Schmuckband Kreuzgang

Pastoral-Konzept verabschiedet

Abstimmung des Pastoralkonzepts (c) Dekanat Mainz-Stadt/ E.Reuter
Abstimmung des Pastoralkonzepts
Datum:
Do. 4. Nov. 2021
Von:
Eva Reuter

In der Dekanats-Versammlung am 3. November haben die Delegierten das Pastoralkonzept mit sehr großer Zustimmung nach zwei Änderungen angenommen. - JETZT IM WORTLAUT ONLINE!

Versammlung und Abstimmung

Versammlung und Abstimmung

Am 3. November versammelten sich die Delegierten der Dekanatsversammlung in der
St. Nikolaus-Kirche in Mombach, um das Pastorale Konzept des Dekanats Mainz-Stadt zu verabschieden.

Nach einer zum Teil emotionalen Diskussion wurde zunächst über zwei Änderungsanträge abgestimmt. Die Änderungsanträge wurden angenommen und schließlich das Konzept mit den zuvor definierten Änderungen mit knapp 99 % Zustimmung angenommen. Von 93 anwesenden Stimmberechtigten enthielten sich 6. Eine Person stimmte dagegen. Damit ist die Phase I des Pastoralen Weges im Dekanat abgeschlossen.

Im Kontrakt zwischen Bistumsleitung, Prozessbegleitern und Dekanat erhielt das Dekanat im Juni 2019 den Auftrag, gemeinsame Vorstellungen von der Kirche im Dekanat zu entwickeln und grundlegende, strategische Ziele zu vereinbaren. Unter den vom Bischof vorgegebenen vier Aspekten des Teilens (Leben, Glauben, Ressourcen, Verantwortung teilen) und der Frage „Wie wollen wir 2030 unser Christsein leben?“ haben fast siebzig Menschen aus dem Dekanat kontinuierlich über zwei Jahre lang an dem Konzept gearbeitet. Es gab viele Möglichkeiten der Rückmeldung und Beteiligung aller Christen im Dekanat. Das Dekanatsprojektteam und die acht gegründeten Teilprojektteams haben in vielen Sitzungen zu den jeweiligen Themen und Rückmeldungen beraten, diskutiert und gearbeitet. Schließlich haben sie ihre Einschätzungen und Empfehlungen vorgelegt, die in einem Konzept zusammengeflossen sind.

Im weiteren Prozess hat das so über zwei Jahre entwickelte Konzept die Funktion einer gemeinsamen Grundlage für die pastorale Arbeit auf dem Gebiet des heutigen Dekanats Mainz-Stadt. Die benannten Ziele und Visionen müssen für die Gemeinden und Kirchorte jeweils vor Ort konkretisiert und dann in den neuen Pastoralräumen umgesetzt werden.

Bei den Delegierten der Dekanatsversammlung lag der Fokus auf den künftigen Strukturen. Die Delegierten hatten per Briefwahl im September über die Anzahl und den Zuschnitt der zukünftigen Pfarreien abgestimmt. Dabei entschied sich eine klare Mehrheit für das Modell "4+", das vier künftige Pfarreien im linksrheinischen Teil des Dekanats und die Bildung einer zukünftigen Pfarrei aus dem PV AKK und der PG Mainspitze vorschlägt. Dekan Markus Kölzer verlas zu Beginn der Sitzung die Rückmeldung der Steuerungsgruppe des Pastoralen Wegs auf Diözesanebene. Diese bestärkt die Mitwirkenden im Dekanat, dieses Modell als Grundlage weiterer Überlegungen zu nehmen. Die endgültige Entscheidung über die sogenannten Pastoralräume (zukünftige Pfarreien) trifft Bischof Kohlgraf im Frühjahr 2022.

Die beiden Änderungsanträge hatten strukturelle bzw. formale Dinge zum Inhalt. Der zuerst eingebrachte Antrag bezog sich auf die Darstellung des Votums für die Anzahl der Pfarreien im Entwurf des Konzepts. Dort sollte klarer zum Ausdruck kommen, dass das Votum für das Modell 4+ von der Dekanatsversammlung abgestimmt wurde. Durch eine Umstellung im Text wird das erreicht. Dieser Antrag wurde bei zwei Gegenstimmen und elf Enthaltungen angenommen.

Ebenfalls wurde die Streichung des Absatzes über die Zugehörigkeit des künftigen Pastoralraums "Rechts des Rheins" angenommen. Die meisten Delegierten enthielten sich dabei (47 Enthaltungen), vier stimmten dagegen.

Nach der Aussprache und der Verabschiedung des Konzepts blieb Dekanatsreferentin Eva Reuter nur noch wenig Zeit, einen Ausblick auf die kommenden nächsten Schritte und den Zeitplan des Bistums zu werfen. Auch die Vorstellung und Gründung von "Denkwerkstätten" musste vertagt werden. Die sogenannten Denkwerkstätten sollen die Möglichkeiten zur inhaltlichen Gestaltung der neuen Pastoralräume bieten. Sie haben die Titel "Neues und Innovationen denken", "Themenzentrierte Netzwerke", "Verknüpfungen mit und in der Stadt" und "Den Übergang gestalten". Nähere Informationen dazu folgen. Ebenso die Endfassung des Pastoralkonzepts.

Das Konzept wird nun der Bistumsleitung vorgelegt, die es prüfen wird. Im Frühjahr wird dann Bischof Peter Kohlgraf die neuen Pastoralräume offiziell errichten. Danach beginnt offiziell Phase II des Pastoralen Weges.

Inhalte

Das Pastorale Konzept umfasst 31Seiten, allerdings kommen noch zahlreiche Dokumentationen hinzu, unter anderem die eingegangenen Rückmeldungen zum Konzeptentwurf. 

Das Konzept umfasst die Themen:

  1. Hinweise zur Entstehung des Konzepts
  2. Zentrale Beobachtungen zu Entwicklungen und Sozialräumen im Dekanat - Darin statistische Erhebungen und Erkenntnisse der Sozialraumerkundung
  3. Beobachtungen zur Pastoral - Benennung der bisherigen Pfarreien und Kirchorte und Erkenntnisse aus den Teilprojektteams.
  4. Andere und neue Kirchorte - Besonders zukunftsweisende Ansätze
  5. Benennung zentraler pastoraler Aufgaben und besonderer Schwerpunkte - Wichtige Punkte dabei: Kirche in der Stadt, Visionen und Ziele, ein offenes Haus für Seelsorge
  6. Vorschlag für den Zuschnitt der künftigen Pfarreien
  7. Schlussbemerkungen

Das endgültige Konzept in voller Länge finden als Download im Link.

Konzept (pdf-Download)