Schmuckband Kreuzgang

Pastoraler Weg im Dekanat - zwischen Virtualität und Realität

Videokonferenz (c) Dekanat Mainz-Stadt / er
Videokonferenz
Do 4. Jun 2020
Eva Reuter

Am 26. Mai traf sich das Dekanatsprojektteam in einer Videokonferenz, um zu überlegen, wie der Pastorale Weg im Dekanat auch unter den Bedingungen der Kontaktbeschränkungen weitergeführt werden kann.

Themen waren:

Kurzberichte über den Stand in den TPTs

Seit Corona war der Kontakt in fast allen TPTs abgerissen. Jetzt ist wieder Motivation da.

Zwei Sozialpastoral-Interviews konnten noch vor dem Shutdown stattfinden, der Rest wurde verschoben

Jugendforum hat im Februar in kleiner Gruppe erfolgreich stattgefunden. Ein nächstes ist in Planung – ist aber abhängig von den Corona-bedingten Möglichkeiten und dem Zeitplan des PW

TPT Ressourcen konnte vor dem Shut-Down nur einmal tagen. Jetzt Neustart.

Kommunikation mit den Pfarreien bisher „Einbahnstraße“ – kaum Reaktionen auf die Frage nach Ansprechpartnern für den PW

Einschätzung des aktuellen Gesamtprozesses – Pastoraler Weg im Dekanat

Es gibt immer wieder neue personelle Entscheidungen des BO, die quer zu unseren Überlegungen laufen und dem Prozess nicht gut tun.

Öffentlichkeitsarbeit des BOs in der Krise wird kritisch gesehen. - Entscheidungen der Pfarrer zum Thema Kirchenöffnung sollten nicht öffentlich diskutiert werden

In den Pfarreien gab es viel zusätzliche Arbeit durch die Corona-Krise – auch für die PGRs dadurch wurde der PW aus dem Blick verloren

Aktuelle Themen, wie die Erstellung einer Handreichung für Sommeraktivitäten für die Kinder- und Jugendarbeit in den Gemeinden, stehen im Vordergrund – PW rückt situationsbedingt in den Hintergrund

Die Krise hat Schwerpunkte und Prioritäten verschoben, bietet aber auch Chancen durch das Freisetzen von Kreativität und neuen Möglichkeiten

Vor einem Neustart sollten wir uns Zeit lassen für Selbstreflexion und –findung: Wie verändert die Krise uns persönlich, uns als Christen und als Gemeinschaft?
Aber: Von der Bistumsleitung kommen nur Dienstanweisungen zur Bewältigung der aktuellen Situation, aber es sind keine Überlegungen zu hören, was uns die Krise „lehrt“ oder was sie für Auswirkungen hat. Der zeitliche Druck bleibt!

Nächste Schritte im Prozessdesign und Überlegungen zur Strukturfrage

Am 26. Juni steht das Zwischenstandsgespräch mit der Bistumsleitung an. Dazu muss vorher eine Power-Point-Präsentation erstellt/ausgefüllt werden. Hierzu werden alle Zwischenberichte aus den TPTs benötigt.

Anders, als ursprünglich geplant, wird es keine Dekanatsversammlung geben, sondern lediglich ein Treffen der Bistumsleitung mit dem Projektteam des Dekanats. Hierzu sollte sich das Projektteam einigen, wie es sich gegenüber der Bistumsleitung in Bezug auf die Strukturfrage positioniert:

  • Den Pastoralen Weg (weiterhin) als geistlichen Weg definieren – auch mit der Frage, was hat uns die Krise gezeigt? – ODER
  • Dem Druck folgen und auf die Schnelle einen Plan für mögliche Strukturänderungen erstellen?

Den Meinungsäußerungen der Teilnehmenden war zu entnehmen, dass das Projektteam grundsätzlich den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen möchte. Die TPTs sind auf ihren Wegen alle inhaltlich unterwegs. Eine Änderung würde viel Zeit, aber evtl. auch Kraft- und Motivationsverlust kosten. Dennoch sind sich alle klar darüber, dass die Strukturen nicht ganz aus dem Blick verloren werden dürfen.

Um das Thema vor dem Gespräch mit der Bistumsleitung noch einmal ausführlich besprechen zu können, wurde ein (physisches) Treffen vereinbart.