorale Gesamtkonzept, das vom Dekanatsprojektteam zur Vorlage in der Dekanatskonferenz zurzeit erarbeitet wird. Es braucht den Austausch und das Miteinander auf Dekanatsebene. Das TPT Ressourcen hofft, mit seinem Vorschlag diesem Austausch den Weg zu bereiten. Es möchte einen Beitrag leisten, Pfarrei neu zu denken, damit sich vielfältige Orte der Kirche besser miteinander vernetzen zum Dienst am Evangelium Jesu Christi.

 

Zu den Voten der Pfarreien und Einrichtungen