Schmuckband Kreuzgang

Friedensgebet

Ökumenisches Gebet in St. Christoph

Ruine von St. Christoph (c) dem britischen Streetart-Künstler Banksy (2007) zugeschrieben
Ruine von St. Christoph
Do 25. Jun 2020
Eva Reuter

Am 6. August, dem 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs über Hieroshima, findet die Auftaktveranstaltung für das Ökumenische Friedensgebet in St. Christoph statt.

Ab dem 14. August findet das Gebet jeden Freitag um 17 Uhr in St. Christoph statt. Gestaltet wird es im Wechsel von der altkatholischen Gemeinde, der anglikanischen Gemeinde, der evangelischen Stadtkirchenarbeit und der katholischen Cityseelsorge.

Anlässlich des Kriegsendes vor 75 Jahren war ein ökumenischer Gedenkgottesdienst in der Ruine St. Christopoh geplant. Die Veranstaltung musste wegen der Pandemie abgesagt werden.

Christen erinnern immer wieder daran, dass Frieden nicht von alleine und auch nicht "einfach so" stattfindet. Frieden braucht Gerechtigkeit und Versöhnung.

Das Versöhnungsgebet von Coventry

Nach der Zerstörung der Kathedrale von Coventry (Grossbritannien) am 14./15.November 1940 durch deutsche Bombenangriffe ließ der damalige Dompropst Richard Howard die Worte „Vater vergib“ in die Chorwand der Ruine meißeln. Diese Worte bestimmen das Versöhnungsgebet von Coventry, das die Aufgabe der Versöhnung in der weltweiten Christenheit umschreibt. Das Gebet wurde 1958 formuliert und wird seitdem an jedem Freitagmittag um 12 Uhr im Chorraum der Ruine der alten Kathedrale in Coventry und in vielen Nagelkreuzzentren der Welt gebetet. (Das Gebet steht unten zum Dowonload bereit.)