Schmuckband Rad

Glockengeläut verbindet Mainzer

Gemeinsames Geläut der Mainzer Kirchen an Sonntagen

Glocken im Turm (c) Nicolas Schnall / pba / pfarrbriefservice.de
Glocken im Turm
Do 26. Mär 2020
Eva Reuter

Normalerweise rufen Glocken zum Gottesdienst oder Gebet. In den Zeiten der Corona-Krise können sich Menschen nicht mehr zum Gottesdienst versammeln, aber sie möchten sich verbunden wissen. Deshalb haben viele Gemeinden in der ganzen Stadt Mainz verabredet, bis auf Weiteres sonntags um 10 Uhr gemeinsam zu läuten. Auch der Dom läutet mit.

An vielen Orten verbindet sich dabei der Klang der katholischen mit dem der evangelischen Glocken und erinnert so die Christen daran, dass der Sonntag der Tag der Innehaltens und des gemeinsamen Glaubens ist.

Die Glocken laden darüber hinaus alle Menschen in der Stadt ein, einen Moment still zu werden und sich verbunden zu fühlen mit anderen, die in diesem Moment auch die Glocken hören. Auch Atheisten oder Menschen anderer Religionen können die kurze Zeit des Geläuts nutzen, an liebe Menschen zu denken, sich an das Schöne und Gute in ihrem Leben zu erinnern und daraus Kraft zu schöpfen für die kommende Woche.

Wer gläubig ist, kann eine Kerze anzünden und ein Gebet sprechen. Viele Gemeinden bieten dafür eine Reihe von Vorschlägen an - über das Vaterunser hinaus.

Glocken läuten immer zu bestimmten Anlässen und strukturieren damit auch die Zeit.  Auch das ist in Zeiten der Krise, in der manche bis zur Erschöpfung arbeiten und andere arbeitslos sind, ein wichtiger Impuls des gemeinsamen Geläuts: Heute ist Sonntag – ein besonderer Tag!

In vielen Orten läuten auch an jedem Abend die Glocken mit der gleichen Intention: Glockenklang verbindet Menschen!